Familienformen im Überblick

Vater hat Spaß mit seinen Töchtern
Es gibt sehr unterschiedliche Familienformen - z.B. Alleinerziehende - Foto: © Kzenon

Beobachtet man Kinder im Kindergarten, so kann man feststellen, dass sie auch heute noch gern zusammen "Familie" spielen. Einer ist der Vater, einer die Mutter und ein drittes Kind stellt den Nachwuchs dar. Vater, Mutter, Kind - das ist auch das, was sich die meisten Deutschen unter einer Familie vorstellen. Doch die Wirklichkeit sieht oftmals anders aus und neben der klassischen Familie existieren viele weitere Lebensgemeinschaften. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Familie sehr stark verwandelt. Es ist eine Vielfalt entstanden, welche Abwechslung bringt, aber auf der anderen Seite das Leben auch komplizierter werden lässt.

Kernfamilie

Das Idealbild Familie besteht aus Frau und Mann, welche verheiratet sind und ein beziehungsweise mehrere Kinder bekommen. Diese Form des Zusammenlebens ist nach wie vor beliebt, wobei sich jedoch vielfach die Eltern erst nach der Geburt des Kindes entscheiden, vor den Traualtar zu treten. Andere Paare wiederum verbringen ihr ganzes Leben in "wilder Ehe" und sind damit voll und ganz zufrieden. Die Kernfamilie kann durch Verwandte (zum Beispiel Großeltern), welche im selben Haushalt leben, erweitert werden.

Ein-Eltern-Familie

Verschiedene Familien
Es gibt viele Familienformen - Foto: © WavebreakMediaMicro

Im Durchschnitt halten Ehen nicht mehr so lange wie noch vor 50 Jahren. In einer Zeit, in der alles möglich scheint und Werte immer weniger gelebt werden, werfen viele Paare (viel zu zeitig) das Handtuch. Zurück bleiben Alleinerziehende mit Kindern. Häufig lebt der Nachwuchs bei der Mutter; nur in seltenen Fällen bekommt der Vater das alleinige Sorgerecht zugesprochen.
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Patchworkfamilie

Sie hat einen 5-jährigen Sohn, er eine 11-jährige Tochter. Wenn Kinder mit einem leiblichen Elternteil und dem neuen Partner der Mutter oder des Vaters zusammenleben, so nennt sich das ganz modern "Patchworkfamilie". Diese Familienform tritt immer häufiger auf und kann durchaus gut funktionieren, wenn auf allen Seiten Toleranz gelebt wird.
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Pflegefamilie / Adoptivfamilie

Volljährige Personen können Kinder anderer Eltern zeitweise oder auf Dauer aufnehmen - sie werden dann zu Pflegeeltern. Pflegeeltern zu sein bedeutet eine große Verantwortung zu übernehmen und jeder, der sich dazu entscheidet, muss sich ganz auf den individuellen Fall einlassen können. Paare, welche keine eigenen Kinder bekommen können, entscheiden sich manchmal zu einer Adoption. Sie nehmen das fremde Kind wie ihr eigenes an und dieses erhält in der Familie auch die rechtliche Stellung eines leiblichen Kindes.
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Regenbogenfamilie

Als Regenbogenfamilien werden Familien bezeichnet, in denen gleichgeschlechtliche Elternteile mit Kindern zusammenleben. Meist bringt einer der Partner ein eigenes Kind mit in die Beziehung. Im Alltag gehören die Regenbogenfamilien mit Sicherheit noch zu den Exoten, dennoch steigt die Zahl der in solchen Familien lebenden Partner mit Kindern immer mehr an.
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Familie bedeutet das Zusammenleben von mindestens zwei Generationen. In unserer heutigen modernen Welt kann das auch in einer Wohngemeinschaft oder in einem Mehrgenerationenhaus geschehen. In jedem Fall stellt eine Familie einen Schutzraum dar, in dem Kinder sicher heranwachsen können und alle Familienmitglieder vom gegenseitigen Vertrauen und Respekt profitieren.
Text: K. L. / Stand: 28.03.2017

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