Der 9. Schwangerschaftsmonat

Eine schwangere Frau bei der Arbeit
Im 9. Schwangerschaftsmonat beginnt der Mutterschutz
Foto: © Violetstar

Die Schwangerschaftswochen des
9. Monats im Überblick:

Nun beginnt der Mutterschutz

Jetzt kommt die Zeit, in der werdende Mütter wieder etwas mehr Luft bekommen. Das Ungeborene rutscht langsam tiefer ins Becken und das Atmen fällt dadurch leichter. Doch der Alltag wird nun für die Schwangere recht beschwerlich.

An ihrem großen Babybauch haben die Frauen schwer zu tragen. Sie fühlen sich unbewegliche und es kann zu Rückenbeschwerden und Wassereinlagerungen (besonders in den Beinen) kommen. Die Gebärmutter drückt nach wie vor auf den Magen, so dass immer nur kleine Speisemengen zu sich genommen werden können. Durch intensive Übungswehen bereitet sich der Körper auf den Tag X vor. Und auch die Psyche der Frau stellt sich auf die Geburt ein. So manche Schwangere verarbeitet ihre Ängste vor der Entbindung in ihren Träumen. Die Nächte sind unruhig - denn neben Grübeleien raubt auch das Ungeborene der werdenden Mutter den Schlaf. Sehen Sie's als eine "Vorübung" für das Leben mit Ihrem Baby - mit einem Neugeborenen gehört die ungestörte Nachtruhe nämlich erst mal der Vergangenheit an!
Ganz wichtig: spätestens jetzt sollte die Kliniktasche bereit stehen! Manche Kinder halten sich nicht an den errechneten Geburtstermin und im Fall der Fälle muss es dann manchmal eben schnell gehen.

Das Baby nimmt die Geburtsposition ein

Zwischen der 33. und der 36. Schwangerschaftswoche nehmen die meisten Babys ihre Geburtsposition ein und liegen mit dem Kopf voran in Richtung Becken. Nur ca. 5 Prozent der Ungeborenen befinden sich in Quer- oder Steißlage. Viel Platz zum Drehen bleibt dem Baby nun auch nicht mehr. Dennoch lebt es seinen Bewegungsdrang noch aktiv aus und tritt sowie boxt seine Mama manchmal ziemlich heftig. Die Lungenreifung ist mit Vollendung der 35. Schwangerschaftswoche abgeschlossen. Kommt das Baby jetzt zur Welt, dann gilt es zwar immer noch als Frühgeburt und muss vermutlich im Inkubator noch etwas "aufgepäppelt" werden - seine Überlebenschancen liegen aber bei nahezu 100 Prozent. Am Ende des 9. Schwangerschaftsmonates wiegt das Ungeborene ca. 3000 g und bringt es auf eine Länge von etwa 45 cm.

Vorsorgeuntersuchungen werden häufiger

In der 34. Woche beginnt der Mutterschutz. Berufstätige Frauen dürfen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr arbeiten - sollte die Schwangere dies trotzdem wollen, so muss sie sich extra dazu beim Arbeitgeber bereit erklären. Die Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt finden jetzt aller 2 Wochen statt. Das Abtasten des Bauches, die Kontrolle durch das CTG und das persönliche Gespräch mit dem Arzt - alles wie gehabt. Eventuell wird der behandelnde Gynäkologe noch einmal einen Ultraschall durchführen, um die Entwicklung des Babys und die Beschaffenheit der Plazenta genauer einschätzen zu können.
Text: K. L. / Stand: 13.12.2018

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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