Der 6. Schwangerschaftsmonat

Text: K.L., Stillberaterin und Mutter / Letzte Aktualisierung: 19.10.2020

Frau im 6. Schwangerschaftsmonat mit Mann und Tochter
Im 6. Schwangerschaftsmonat kann auch der Papa das Baby spüren / Foto: © New Africa - stock.adobe. com

Was passiert im sechsten Schwangerschaftsmonat?

Über die Hälfte der Schwangerschaft liegt nun bereits hinter der Frau. Langsam aber sicher ist es an der Zeit die Babyausstattung zu kaufen. Neben ganz praktischen Dingen wie der Babyschale fürs Auto, dem Wickeltisch oder dem Babybettchen muss auch Bekleidung für den neuen Erdenbürger erworben werden.
Ein Part, der werdenden Müttern ganz besonders viel Freude macht! Noch ist das einkaufen gehen nicht zu mühselig, obwohl der Bauch inzwischen ganz schön gewachsen ist.

Manche Schwangere klagt nun über vermehrtes Sodbrennen. Mit einer ausgewogenen Ernährung in der Schwangerschaft kann hier etwas gegengesteuert werden. Auch Wassereinlagerungen in den Beinen treten nun häufiger auf. Eine auf Akupunktur spezialisierte Hebamme kann (nicht nur) bei diesem Problem Linderung verschaffen.
Ausreichend Bewegung an der frischen Luft sowie regelmäßige Ruhepausen fördern das Wohlbefinden der werdenden Mutter und wirken sich zudem positiv auf das Baby aus.

Die einzelnen Schwangerschaftswochen im 6. Schwangerschaftsmonat im Überblick:

Der Boxkampf beginnt - Was auch Papa spüren kann

Das Ungeborene hat inzwischen weiter an Gewicht zugenommen. Am Ende des 6. Schwangerschaftsmonates wiegt es bereits etwa 500 g und bringt es auf eine Länge von ca. 25 cm. Der Fötus hat nun einen ausgeprägten Bewegungsdrang und turnt munter in Mamas Bauch herum - umgeben von etwa 1 Liter Fruchtwasser. Manchmal tobt er sich so sehr aus, dass die nächtliche Ruhe dadurch gestört wird. Jetzt kann auch der zukünftige Papa sein Kind spüren, wenn er seine Hand auf den Bauch der Schwangeren legt.

Was passiert noch im 6. Schwangerschaftsmonat?
Die Verhärtung des Skelettes schreitet voran und auch die Zehen- und Fingernägel werden allmählich härter. Das Fettgewebe in der Unterhaut nimmt zu und die Entwicklung des Gehirnes geht rasant weiter. Als Vorübung zum späteren Saugen an der Brust lutscht der Fötus gern seinem kleinen Daumen.

Der Entbindungsort kommt zur Sprache

Auch in diesem Monat steht wieder eine Vorsorgeuntersuchung an. Das Blut der werdenden Mutter wird auf Antikörper hin untersucht und der Hb-Wert bestimmt. Auf Wunsch wird ein Glukose-Toleranz-Test durchgeführt - mittels dieses Tests soll ein Schwangerschaftsdiabetes ausgeschlossen werden. Eine Ultraschalluntersuchung ist bei einer komplikationslosen Schwangerschaft in diesem Monat nicht geplant. Wer möchte, der kann sein Ungeborenes im "Baby-Fernsehen" auf eigene Kosten betrachten.
Spätestens im 6. Schwangerschaftsmonat sollte sich die werdende Mutter darüber Gedanken machen, wo sie ihr Baby gebären möchte. Ob in der Klinik, im Geburtshaus oder zu Hause - jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile. Sind Mutter und Fötus gesund, so kann die Schwangere in der Regel selbst den für sie geeigneten Geburtsort bestimmen. Bei zu erwartenden Komplikationen und einer bestehenden Risikoschwangerschaft bleibt allerdings nur die Entbindung in der Klinik - im Idealfall mit angeschlossener Neonatologie. Infos über die Entbindungsorte

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