Die Kinderbetreuung

Schriftzug Kinderbetreuung
Es gibt verschiedene Arten der Kinderbetreuung - Foto: © Nelos

In dieser Rubrik stellen wir verschiedene Arten der Kinderbetreuung vor und geben Tipps rund um das Thema Betreuung für Kinder.

Welche Möglichkeiten der Kinderbetreuung gibt es?

Kaum dass ein Kind geboren wurde, darf seine Mutter für acht Wochen keiner beruflichen Beschäftigung nachgehen - so verlangt es der Gesetzgeber zum Schutz des Kindes.

Viele Mütter und Väter nutzen gern die Gelegenheit der Elternzeit, um gerade in den ganz frühen Monaten und Jahren möglichst viel Zeit intensiv mit ihrem Kind verbringen zu können. Doch ab einem gewissen Punkt müssen sich beinahe alle Eltern mit dem Thema Kinderbetreuung auseinander setzen, sei es nun für ihr kleines Baby mit einem Jahr, im Kindergartenalter mit drei Jahren oder erst als Schulkind mit sechs bis sieben Jahren.

So sehr Eltern auch ihre Kinder lieben und sie gern um sich haben: das Berufsleben holt viele Mütter wie Väter schnell wieder ein. Nicht immer sind Arbeitszeiten und Arbeitsgeber familienfreundlich. Aber auch ganz einfach das Bedürfnis von Müttern wie Vätern, etwas Zeit für sich allein oder als Paar zu finden, veranlasst Eltern sich über die Kinderbetreuung intensiv Gedanken zu machen. Möchte ich mein Kind fremd betreuen lassen? Wenn ja, wo? Soll es in die Kinderkrippe oder den Kindergarten? Ziehe ich eine Tagesmutter vor? Können die Großeltern oder andere Verwandte den verantwortungsvollen und durchaus anspruchsvollen Job übernehmen? Vielleicht reicht es sogar aus, sich nur um einen Hortplatz zu bemühen oder für eine kurze Zeit einen "Babysitter" zu engagieren.

Eltern müssen Antworten auf viele Fragen finden. Dies ist oft nicht einfach, denn es sind nicht nur Fakten zu klären, wie lang und wo das Kind betreut werden soll bzw. ab welchem Alter ich eine Kinderbetreuung wünsche. Wie lange muss ich auf einen Kita-Platz warten oder wo finde ich eine verantwortungsvolle Tagesmutter für mein Kind?

Worauf sollte man bei der Kinderbetreuung achten?

Es ist zudem noch die Gewissensfrage, ob es die richtige Entscheidung ist, sein Kind womöglich in eine Ganztagsbetreuung zu geben und diese Entscheidung auch nach außen zu verteidigen. Denn nicht überall ist die Akzeptanz und Toleranz für Eltern und vor allem für Mütter vorhanden, die sich nicht in Vollzeit ihrem Kind widmen.

Dabei ist es gar nicht die Quantität, die entscheidend ist. Eltern, die sich zum Beispiel auf ihre Karriere konzentrieren oder einfach nur ihren Job erledigen, weil es finanziell notwendig ist, nutzen in der Regel die restliche Zeit mit ihren Kindern viel intensiver und qualitativ hochwertiger. Und oft genug umtreibt Mütter wie Väter ein schlechtes Gewissen wegen der Kinderbetreuung, während die Kleinen ihren Alltag unter anderen Kindern oder bei den Großeltern ausgiebig genießen und alle Vorteile dadurch auskosten.

Das Familienleben, die eigene Freizeit wie auch Job und Karriere unter einen Hut zu bekommen, ist mit einer hochwertigen Kinderbetreuung viel einfacher. Egal, ob nun die die langen Sommerferien ohne Schule überbrückt werden müssen oder es einen Abend in der Woche allein für die Eltern ohne Kinder gibt, oftmals nützt die Kinderbetreuung allen Parteien etwas und nicht nur den Müttern und Vätern. Das pädagogische Konzept vieler Einrichtungen für Kinderbetreuung unterstützt die Entwicklung der Kinder, die trotzdem und gerade dadurch selbstständig und selbstbewusst heranwachsen.
Text: C. D. / Stand: 29.11.2017

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