Stressfrei Hausaufgaben machen und für die Schule lernen

Hausaufgaben ohne Stress

In der ersten Klasse werden Hausaufgaben meist noch bereitwillig erledigt.

Die kleinen ABC-Schützen sind eifrig dabei, wenn es darum geht, die ersten Buchstaben zu üben oder den Zahlenraum bis 20 zu erfassen. Doch spätestens dann, wenn die Anforderungen steigen, kristallisiert sich heraus, welches Kind von Natur aus eine gewisse Lernbereitschaft mitbringt und wem das Pauken und Stillsitzen deutlich schwerer fällt. Manche Schüler lernen einfach leichter und ihnen scheint fast alles zuzufliegen. Andere wiederum brauchen täglich eine gewisse Zeit, um neben den Hausaufgaben den Unterrichtsstoff noch einmal durchzugehen und so zu begreifen. So verschieden wie die jeweiligen Kinder sind, so unterschiedlich ist auch die Herangehensweise, wie Eltern ihren Nachwuchs bei den Hausaufgaben und beim Lernen unterstützen können.

Stressfrei Hausaufgaben machen - Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Direkt nach Schulschluss brauchen die meisten Kinder erst einmal eine Erholungsphase. Der Unterricht ist anstrengend und gerade ältere Schüler verkrümeln sich danach gern für eine gewisse Zeit in ihrem Zimmer und möchten von Schule und Lernen nichts hören. Andere wiederum brauchen den körperlichen Ausgleich und müssen sich erstmal richtig austoben, bevor die Hausaufgaben oder das Pauken für die anstehende Klassenarbeit in Angriff genommen werden. Je nach den Bedürfnissen des Kindes und den eigenen Terminen am Nachmittag kann eine fest geplante Zeit für die schulischen Belange von Vorteil sein. Diese sollte allerdings nicht zu spät angesetzt werden, da die Schüler heutzutage meist einen langen Tag hinter sich haben und irgendwann auch der Akku einfach leer ist. Wer erst nach dem Abendessen lernt, der ist in der Regel unkonzentriert und bekommt nicht mehr viel auf die Reihe.

Übersichtlichkeit in den Aufzeichnungen hilft beim Lernen

Die Voraussetzung für korrekt erledigte Hausaufgaben und eine gute Vorbereitung auf Leistungskontrollen ist die Übersichtlichkeit in den Heften und Unterlagen des Schülers. Vermitteln Sie Ihrem Nachwuchs: nur dann, wenn alle Hausaufgaben und die geplanten Tests auch wirklich im Hausaufgabenheft eingetragen sind, kann eine optimale Unterrichtsvorbereitung zuhause erfolgen. Übersichtlichkeit und vor allem auch Lesbarkeit sind auch dann unabdingbar, wenn Eltern ihrem Kind den zu lernenden Stoff abfragen. Dahingeschmierte Vokabeln, die keiner entziffern kann oder lose Blattsammlungen im Schulrucksack erschweren das Lernen für den Schüler selbst und schränken natürlich auch die Unterstützungsangebote seitens der Eltern massiv ein.

Lernplan für Klassenarbeiten

Schon wieder steht eine Klassenarbeit auf dem Programm! Lehrer kündigen diese meist ein bis zwei Wochen im Voraus an und das ist auch gut so. So haben die Schüler genügend Zeit für die Vorbereitungen und können diese so eintakten, dass sie den Stoff dafür nicht an einem Tag in ihren Kopf bekommen müssen. Eine Klassenarbeit kommt bekanntlich selten allein und so kann es durchaus sein, dass sich der Nachwuchs auf mehrere Tests gleichzeitig intensiv vorbereiten muss. Ein vorher festgelegter Lernplan garantiert, dass dabei kein Unterrichtsfach zu kurz kommt und dass das Lernpensum überschaubar bleibt. Auch bei der Verinnerlichung von neuen Vokabeln hat sich ein Lernplan bewährt. Natürlich kann es sein, dass der Nachwuchs nicht gerade begeistert auf diese Art der Unterrichtsvorbereitung reagiert, doch sobald die ersten guten Noten geschrieben werden, merken die Kids in der Regel, dass sich die Mühe lohnt und die Arbeit Früchte trägt.
Viele Schüler freuen sich auch, wenn gute Schulnoten belohnt werden.

Französisch, Latein, Systeme linearer Gleichungen - wenn Eltern an ihre Grenzen kommen

Mit der deutschen Grammatik und dem Satz des Pythagoras können die meisten Eltern noch etwas anfangen und demzufolge ihrem Nachwuchs auch bei den Hausaufgaben helfen. Doch früher oder später kommt der Zeitpunkt, wo dies nicht mehr möglich ist. Die wenigsten Eltern werden die Zeit und die Nerven haben, noch einmal mit einer ihnen völlig fremden Sprache zu beginnen oder sich mit komplizierten mathematischen Formeln herumzuschlagen. Kommt der Nachwuchs in der Schule nicht mehr mit, so können Nachhilfestunden gebucht werden. Da diese meist sehr kostenintensiv sind, können sich leider nicht alle Eltern diese Art der Förderung leisten. Doch es geht auch anders: in vielen Schulen besteht bereits die Möglichkeit der Nachhilfe von Schülern untereinander. Gegen ein geringes Entgelt (oder sogar kostenfrei) lernen so die Kids von denjenigen Mitschülern, welche auf einem bestimmten Gebiet sehr gute Leistungen erzielen.
Ist eine Hausaufgabenbetreuung sinnvoll?

Schule ist oftmals sehr anstrengend und wohl jedes Kind ist froh, wenn es am Nachmittag Freizeit hat. Doch Hausaufgaben und Lernen gehören eben zum Leben dazu - und vielleicht kann ein leckeres Eis oder die Aussicht auf die favorisierte TV-Serie ja den Lernstress versüßen...
Text: K. L. / Stand: 10.01.2018

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