Die Entbindungsorte

Eine hochschwangere Frau
Wo soll ich entbinden? - Foto: © Robert Wolkaniec

Je näher der Entbindungstermin heranrückt, desto mehr wird der werdenden Mutter bewusst, dass das bevorstehende Ereignis unumgänglich ist. Ein eigenartiges Gefühl macht sich breit. Was wird da wohl auf mich zukommen? Wie werde ich mit dem Schmerz umgehen? Hoffentlich geht alles gut.

Einige Geburtsorte vorgestellt:

Die Entbindung wird kommen - Bloß wie und wo?

Alle Schwangeren empfinden derart. Durch eine gute Vorbereitung kann aber jede Frau dieses Gefühl mindern. Beginnen sollten Sie mit einem Geburtsvorbereitungskurs. Das ist eine gute Basis. Hebammen geben diese Kurse und klären auf. Sie geben Empfehlungen, wie man am besten mit Atemübungen und Entspannungstechniken der Geburt gelassener entgegengeht.

Entbindungsorte im Überblick

Meistens können Frauen wählen, wo sie wie entbinden werden. Es kann sehr hilfreich sein vor der Geburt Informationen einzuholen. Schauen Sie sich zum Beispiel die Klinik oder das Geburtshaus vorher an und lassen Sie sich alles erklären. Welche Möglichkeiten bietet wer an. Wo steht mir was zur Verfügung? Wer geht auf meine Wünsche und Vorstellungen ein? Darf ich aktiv mitbestimmen während der Entbindung? Machen Sie sich Gedanken welcher Ort für Sie am besten geeignet ist, um Ihr Kind auf die Welt zu bringen.

Entbindung in Kliniken:

Baby schaut über Mamas Schulter
Die Entbindung ist geschaffft
Foto: © Steve Lovegrove

Fast alle Kinder in Deutschland kommen in Kliniken zur Welt. Die werdenden Mütter fühlen sich dort am sichersten. Ärzte und eventuell nötige medizinische Ausrüstung greifbar nah zu haben, beruhigt die Frauen sichtbar. Obwohl sich Kliniken um ein positiveres Image bemühen, haben sie immer noch den Ruf der "Fliessbandabfertigung". Teils zu Recht, aber in den meisten Fällen sind die Krankenhausteams um eine gute Atmosphäre bemüht. Der sterile weiße Kreißsaal, in dem mehrere Frauen gleichzeitig entbinden, wurde durch gemütliche Entbindungszimmer abgelöst. Rooming - In lässt die Mütter auch auf der Wöchnerinnenstation einen engen Kontakt zu ihren Babys haben. Und auch das Angebot an alternativen Entbindungsmethoden, wie zum Beispiel einer Wassergeburt, nimmt stetig zu. Möchten Frauen die Sicherheit eines Krankenhauses mit der Gemütlichkeit zu Hause verbinden, besteht auch die Möglichkeit ambulant zu entbinden. Die frischgebackene Mutter wird dabei einige Stunden nach der Entbindung nach Hause entlassen, vorausgesetzt es gab keine Komplikationen und die Versorgung durch eine Hebamme ist gewährleistet. Mehr über die Geburt in der Klinik

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Entbindung in Geburtshäusern:

Immer größer werdender Beliebtheit erfreuen sich Geburtshäuser, die jedoch leider nicht unbedingt zahlreich in allen Regionen Deutschlands vertreten sind. Geburtshäuser werden ausschließlich durch Hebammen betreut. Selten gibt es eine angeschlossene Arztpraxis. Die Hebammen bemühen sich bewusst um eine ganzheitliche Betreuung der Frauen in der Schwangerschaft, während der Geburt und auch in der Wöchnerinnenzeit. Sie besinnen sich auf die traditionelle Art, und distanzieren sich wissentlich von Krankenhäusern. Die Geburtshäuser sind besonders behaglich eingerichtet und die persönliche Betreuung der Mütter steht absolut im Vordergrund. Häufig entbinden Frauen in Geburtshäusern ambulant. Einige Häuser bieten den Service einer Wöchnerinnenbetreuung an. Das erinnert eher an eine gemütliche Ferienwohnung mit Zimmerservice, als an hektischen Krankenhausalltag. Voraussetzung für eine Entbindung im Geburtshaus ist natürlich eine risikofreie Schwangerschaft.
Mehr über die Geburt im Geburtshaus

Hausgeburt:

Am seltensten erblicken Babys bei einer Hausgeburt das Licht der Welt. Was früher als selbstverständlich galt, wird heutzutage in unserer Gesellschaft als utopisch empfunden. Nur knapp mehr als ein Prozent der Kinder in Deutschland werden so geboren, obwohl acht von zehn Babys ohne Komplikationen geboren werden. Die Zahl ist in anderen Ländern deutlich höher. Dass Mütter in der bekannten Umgebung besser abschalten und entspannen können, ist altbekannt. Sie fühlen sich sicher und geborgen. Die Voraussetzung für eine Hausgeburt ist die Betreuung durch eine erfahrene Hebamme. Um die sollten Sie sich frühzeitig bemühen. Auch hier gilt: Eine Hausgeburt ist nicht für Risikoschwangerschaften geeignet. Die Vertrautheit der Umgebung und die Nähe der Familie erleichtert den Frauen die Wochenbettzeit und verringert das Risiko einer Wochenbettdepression. Die U2 muss jedoch von einem Kinderarzt vorgenommen werden.
Mehr über die Hausgeburt

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Vorbereitung auf die Entbindung

Haben Sie sich für einen Entbindungsort entschieden, ihn besichtigt und sich mit den Hebammen und / oder Ärzten besprochen, dann können Sie immer noch zwischen verschiedenen Arten der Entbindung wählen. Entscheiden Sie sich ruhig erst während der Geburt, ob Sie im Liegen, kniend, hockend oder im Vierfüßlerstand entbinden wollen. Fragen Sie sich, was tut mir gut und wie fühle ich mich wohl. Neben Akupunktur, Homöopathie oder Bachblüten als alternative Unterstützung der Geburt, sind auch Hilfsmittel wie breite und verstellbare Entbindungsbetten hilfreich. Zwei weitere Methoden sind der Gebärhocker und die Entbindungswanne. Bei dem Gebärhocker befinden Sie sich in einer aufrechten Position, sie bringen Ihr Kind also sitzend zur Welt. Die Schwerkraft erleichtert Ihrem Kind den Weg nach draußen. Sie können viel besser pressen.

Wassergeburten liegen im Trend. Im warmen Wasser der Gebärwanne können sich die Schwangeren sehr gut bewegen. Das Veratmen der Wehen fällt leichter. Durch das warme Wasser werden Schmerzen gelindert und das Gewebe sehr gut gedehnt, Dammrisse sind daher bei Wassergeburten seltener. Auch alte Kaiserschnittnarben werden weich. Kommt das Baby im Wasser zur Welt, ist der Schock für das Baby nicht ganz so groß. Vom Fruchtwasser gelangt es ins warme Wannenwasser, das Licht blendet nicht so hell und der Temperatursturz ist nicht allzu schlimm. Was gibt es schöneres, als so das Licht der Welt zu erblicken? Mehr über die Wassergeburt
Text: C. D. / Stand: 15.11.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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Weitere Informationen über die Geburt