Schülersprecher - eine große Aufgabe

Mädchen freut sich auf ihre Aufgaben als Schülersprecher
Schülersprecher sein ist eine große Aufgabe
Foto: © Tyler Olson


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Was ist ein Schülersprecher?

Der Schülersprecher oder Schulsprecher ist der Vorsitzende der Schülerschaft einer Schule. Der Schülersprecher wird von allen Schülern einer Schule oder der gewählten Schülervertretung gewählt. Er übernimmt unter anderem die Aufgabe des Vermittlers zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Außerdem vertritt er die Interessen der Schülerschaft in verschiedenen Gremien der Schule.

Aufgaben des Schülersprechers

Zu den Aufgaben des Schülersprechers gehört die Organisation und Durchführung von Sitzungen der Schülervertretung (SV). Außerdem vertritt er, zumeist gemeinsam mit seinem Stellvertreter, die Interessen der Schülerschaft bei Gesamtkonferenzen, an manchen Schulen auch bei Fachkonferenzen. Des weiteren steht der Schülersprecher anderen Schülern beratend zur Seite, wenn diese ihn mit ihren Problemen ansprechen. In diesem Zusammenhang steht auch seine Aufgabe als Vermittler zwischen Schülern, Eltern und Lehrern. Um einen vertrauensvollen Umgang mit der Lehrerschaft zu gewährleisten, sollte sich der Schülersprecher in regelmäßigen Abständen mit der Schulleitung und den Vertrauenslehrern / Beratungslehrern der Schule treffen. Der Schülersprecher greift Probleme der Schülerschaft auf und trägt dieser der Schulleitung vor und übernimmt auch auf umgekehrtem Wege die Aufgabe wahr, Schüler auf bestimmte Verhaltensweisen etc. anzusprechen. Die Arbeit als Schülersprecher kann vonseiten der Schule in Form eines Zeugnisses bescheinigt werden. Dieses Zeugnis kann bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz oder eine Ausbildungsstelle vorgelegt werden, um das engagierte Verhalten auch außerhalb der schulischen Pflichten, zu belegen.

Wie werde ich Schülersprecher?

Je nach Schule gestaltet sich die Wahl des Schülersprechers unterschiedlich. An einigen Schulen ist der Schülersprecher aus der Gesamtheit aller Schüler frei wählbar. An anderen Schulen wird zunächst eine Schülervertretung gewählt, aus deren Mitte dann der Schülersprecher gewählt wird. Um diese Position zu bekleiden, sollte der Schülersprecher einige Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringen: Er sollte Interesse an den schulischen Angelegenheiten und Abläufen haben, nicht konfliktscheu sein, Verhandlungsgeschick beweisen und selbstbewusst sein. Außerdem sind eine selbständige Arbeitsweise und ein gewisses Durchsetzungsvermögen von Vorteil. In der Regel ist es zu empfehlen, dass die Position des Schülersprechers von einem Schüler einer höheren Klassenstufe bekleidet wird. Jüngere Schüler sollten zunächst Erfahrungen in der Schülermitverwaltung sammeln, ehe sie selbst Schülersprecher werden. Das Alter ist zwar keine grundlegende Qualifikation für dieses Amt, doch hat die Erfahrung an vielen Schulen gezeigt, dass das Wissen um schulische Abläufe bei älteren Schülern ausgeprägter ist. Außerdem werden Schüler der älteren Jahrgänge in der Regel von Schülern aller Klassenstufen anerkannt und respektiert, während sich Oberstufenschüler häufig schwertun ihre Probleme mit einem Schülersprecher, der die siebte Klasse besucht, zu besprechen. An einigen Schulen gibt es daher die Regelung, dass der Schülersprecher zumindest die 9. / 10. Klasse besuchen muss. Häufig wird von der SV, insbesondere aber vom Schülersprecher, die tatkräftige Unterstürzung bei der Organisation von Veranstaltungen, wie dem Schulfest, dem Elternsprechtag oder den Bundesjugendspielen erwartet. Aus diesem Grund sollte beachtet werden, dass genügend Zeit auch außerhalb der eigentlichen Unterrichtszeit zur Verfügung steht. Ein Schülersprecher, der bereits in mehreren Vereinen eingebunden ist und kaum Zeit findet, sich am Nachmittag mit seinem Amt zu beschäftigen, wird seine Aufgabe nur selten über einen längeren Zeitraum zur Zufriedenheit seiner Mitschüler und der Lehrer ausführen können. Wer sich zur Wahl stellen möchte, sollte diese Punkte im Auge behalten und vorher abwägen, ob er wirklich für dieses Amt geeignet ist.
Text: D. S. (Pädagogin) / Stand: 18.09.2018

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