Schulausfall - So organisieren Sie eine Betreuung

Die Schule fällt aus!

Während Schüler bei Schulausfall jubeln: "Juhu, kein Unterricht!" raufen sich berufstätige Eltern die Haare: "Oh nein, ich habe keine Betreuung für meine Kinder!". Fällt der Unterricht unplanmäßig aus, stellt dies Eltern mit Job vor eine echte Herausforderung. Meist hilft hier nur eine Menge Spontaneität, Hilfsbereitschaft anderer Personen und geduldige Organisation.

Die häufigsten Gründe für Schulausfall:

  • Kranke Lehrer
  • Streik
  • Schnee und Eis
  • Hitze
  • Schwere Stürme
  • Hochwasser

Berufstätig und Kinder mit Schulausfall

Job, Kind und Schulausfall lassen sich nur schwer unter einen Hut bringen. Während manche Gründe für die leeren Klassenräume planbar sind, etwa bewegliche Ferientage oder angekündigte Streiks, sind Schulausfälle bei extremer Witterung meist komplizierter. Schnell muss Hilfe her, denn der Urlaub pro Jahr reicht bereits ohne Schulausfall nicht einmal für die Ferienbetreuung der Kinder. Des Weiteren ist nicht jeder Arbeitgeber so kulant, seinen Mitarbeitern frei zu geben, sei es nun bezahlt oder unbezahlt bzw. durch den Abbau von Überstunden. Mitunter lässt sich auch ein kurzfristiges Fernbleiben von der Arbeit gar nicht einrichten. So haben Selbstständige und Freiberufler nicht nur mehr Freiheiten, sondern gegebenenfalls auch mehr Verpflichtungen. Kommen andere Aufgaben wie die Pflege von Angehörigen, nicht verschiebbare Termine oder weitere Kinder hinzu, ist das Chaos perfekt. Einen Anspruch auf Freistellung aufgrund von Ausfallzeiten der eigenen Kinder in der Schule, besteht gesetzlich nicht.

Möglichst vorzeitig nach Betreuungsalternativen suchen

Kaum ein Schuljahr findet ohne Lehrerstreiks, Hochwasser oder ein Schneechaos statt. Dass früher oder später einige Schultage im Jahr eine Betreuung verlangen werden, ist schon fast vorprogrammiert. Gut vorbereitet ist, wer für diesen Fall bereits mit Nachbarn, Verwandten oder Freunden gesprochen hat und ihre prinzipielle Bereitschaft für eine eventuelle Kinderbetreuung eingeholt hat. Können Oma und Opa einspringen, gibt es eine nette Nachbarin oder befreundete Personen, die hilfsbereit sind, und im Notfall kurzfristig die Kinder beaufsichtigen?

Notbetreuung in der Schule - Hortbetreuung

Das Alter der Kinder ist beim Thema Schulausfall entscheidend. In der Regel bieten die Grundschulen bis zur vierten Klasse bundesweit in solchen Fällen eine Notbetreuung für Kinder an, deren Eltern keine alternative Aufsicht organisieren konnten. Doch nicht immer fahren bei Schulausfall auch die Schulbusse, so dass die sichergestellte Betreuung der Kinder aufgrund der fehlenden Schülerbeförderung bei manchen Eltern gar nicht ankommt. Bei weiterführenden Schulen wird die Notbetreuung zudem sehr unterschiedlich gehandhabt, jedes Bundesland und jeder Schulbezirk geht hier anders vor. Grundsätzlich geht man jedoch davon aus, dass spätestens ab der fünften Klasse Kinder auch keine Hortbetreuung mehr erhalten und dementsprechend für einen längeren Zeitraum zuhause allein bleiben könnten.

Telefonketten haben nicht ausgedient

Die guten alten Telefonketten leisten trotz Internet auch in Situationen wie spontanem Schulausfall sehr gute Dienste. So klingelt der Draht "heiß", wenn der Unterricht ausfällt: Wer kann es sich beruflich einteilen oder ist zuhause, um auch Schulfreunde mit zu betreuen? Hier steht Hilfsbereitschaft an erster Stelle.

Der Unterrichtsausfall ist nach wie vor eine Gratwanderung für Eltern: Die meisten Arbeitgeber nehmen darauf keine Rücksicht, schulisch ist nicht immer für eine Notbetreuung gesorgt und auch der Hort nimmt nicht unbedingt die Kinder unplanmäßig auf. Gerade bei Streiks soll schließlich entsprechend Druck aufgebaut werden, so dass sich etwas bewegt. Dies empfinden natürlich die Schüler mit Unterrichtsausfall toll, für die betroffenen Eltern geht es meist nicht ohne Organisation, Ärger und Hilfe von außen einher.

Wie erfährt man, ob die Schule ausfällt?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen sollten Sie Ihr Kind anhalten sich in der Schule am Schwarzen Brett täglich zu informieren. Neben dem Vertretungsplan werden dort auch so wichtige Sachen wie Unterrichtsausfall und ähnliches bekannt gegeben. Des Weiteren sollte man sich täglich in den regionalen Medien umhören bzw. umsehen. Denn sollte ein großflächiger Schulausfall anstehen, wird dieser oft über Zeitungen und Radiosender bekannt gegeben. Aber auch das Internet kann helfen! Schauen Sie doch mal beim Bildungsministerium Ihres Bundeslandes oder auch auf der offiziellen Webseite Ihres Landkreises nach. Oft gibt es eine Seite auf der über aktuelle Schulausfälle informiert wird.
Text: C. D. / K. F. / Stand: 11.10.2017

Bei Problemen in der Schule beraten Anwälte für Schulrecht Sie gern.

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