Wie kann man Kinder fürs Lernen begeistern?

Junge lacht und schaut auf Fragezeichen
Kinder sind sehr neugierig - Nutzen Sie diese Neugier,
um die Kinder fürs Lernen zu begeistern - Foto: © Miredi


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

So haben Kinder Spaß am Lernen

Spaß am Lernen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein.

Diese Erkenntnis ist nicht neu, sondern schon seit vielen Jahren bekannt. Gute Lehrer und Erzieher setzen diese Erkenntnis in ihrem Unterricht um und versuchen die Schüler für den Unterrichtsstoff und das Lernen zu begeistern. Natürlich kann dies nicht immer klappen, schließlich sind die Interessen der einzelnen Kinder zu unterschiedlich. Während sich der eine Schüler für naturwissenschaftliche Phänomene begeistern kann, hat ein anderer eher Spaß am Sport oder liest sehr gern. Lehrer und Eltern tun gut daran, diese persönlichen Vorlieben zu erkennen und am Leben zu erhalten. Gleichzeitig muss es das Ziel sein, diese Begeisterung auch auf andere Bereiche des Lernens zu übertragen. So bereiten Sie Ihr Kind auf die Schule vor

Wie entsteht Spaß am Lernen?

Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig, sodass sie sich vom Grundsatz immer fürs Lernen begeistern können.

Das Problem liegt nur darin, dass jedes Kind einen unterschiedlichen Zugang zum Lernstoff hat und dieser im Schulunterricht nicht immer berücksichtigt werden kann. Geht der Spaß am Lernen verloren muss dies nicht heißen, dass ein Kind nicht über die nötige Intelligenz verfügt oder eine Lernstörung hat, sondern vielleicht einfach nicht den richtigen Zugang zum Stoff findet. In diesem Fall kann eine alternative Schulform eine Lösung bieten. Montessori Schulen und Waldorfschulen gehen Unterrichtsthemen ganz anders an als "normale" Schulen. Spaß am Lernen ist eng verknüpft mit positiven Erlebnissen, Möglichkeiten der Eigeninitiative sowie dem Erleben und Erfahren mit allen Sinnen. Lernen ist eng mit Emotionen verbunden. Positive Gefühle bestärken Kinder darin, sich mit einer Sache zu beschäftigen, sich zu konzentrieren und Energie dafür aufzubringen. Gute Noten, Lob durch Eltern, Lehrer und Mitschüler, selbstständiges Lösen von Aufgaben etc. können solche positiven Gefühle auslösen. So ergibt sich Motivation, die wiederum den Lernerfolg beeinflusst - ein positiver Kreislauf ist in Gang gesetzt. Im Gegenzug können negative Gefühle wie Stress oder Angst zu Lernblockaden führen. Der Spaß am Lernen geht verloren, der Erfolg bleibt aus, die negativen Gefühle nehmen zu - ein Teufelkreis entsteht. Diesen gilt es, so schnell wie möglich zu durchbrechen.

Was können Eltern tun?

Vor allem Eltern, deren Kinder keinen Spaß haben in der Schule etwas zu lernen, sehen sich häufig in einer ausweglosen Situation. Doch dies muss keinesfalls so sein. Zunächst gilt es herauszufinden, warum das Kind keinen Spaß am Lernen hat. Einer der wichtigsten Punkte, der zuerst geklärt werden sollte ist, ob das Kind keinen Zugang zu einem bestimmten Thema findet oder generell ungern lernt oder sogar nur widerwillig zur Schule geht. Ist Ersteres der Fall ist das Problem zu vernachlässigen, sobald ein neues Thema behandelt wird, hat es sich von selbst gelöst. Ist das Problem allerdings anders gelagert, gilt es weiter nachzuforschen: Langweilt sich Ihr Kind im Unterricht, ist es also unterfordert? Oder ist es überfordert? Beide Varianten können zu einem Desinteresse am Unterricht führen. Oder gibt es Probleme in der Schule - mit den Mitschülern oder einem Lehrer? Auch diese Faktoren können dazu führen, dass ein Kind vorübergehend oder dauerhaft die Lust am Lernen verliert. Wird das Problem frühzeitig erkannt und behoben, findet das Kind in der Regel auch wieder Spaß am Lernen und am Unterricht ganz generell. Wenn Sie als Elternteil keine Lösungsmöglichkeit sehen, können Sie sich an den Klassenlehrer oder einen Schulpsychologen wenden. Sollte eine Lernstörung vorliegen und Ihr Kind deshalb den Spaß am Lernen verloren haben, sollte ein entsprechender Arzt, Psychologe oder Therapeut aufgesucht werden. Viele Lernstörungen lassen sich gut behandeln und müssen kein dauerhaftes Hindernis darstellen.
Text: D. S. / Stand: 10.01.2018

Wissbegierige Kinder - Wie damit umgehen?

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