Der 10. Schwangerschaftsmonat

Eine mutter hält ihr Neugeborenes im Arm
Im 10. Schwangerschaftsmonat ist es dann so weit -
Das Baby wird geboren - Foto: © NiDerLander

Die Schwangerschaftswochen des
10. Monats im Überblick:

Das Baby wird geboren

Jetzt geht es auf zum Endspurt! Nicht mehr lange und das Baby wird das Licht der Welt erblicken.

"Endlich" - so werden viele werdende Mütter denken. Auch wenn die meisten von ihnen ihre Schwangerschaft bisher genossen haben, irgendwann kommt der Punkt, an dem die Belastung durch den großen Babybauch fast unerträglich scheint. Im Durchschnitt hat die Schwangere jetzt 10 - 15 kg zugenommen und dieses zusätzliche Gewicht verursacht nicht selten Rückenschmerzen und führt dazu, dass der Alltag immer beschwerlicher wird. Doch irgendwann ist es jetzt soweit: die bisher unregelmäßigen Übungswehen verwandeln sich in regelmäßige Wehen, welche in immer kürzeren Abständen kommen und an Intensität zunehmen. Doch nicht immer sind es Wehen, welche signalisieren, dass die Geburt unmittelbar bevor steht: genauso gut kann es sein, dass zuerst die Fruchtblase platzt. Das kann schwallartig geschehen, aber auch nur tröpfchenweise, so dass die Schwangere meinen könnte, sie verliert nur etwas Urin. Die Kliniktasche steht hoffentlich schon gepackt in der Ecke und die Telefonnummern von Hebamme, Frauenarzt und Entbindungsklinik sowie der Mutterpass liegen bereit.

Das Baby ist nun "startklar"

Das Baby hat in den letzten 4 Wochen vor seiner Geburt nicht mehr viel Platz in der Gebärmutter. Seine Bewegungen werden ruhiger und es scheint fast so, als holt es nun Kraft für den beschwerlichen Weg nach draußen. Das Geburtsgewicht kann stark schwanken und liegt bei den meisten Babys zwischen 2900 und 4000 g. Und auch bei der Größe gibt es Unterschiede: im Durchschnitt bringt es ein Neugeborenes auf eine Länge zwischen 48 und 54 cm. Alle Organe sind nun fertig ausgebildet und das Ungeborene ist quasi "startklar". Seine kleine Lunge ist bereit für den ersten Atemzug und sein Immunsystem gewappnet für eventuell auftretende kleinere Infekte.

Die letzten Vorsorgeuntersuchungen

Im letzten Schwangerschaftsmonat stehen wöchentliche Besuche beim Gynäkologen an. Dieser tastet den Bauch ab und beurteilt die Lage des Kindes in der Gebärmutter. Natürlich wird zu diesen letzten Untersuchungen auch immer ein CTG geschrieben. Anhand der Überwachung der kindlichen Herztöne wird sichtbar, ob es dem Ungeborenen im Bauch der Mutter noch gut geht und wie es auf eventuell schon vorhandene Wehen reagiert. Falls es der Gynäkologe als notwendig erachtet, so wird nochmals ein Ultraschall durchgeführt. Nur ca. 5 Prozent aller Babys kommen am errechneten Geburtstermin zur Welt. Manche drängen eher ans Licht und manche lassen sich etwas länger Zeit. Ist der Geburtstermin verstrichen, so muss die Schwangere aller 2 Tage ihren Arzt zur Kontrolle aufsuchen. Sind spätestens 14 Tage nach dem Termin noch immer keine Geburtsbestrebungen zu erkennen, so wird der behandelnde Gynäkologe seine Patientin in die Klinik einweisen. Dort wird dann die Geburt künstlich eingeleitet.
Text: K. L. / Stand: 06.10.2018

Haben Sie sich auch schon überlegt, ob der werdende Vater bei der Geburt dabei sein soll?

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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Frühere Schwangerschaftsmonate: