Ernährung in der Stillzeit

Eltern und Baby beim Frühstück
Wie ernährt man sich in der Stillzeit? - Foto: © wildworx

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Ihres Babys! Sie haben sich dazu entschlossen, Ihr Kind zu stillen und stellen ihm somit die optimale Ernährung zur Verfügung. Muttermilch enthält alle notwendigen Vitamine und Mineralstoffe, die Ihr Baby zu einer gesunden Entwicklung braucht. Damit auch Sie gut über die Stillzeit kommen, ist es wichtig, auf Ihre eigene Ernährung zu achten.

So sollten sich stillende Mütter ernähren

Im Idealfall haben Sie sich schon während der Schwangerschaft vollwertig und abwechslungsreich ernährt. Diesem Prinzip sollten Sie auch jetzt weiter folgen.

Selbstverständlich sind Nikotin und Alkohol auch in der Stillzeit tabu - beides kann Ihrem Säugling dauerhaft schaden. Immer wieder hört oder liest man davon, dass in der Stillzeit bestimmte Lebensmittel "verboten" sind. Um es gleich vorwegzunehmen: es gibt keine "verbotenen" und "erlaubten" Speisen - jede stillende Mutter sollte probieren, auf welche Nahrungsmittel oder Getränke ihr Baby reagiert. Generell gibt es aber einige Nahrungsmittel, bei denen es häufiger zu Blähungen oder zu Hautirritationen beim Baby kommt. Dazu gehören blähende Speisen wie Blumenkohl, Rotkraut, Weißkraut, Linsen, Erbsen, Bohnen etc. und säurehaltige Früchte wie beispielsweise Orangen, Ananas, Kiwi oder Zitronen. Sehr empfindliche Babys reagieren auch auf manche Apfelsorten oder auf bestimmte Gewürze mit einem roten, wunden Po oder mit schmerzhaften Blähungen. Es wäre sicher der falsche Weg, nun auf all diese Nahrungsmittel von vornherein zu verzichten. Was also tun?

Welche Lebensmittel in der Stillzeit gut bzw. schlecht sind

Wenn Sie ein neues Nahrungsmittel einführen möchten, dann ist es sinnvoll, dies immer nur einzeln zu versuchen. Ein Beispiel: Sie haben Appetit auf eine Orange. Essen Sie zunächst nur eine Hälfte davon und warten Sie ab, ob und in welcher Weise Ihr Baby darauf reagiert. Verträgt Ihr Kind das gut, so können Sie das nächste Mal dann die ganze Frucht genießen. Wenn Sie dagegen gleich einen gemischten Obstsalat essen und Ihr Baby bekommt einen wunden Po, so stehen Sie vor einem Rätsel und wissen nicht, welche Obstsorte daran schuld war. Und so kann es sein, das die eine stillende Mutter problemlos Orangen zu sich nehmen kann, während das Baby der anderen Mutter davon einen roten Po bekommt. Und so ist es bei allen Lebensmitteln.

Um sich abwechslungsreich und gesund zu ernähren ist es notwendig, frische Lebensmittel zu verwenden. Frische Lebensmittel sind den Konserven und anderen Fertigprodukten vorzuziehen. Fertiggerichte enthalten oftmals Geschmacksverstärker und weitere unnötige Zusatzstoffe. Es ist gar nicht so schwer wie Sie vielleicht denken, einfache und dennoch schmackhafte Gerichte aus frischen Zutaten zu kochen. Und mit ein bißchen Planung hält sich auch der zeitliche Aufwand in Grenzen. Sorgen Sie unbedingt auch für Abwechslung auf Ihrem Speiseplan, denn nur so können Sie sichergehen, dass Sie selbst auch mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt sind.

Als stillende Mutter benötigen Sie zusätzliche Kalorien - dennoch sollten Sie nun nicht wahllos alles Essbare in sich hineinstopfen. Achten Sie auf Qualität und bevorzugen Sie Obst, Gemüse und gesunde Öle und Fette. Viele Mütter quälen sich nach der Geburt ihres Kindes mit Fettpölsterchen herum. Die Stillzeit ist jedoch nicht die geeignete Zeit um eine Diät auszuprobieren. Lassen Sie sich von ein paar Kilos zuviel nicht stressen und genießen Sie lieber diese ganz besondere Zeit mit Ihrem Kind zusammen.
Text: K. L. - Stillberaterin / Stand: 22.06.2017

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