Babypflege - Das notwendige Basiswissen

Baby mit grünem Handtuch
Einige Tipps zur Babypflege - Foto: © Svetlana Fedoseeva

Babypflege - Was braucht man?

Nicht umsonst lautet eine Redewendung "weich wie ein Babypopo". Babys Haut ist zart und empfindlich. Die Pflege des Babys unterscheidet sich durchaus von der eines Erwachsenen. Nicht alles was also für die Eltern geeignet ist, kommt daher für Babys Haut in Frage.

Baby wird gebadet
Stützen Sie den Kopf Ihres Babys beim Baden
Foto: © YouraPechkin
Unsere Haut soll uns schützen. Nach der Geburt ist der natürliche Schutzmantel dieser noch nicht vollständig ausgereift, er entwickelt sich erst nach und nach. Die Haut von Säuglingen ist wesentlich dünner und enthält besonders viel Wasser. Als Eltern merken Sie rasch, wie schnell die Haut Ihres Kindes irritiert sein kann. Eine gute Pflege ist also unerlässlich. Doch wie so oft im Leben, gilt das Motto: Weniger ist mehr. Verwenden Sie nicht zu viele verschiedene Produkte, es wäre ein unnötige Belastung für die noch junge Haut Ihres Lieblings.

Baden ist ein wichtiger Punkt in der Babypflege:

Baden Sie Ihr Kind am besten nach der Geburt die erste Zeit gar nicht. Ja, das fällt schwer, aber warten Sie zumindest, bis der Nabel abgeheilt ist. Diesen reinigen Sie bis dahin einfach mit einem feuchten Wattepad. Ein absolutes Muss: Der Nabel muss danach wieder schön trocken werden, wenn nötig benutzen Sie ruhig einen Haartrockner, das sieht albern aus, erzielt jedoch beste Ergebnisse. Babys mögen das Geräusch und die angenehme Wärme.

Ist der große Moment des Badens dann doch endlich da, reicht es dem Baby zwei- bis dreimal pro Woche "raus zu schwimmen". (Das Baby baden) Klares Wasser reicht völlig, optimal ist etwas Muttermilch im Badewasser, welches sich im Temperaturbereich von 36,5 - 37,5 Grad Celsius bewegen sollte. Sie möchten nicht auf Badezusätze verzichten? Ein gutes Molkebad für Babys oder etwas Olivenöl mit Meersalz gemischt pflegen Babys Haut am besten. In Apotheken sind auch verschiedene Ölbäder für Säuglinge erhältlich, die auf verschiedenen Pflanzenarten basieren. Zum Beispiel wirkt ein Lavendelbad auf Ihr Kind vor dem Schlafengehen beruhigend. Egal wofür Sie sich entscheiden, der Badezusatz sollte nicht schäumen, frei von Konservierungsmitteln und künstlichen Farb- und Aromastoffen sein und es versteht sich von selbst, dass nur dermatologisch geprüfte allergenarme Produkte ins Badezimmer kommen sollten. Kontrollieren Sie am besten, ob bei den Inhaltsstoffen Paraffine aufgeführt sind. Ist dies der Fall, dann Finger weg davon. (Badezusätze für Babys) Nach dem Baden tupfen Sie Ihr Kind sanft ab, trockenreiben strapaziert die Haut nur unnötig. Vergessen Sie beim "trocken legen" nicht die vielen Falten des Babyspecks. Sind zum Beispiel Achselhöhlen oder Halsfalten noch feucht, reibt die Haut an diesen Stellen und wird schnell rot. Haben Sie ein Ölbad verwendet, ist es nicht nötig nach dem Bad noch eine weitere Körperpflege anzuwenden. Das Öl lässt die Haut schön geschmeidig werden. Ansonsten empfiehlt sich eine milde Babylotion nach dem Bad. Auch hier ist die Devise: keine Konservierungsmittel, Paraffine und Co. verwenden.

Eincremen - Pflege für Babys Haut

Gesicht und Hände können Sie auch häufiger eincremen. Besonders in den kalten Monaten sorgen Wind- und Wettercremes für einen guten Schutz gegen das Auskühlen und Austrocknen der Haut. Diese Cremes für draußen dürfen kein Wasser enthalten. Sie würden den Auskühlungsprozess nur noch beschleunigen.
Cremes für Babys Po gibt es reichlich. Zu viele Hersteller dieser Produkte propagieren, dass eine tägliche Anwendung von Wundschutzcremes die beste Vorsorge gegen einen wunden Babypopo sei. Dazu sei gesagt: Was für die Kassen der Hersteller von Vorteil ist, muss nicht für Ihr Baby zutreffen. Sorgen Sie für einen trockenen Po durch regelmäßiges Windelwechseln. Nach dem Wickeln etwas Babyöl auf den Po beugt Entzündungen vor. Neigt Ihr Kind zu wundem Po, ist der Einsatz solcher Cremes bei Bedarf durchaus angebracht. Hautpflege beim Baby

Nagelpflege bei Babys

Zur Babypflege gehört nicht nur Babys Haut. Auch die Fingernägel sollten Sie regelmäßig schneiden. Für viele Eltern ist dies eine eindeutige Belastungsprobe. Ein Tipp: Solang die Babys noch klein sind funktioniert Nägel schneiden am besten während die Kleinen schlafen. Das erste Mal sollte eh nicht vor der 4. Lebenswoche an den Fingernägeln geschnitten werden. Um Kratzen zu verhindern, lassen Sie die Ärmel des Pullovers lang oder besorgen Sie sich Kratzfäustlinge. Ein Erstlingssöckchen über der Hand tut's auch. Fingernägel schneiden beim Baby

Nase und Ohren bei der Babypflege nicht vergessen!

Bekommt Ihr Kleines schlecht Luft, weil sich Nasensekret festgesetzt hat, bringt ein einfaches Taschentuch, welches etwas zusammengerollt ist, Abhilfe. Das gleiche gilt für die Ohren. Wattestäbchen sind nicht nötig. Das Ohr reinigt sich von selbst, für die äußere Ohrmuschel reicht ein Waschlappen mit Wasser. Mit Wattesstäbchen verletzten Sie das Trommelfell Ihres Babys womöglich. Möchten Sie nicht auf Wattestäbchen verzichten, so verwenden Sie nur welche, die auch für Säuglinge geeignet sind.
Ohren reinigen beim Baby

Die meisten Eltern genießen die Zeit der Babypflege besonders. Und die Kinder mögen den Körperkontakt Ihrer Eltern. Was gibt es schöneres, als ein quietschvergnügtes Baby beim Plantschen im warmen Nass zu beobachten, zumindest bis zu dem Augenblick, in dem man die Überschwemmung im Bad beseitigen muss.
Text: C. D. / Stand: 11.10.2017

Gute und preiswerte Produkte für die Babypflege bekommen Sie unter anderem bei:

  • Rossman
  • dm
  • Kaufland bzw. Kaufmarkt und anderen Supermärkten
  • Bioläden
  • Apotheken

Noch Fragen zur Babypflege? Dann schauen Sie doch mal in unser Forum!

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

[ Zum Seitenanfang ]