Elternabend in der Schule

Termin für den Elternabend in einem Kalender
Muss ich zum Elternabend? - Foto: © Birgit Reitz-Hofmann


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Muss ich zum Elternabend gehen?

Der Elternabend, auch Elternversammlung genannt, wird in Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen veranstaltet, um die Eltern über aktuellen Entwicklungen und Vorhaben der Einrichtung zu informieren. Es können aber auch Probleme oder organisatorische Punkte angesprochen werden.

In der Regel wird ein Elternabend am Anfang eines Schuljahres einberufen. In einigen Bundesländern gibt es des Weiteren Vorschriften zu Themen und der Anzahl der Elternabende. Die Eltern erhalten zu diesem Anlass eine Einladung. Einige Eltern empfinden den Elternabend in der Schule als lästig und fragen sich, ob sie wirklich erscheinen müssen. Natürlich gibt es keine Pflicht oder gar einen Zwang, an einem Elternabend teilzunehmen. Eine Teilnahme ist jedem Elternteil ans Herz zu legen, drückt sie doch das Interesse am eigenen Kind und seiner Schule aus. Außerdem gibt es eine Verpflichtung gegenüber Ihrem Kind, den Lehrern und der Schule, die Sie nicht vernachlässigen sollten. Unterschätzen sie auch nicht den Einfluss, den Sie als Elternteil auf den Schulalltag nehmen können. Einige Bundesländer beteiligen die Elternvertreter der jeweiligen Schulen an den Fachkonferenzen, in denen über Unterrichtsformen und Lehrmittel entschieden wird, bedeutende Punkte im Bereich der schulischen Bildung. Wenn Sie nicht möchten, dass über Ihren Kopf hinweg entschieden wird, bringen Sie sich in die verschiedenen Gremien ein und sorgen Sie mit dafür, dass die Bildungsmöglichkeiten für Ihr Kind das Optimum erreichen.

Wozu dient ein Elternabend und warum sollte ich hingehen?

Der Klassenlehrer lädt zum Elternabend ein, um die Eltern über die Schul- und Hausordnung zu informieren, ihnen den Lehrplan und die Lernziele des jeweiligen Schuljahres vorzustellen und sie mit verschiedenen Unterrichtsformen vertaut zu machen. Beginnt ein neues Schuljahr, stellen sich im Rahmen des Elternabends häufig auch Lehrer vor, die die Klasse neu übernommen haben. Für den Klassenlehrer dient der Elternabend auch dazu, die Eltern seiner Schüler kennenzulernen und in direkten Kontakt mit ihnen zu treten. Wenn Sie Interesse daran haben, die schulische Entwicklung Ihres Kindes aktiv mitzuverfolgen, sollten Sie diese Veranstaltung nicht versäumen. Auf diese Weise können Sie im Verlauf des Schuljahres überprüfen, ob die vorgegebenen Lernziele eingehalten werden. Außerdem können die Eltern im Rahmen einer Elternversammlung an der Entscheidung über bzw. der Planung von Klassenfahrten oder Schulausflügen beteiligt werden. Ein Elternabend kann auch einberufen werden, wenn es in der Klasse Probleme gibt, sei es mit der Disziplin innerhalb der Klasse oder einer Gruppe von Schülern. Es können aber auch Probleme im Bereich der Leistungsbereitschaft oder der Notengebung im Allgemeinen diskutiert werden. Im Rahmen der Elternversammlung werden auch Elternvertreter gewählt, die die Aufgabe übernehmen, die Interessen der Eltern und Schülern gegenüber dem Klassenlehrer und der Schule zu vertreten. Die Elternvertreter werden zum Beispiel aktiv, wenn es Probleme mit einem bestimmten Lehrer gibt oder es Punkte gibt, die die Elternschaft als problematisch ansieht, von der Schule aber nicht direkt angesprochen werden, dies können zum Beispiel Drogen oder Gewalt an der Schule sein, aber auch Mobbing oder Cliquenbildung sind in diesem Zusammenhang zu nennen.

Es besteht die Möglichkeit, dass die Elternvertreter in einem solchen Fall zu einem Elternabend einladen, um die Lehrer oder die Schule im Allgemeinen auf bestimmte Probleme aufmerksam zu machen. Eltern, denen die schulische Entwicklung und Leistung ihres Kindes am Herzen liegt, sollten die Einladung zur Elternversammlung wahrnehmen und sich aktiv am Geschehen beteiligen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die eigenen Interessen gehört und umgesetzt werden. Sich zu Hause über bestimmte Probleme aufzuregen, hitzig zu diskutieren, am Ende aber nicht aktiv zu werden ist ein bekanntes Phänomen, das leider niemandem weiterhilft. Trotzdem beklagen immer mehr Lehrer das Desinteresse der Eltern am Schulalltag ihrer Kinder.

Wozu ein Elternabend nicht dient

Als Elternteil sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein Elternabend nicht dazu dient, sich über die Leistung seines Kindes zu informieren oder spezielle schulische Probleme des eigenen Nachwuchses anzusprechen. Um derartige Fragen und Probleme zu klären, dient der Elternsprechtag, der in den meisten Bundesländern einmal pro Schulhalbjahr stattfindet. Gibt es dringende Fragen, die Sie mit einem Lehrer besprechen möchten, können Sie ein persönliches Gespräch vereinbaren. Im Rahmen dieses Gesprächs können Sie Noten oder Probleme besprechen.
Text: D.S. / Stand: 11.10.2017

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