Kinder motivieren Hausaufgaben zu machen

Junge am Schreibtisch bei den Hausaufgaben
Mit einem aufgeräumten Schreibtisch kann man Kinder motivieren Hausaufgaben zu machen - Foto: © Colibri

In diesem Artikel erfahren Sie wie man Kinder motivieren kann die Hausaufgaben zu machen. Das hilft bei der Motivation:

Streitpunkt Hausaufgaben: Was Kinder wirklich motiviert

Eltern wissen: Die Schulzeit gleicht nicht immer einem entspannten Spaziergang. Ärger mit Lehrern, schlechte Noten oder auch Streit innerhalb der Klassengemeinschaft erlebt nahezu jedes Kind zwischen der ersten und zehnten Klasse mindestens einmal. Ebenfalls unbeliebt bei den meisten Kindern: Hausaufgaben. Sie sind Ursache für Streitigkeiten und Stress in der Familie und werden daher nicht nur für Kinder zum Ärgernis. Eltern jedoch können einiges dafür tun, dass sich ihre Kinder besser motivieren können.

Kinder brauchen Pausen

Ein beliebter Fehler, der für zusätzlichen Stress bei den Hausaufgaben sorgen kann, ist eine zu kurze Erholungszeit nach der Schule. Kinder, die sofort nach dem Mittagessen die Schulsachen hervorholen müssen, klagen nicht selten über Konzentrationsprobleme und mangelnde Motivation. Ein erster Schritt in Richtung Stressfreiheit kann daher das Einplanen einer längeren Mittagspause sein. Etwa eine Stunde nach dem Mittagessen sollten Eltern ihren Kindern geben, um sich zu erholen und etwas Abstand zum Schulalltag zu gewinnen. Danach dann fällt es wieder leichter, sich den Hausaufgaben zu widmen.
So können Kinder stressfrei Hausaufgaben machen

Motivation für die Hausaufgaben: Ein angenehmer Lernort

Wie gut sich ein Kind auf seine Hausaufgaben konzentrieren kann und wie gerne es sich mit ihnen beschäftigt, wird auch vom Lernort an sich beeinflusst. Ein überfüllter Schreibtisch, die laute Atmosphäre mitten im Wohnzimmer oder auch ein unbequemer Stuhl verringern die Motivation und bereiten auch sonst fleißigen Kindern Probleme. Einen Lernort zu schaffen, an dem sich das Kind in einer ruhigen und hellen Umgebung mit seinen Hausaufgaben beschäftigen kann, ist daher das A und O. Am besten funktioniert das mit einem ausreichend großen Schreibtisch inklusive eines ergonomisch geformten Schreibtischstuhls. Ein Fenster in der Nähe sorgt für Tageslicht und macht auch müde Kinderköpfe wieder munter.
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Feedback positiv halten

Harsche Kritik ist eines der größten Risiken, wenn es um Spaß an den Hausaufgaben geht. Eltern, die die Aufgaben ihrer Kinder kontrollieren oder bei Fragen um Hilfe gebeten werden, sollten das unbedingt im Hinterkopf behalten. Hat das eigene Kind Fehler gemacht oder berichtet es von Schwierigkeiten mit einzelnen Aufgaben, sollten Eltern Verständnis zeigen und sich dem Anliegen geduldig widmen. Es kann helfen, wenn sich Mama und Papa der Situation positiv widmen und ihrem Kind den Rücken stärken. Wer jedoch über Fehler meckert und dem eigenen Kind ein schlechtes Gefühl gibt, sorgt über kurz oder lang für Demotivation und Selbstzweifel.
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Überlastung erkennen und entsprechend handeln

Nicht immer ist es der Lernort oder eine zu kurze Pause, die die Motivation für Hausaufgaben zunichte machen. Auch kann es sein, dass Lehrer unwissentlich ein viel zu hohes Pensum ansetzen und Kinder damit schlicht überfordern. Wer merkt, dass das eigene Kind tagtäglich mehr als 45 Minuten reine Arbeitszeit mit den Hausaufgaben beschäftigt ist, sollte sich mit anderen Eltern austauschen. Sind auch deren Kinder viel zu lange an den Schreibtisch gefesselt, könnte ein Gespräch mit der jeweiligen Lehrkraft sinnvoll sein. Dann nämlich hilft nur die Verringerung der Hausaufgabenmenge. Sind andere Kinder jedoch viel schneller fertig, könnten auch Lernschwierigkeiten die Ursache für mangelnde Motivation sein. Mit Nachhilfe lässt sich dann unter Umständen wieder eine entspanntere Ausgangslage schaffen.
Text: A. W. / Stand: 06.10.2018

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