Elternsprechtag in der Schule

Zettel mit Termin für den Elternsprechtag
Was erwartet mich beim Elternsprechtag? - Foto: © Jo San


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Was ist ein Elternsprechtag?

Im Laufe jedes Schuljahres finden mindestens zwei Elternsprechtage statt, zu denen alle Eltern eingeladen werden, um sich mit den Lehrern ihrer Kinder über die schulischen Leistungen zu beraten.

Wozu dient der Elternsprechtag?

Der Elternsprechtag ist dazu da, den Eltern einen Überblick über die schulischen Leistungen und das Verhalten des Kindes zu geben. Außerdem lassen sich bei dieser Gelegenheit Probleme ansprechen, die in einem bestimmten Fach bestehen oder häuslicher Natur sind. In der Regel ist es sinnvoll am Elternsprechtag den Klassenlehrer des Kindes aufzusuchen sowie die Hauptfachlehrer (Deutsch, Mathe, Fremdsprachen) sowie Lehrer, in deren Fächern das eigene Kind schwache Leistungen erbringt. Das Gespräch am Elternsprechtag dreht sich in erster Linie um die schulischen Leistungen, häufig werden kurz vor dem Termin die mündlichen Noten bekannt gegeben, sodass sich hier Gelegenheit bietet, diese zu erörtern. Als Eltern sollten Sie daher vor dem Elternsprechtag mit ihrem Kind über dieses Thema sprechen, um keine Überraschungen zu erleben. Des weiteren können am Elternsprechtag schülerspezifische Probleme besprochen werden - gibt es Verhaltensauffälligkiten, hat das Kind Problem mit einem bestimmten Lehrer, ist ein Auslandsaufenthalt geplant oder sollte Nachhilfeunterricht genommen werden? All diese Dinge können im Rahmen des Elternsprechtages besprochen werden. Es ist übrigens zu empfehlen, dass das Gespräch nur zwischen Lehrer und Eltern geführt wird. In der Regel ist es weniger sinnvoll, wenn das Kind bei der Besprechung dabei ist. Dies ist zwar grundsätzlich möglich, doch sollten die Eltern besser anschließend mit ihrem Kind über eventuell bestehende Probleme sprechen. Natürlich können Sie als interessierte Eltern am Elternsprechtag sämtliche Lehrer Ihres Kindes aufsuchen, doch meistens sind die Nebenfächer, solange die Noten in Ordnung sind und keine Probleme existieren, zu vernachlässigen.

Vorbereitung und Planung des Elternsprechtages

Rechtzeitig vor dem Elternsprechtag erhalten alle Eltern eine schriftliche Einladung zu dieser Veranstaltung. In den meisten Schulen wird das Schreiben im Unterricht ausgeteilt. Der Erhalt der Einladung muss dann von den Eltern durch eine Unterschrift bestätigt werden. Die Eltern werden gebeten, zu vermerken, mit welchen Lehrern sie ein Gespräch wünschen und eine Terminangabe im Rahmen des Elternsprechtages zu machen. Vonseiten der Schule wird dann versucht, allen Eltern einen Termin zuzuteilen, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Auf diese Weise wird versucht, allen Eltern einen möglichst zeitsparenden Terminplan zu geben.

Ablauf

Im Rahmen des Elternsprechtages steht für jedes Gespräch nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung, daher ist es wichtig, den erhaltenen Terminplan einzuhalten. In den meisten Fällen ist die Gesprächsdauer auf 5-10 Minuten festgelegt. Sollten Sie mehr Zeit benötigen, ist es zu empfehlen, einen Gesprächstermin außerhalb des Elternsprechtags zu vereinbaren. Jeder Lehrer bietet derartige Termine an. Sprechen Sie einfach den entsprechenden Lehrer darauf an. Während des Elternsprechtages kann es vorkommen, dass sich Gesprächsbedarf mit einem Lehrer, der bisher nicht im Fokus der Aufmerksamkeit stand, ergibt. In diesem Fall sollten Sie diesen Lehrer aufsuchen, auch wenn Sie zuvor keinen Termin vereinbart haben. Ist ein Gespräch nicht direkt möglich, können Sie aber dennoch einen Termin für ein gesondertes Gespräch an einem der folgenden Tage vereinbaren.

Was erwarten die Lehrer von mir?

Viele Eltern sind vor einem Elternsprechtag nervös, weil sie nicht wissen, was eigentlich von ihnen erwartet wird. Dabei muss dies gar nicht sein, denn in der Regel verläuft das Gespräch sehr sachlich und ruhig und wer sich generell um die schulischen Belange seines Kindes kümmert, wird am Elternsprechtag auch keine Überraschungen erleben. Vielen Lehrern geht es darum, im Rahmen des Elternsprechtages, die einzelnen Eltern näher kennenzulernen und zu ergründen, ob es für etwaige Probleme eine häusliche Ursache gibt. Hat das Kind keinen Arbeitsplatz? Ist der Sportverein wichtiger als die Hausaufgaben? Gibt es Unterstützung beim Lernen für Klassenarbeiten etc. Kennt ein Lehrer den häuslichen Hintergrund, kann er bei der Bewertung der Leistung darauf Rücksicht nehmen und auch seinen Umgang mit dem Schüler entsprechend anpassen. Wichtig ist, dass Sie dem Lehrer mit Respekt begegnen, auch wenn Ihr Kind Probleme mit dieser Person hat. Konflikte lassen sich in einer ruhigen Atmosphäre deutlich besser lösen und vielleicht kann das Gespräch am Elternsprechtag Klarheit in die Sache bringen. Seien Sie außerdem offen und ehrlich. Machen Sie dem Lehrer nichts vor, sondern benennen Sie Probleme im privaten Bereich. Lehrer wissen durchaus, dass Schüler schlechtere Leistungen erbringen oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen, wenn sich die Eltern kürzlich getrennt haben oder es andere Probleme gibt. Nur auf diese Weise besteht aber die Möglichkeit, dass der jeweilige Lehrer entsprechend auf das Kind eingehen kann.
Text: D.S. / Stand: 17.05.2018

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