Bevorzugte Lebensmittel in der Stillzeit

Mutter kauft mit Baby auf dem Arm Obst ein
Obst und Gemüse gehören zu den bevorzugten
Lebensmitteln in der Stillzeit - Foto: © Tyler Olson

Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Eine ausgewogene Ernährung ist das A und O und der Grundstein für Gesundheit und Wohlbefinden. Mit Hilfe der Muttermilch können Frauen ihr Baby auf ganz natürliche Art und Weise ernähren - genau so, wie es die Natur vorgesehen hat. Damit das Kleine und natürlich auch die Mutter selbst optimal versorgt sind, ist es wichtig, sich über die geeigneten Lebensmittel in der Stillzeit zu informieren.

Gute Lebensmittel in der Stillzeit

Doch welche Lebensmittel sind gut für stillende Mütter? Das erklären wir in diesem Abschnitt:

Obst und Gemüse

Frisches Obst und Gemüse zählen zu den wichtigsten Nahrungsmitteln in der Stillzeit. Ein süßer Apfel, eine saftige Nektarine, eine Portion Eisbergsalat oder eine knackige Karotte - es gibt viele Möglichkeiten um seinen Vitamin- und Mineralstoffbedarf zu decken. Auch wenn manche Hebamme gleich nach der Geburt mit einer Liste der "verbotenen" Lebensmittel aufwartet: generell dürfen stillende Mütter jede Obst und Gemüsesorte zu sich nehmen - allerdings sollten sie immer erst kleine Mengen davon probieren, um zu sehen, ob ihr Baby eventuell mit Blähungen oder einem wunden Po reagiert.

Getreide und Getreideprodukte

Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer, Einkorn oder Gerste - die Kraftspender aus der Natur liefern stillenden Müttern jede Menge Energie. Getreideprodukte sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und versorgen uns optimal mit Ballaststoffen. Wann immer möglich sollte zu Vollkornprodukten gegriffen werden, denn hier steckt all das Gute aus dem Keimling und den Randschalen des Getreides. Weißmehlprodukten fehlen dagegen diese wertvollen Getreidebestandteile, welche die Hauptlieferquellen von Antioxidantien, Eisen, B-Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren sind.

Milch und Milchprodukte gut für stillende Mütter

Sie lieben Käse und trinken gern ein Glas Milch? Wunderbar! Milch und Milchprodukte spenden besonders viel Kalzium, ein Spurenelement, welches unter anderem für den Aufbau der Knochen benötigt wird. Dank der großen Vielfalt findet hier jeder seine persönlichen Favoriten und kann seinen Speiseplan abwechslungsreich gestalten. Sie dürfen dabei auch ruhig zu den vollfetten Produkten greifen, wenn Sie diese in Maßen verzehren.

Fleisch und Fisch

Wir Deutschen essen meist zu viel Fleisch und Wurstprodukte. Die Folgen werden nicht selten in einem zu hohen Cholesterinspiegel und im Übergewicht sichtbar. Doch gänzlich auf Steak, Leberwurstbrote und Wiener Würstchen muss niemand verzichten. Drei Portionen Fleisch oder Wurst pro Woche und dazu ein bis zwei Fischmahlzeiten sind völlig ausreichend und genau die Empfehlung, welche auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ausspricht. Fleisch liefert wertvolles Eisen, welches für die Blutbildung notwendig ist und Fisch punktet mit Jod - einem Spurenelement, welches für eine gesunde Schilddrüse sorgt. Daneben sind besonders in fettreichem Fisch, wie Makrele, Hering oder Lachs, wertvolle Omega-3-Fettsäuren enthalten, welche die Gehirnentwicklung des Babys fördern. Um Übergewicht vorzubeugen, sollten Fleisch und Fisch bei der Zubereitung möglichst nicht paniert werden, denn in der knusprigen Panade steckt das meiste Fett.

Fette und Öle

Auch wenn die Jeans von vor der Schwangerschaft noch lange nicht wieder passen - die Stillzeit ist nicht für eine Diät geeignet. Der Körper der Frau benötigt Fett, jedoch in einem gesunden Maße. Zentimeterdicke Butter auf dem Brot sowie ein übermäßiger Konsum von Wurst und Käse (Achtung: versteckte Fette!) sollte vermieden werden. Dagegen spricht nichts gegen hochwertige kalt gepresste Öle, welche jede Rohkost verfeinern. Besonders die Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die kognitive und motorische Entwicklung des Babys.

Alkoholfreie Getränke in der Stillzeit

Früher war man der Meinung, dass stillende Mütter extra viel Flüssigkeit zu sich nehmen müssen, um eine ausreichende Milchproduktion zu gewährleisten. Heute gilt diese Annahme als veraltet und man weiß: trinken nach dem eigenen Durstgefühl reicht völlig aus und der Körper meldet sich schon, wenn die Frau zu wenig Flüssigkeit aufgenommen hat. Für stillende Mütter gilt also dasselbe wie für jeden anderen Menschen auch: mindestens zwei Liter über den Tag verteilt trinken und dabei möglichst Wasser, Saftschorle oder ungesüßte Tees bevorzugen. Tipp: die meisten Mütter werden automatisch durstig, wenn sie ihr Baby an die Brust legen. Stellen Sie also am besten für die Stillmahlzeit ein Glas Wasser bereit - so müssen Sie nicht extra aufstehen.

Sich in der Stillzeit ausgewogen zu ernähren ist gar nicht so schwer. Besonders das breit gefächerte Angebot an frischem Obst und Gemüse lässt viel Spielraum für kulinarische Kreativität. Neben all diesen gesunden Nahrungsmitteln dürfen sich natürlich auch stillende Mütter einmal ein Stück Kuchen oder ihre Lieblingsschokolade gönnen. Wenn die Basis stimmt, dann sind solche Ausnahmen absolut in Ordnung.
Erfahren Sie hier auch welche Lebensmittel Sie in der Stillzeit meiden sollten. und finden Sie weitere Tipps zur Ernährung in der Stillzeit.
Text: K. L. - Stillberaterin / Stand: 04.06.2019
[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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