Der 4. Schwangerschaftsmonat

Ein Mann legt seinen Kopf auf einen Babybauch
"Merkt man da schon was?" - Foto: © Tatyana Gladskih

Die Schwangerschaftswochen des
4. Monats im Überblick:

Was passiert im dritten Schwangerschaftsmonat?

Die Konzentration des Schwangerschaftshormones hCG lässt nun nach. Als positive Folge dessen verschwindet bei den meisten Frauen die lästige morgendliche Übelkeit. Und auch eventuell vorhandene Kreislaufprobleme treten deutlich weniger auf.

Insgesamt kommt die Schwangerschaft zu Beginn des 2. Trimesters in eine stabile Phase. Die werdende Mutter fühlt sich meist fit und hat sich voll und ganz auf die anderen Umstände eingestellt. Der Bauchumfang nimmt stetig zu und auch Außenstehende erkennen nun, dass hier ein neues Leben heranwächst. Im Durchschnitt nimmt die werdende Mutter ab der 13. Schwangerschaftswoche etwa 1,5 kg im Monat zu. (Gewichtszunahme in der SS)

Die ersten Schwangerschaftsstreifen können auftreten und erscheinen als kleine, rötlich-braune Linien. Zwar können Schwangere mit einer gezielten Pflege versuchen diese kleinen Streifen zu vermeiden, doch wenn das Bindegewebe schwach ist, so lassen sie sich leider nicht ganz verhindern.

Nun kann man auch schon erkennen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird

Die Plazenta (Mutterkuchen) bildet ab diesem Zeitpunkt die schwangerschaftserhaltenden Hormone selbst. Bisher haben diese Aufgabe die Eierstöcke übernommen.

Der Fötus wächst nun rasant weiter und erreicht am Ende des 4. Schwangerschaftsmonates bereits eine Größe von rund 10 cm. Dabei bringt er durchschnittlich etwa 100 g auf die Waage. Seine Organe bilden sich weiter aus und auch die Genitalien sind bei einer günstigen Kindslage im Ultraschall bereits zu erkennen. Das Ungeborene schließt nun seine kleinen Augenlider und wird sie auch erst in 3 Monaten wieder öffnen. An seinem Körper bildet sich das so genannte Lanugohaar (auch als Wollhaar bezeichnet). Die Plazenta arbeitet kontinuierlich. Über sie bekommt der Fötus alle wichtigen Nährstoffe und Antikörper. Doch auch Abfallprodukte werden über dieses Organ ausgeschieden.

Die ersten Kindsbewegungen

Manche Frauen können gegen Ende des 4. Monates bereits die ersten zaghaften Kindsbewegungen spüren. Sie werden von der werdenden Mutter meist als leichtes Flattern wahrgenommen. Manche beschreiben es auch als ein Gefühl, als wenn ein kleiner Fisch in ihrem Inneren schwimmt. Auch im 4. Schwangerschaftsmonat steht wieder ein Vorsorgetermin beim behandelnden Gynäkologen an. Ein Ultraschall ist diesmal nicht vorgesehen - kann aber auf Wunsch auf eigene Kosten durchgeführt werden. Was viele Schwangere nicht wissen: bereits jetzt kann es sinnvoll sein, mit einer Hebamme in Kontakt zu treten. Diese wird den Geburtsvorbereitungskurs durchführen und die Nachsorge übernehmen. Termine sind meist rar - daher ist eine rechtzeitige Anmeldung sehr zu empfehlen.
Text: K. L. / Stand: 13.12.2018

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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