Ferienjobs für Schüler

Jugendlicher macht Gartenarbeit
Gartenarbeit beim Nachbarn ist ein beliebter Ferienjob
Foto: © famveldman


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Arbeiten in den Ferien

Als Schüler ist man sowieso immer knapp bei Kasse. Ein Ferienjob muss her, um das Portemonnaie zu füllen und sich damit die Dinge leisten zu können, für die Eltern nur ungern oder gar nicht in die Tasche greifen wollen oder können bzw. für Dinge für die das Taschengeld einfach nicht reicht.
(Wie hoch sollte das Taschengeld sein?)

Vorteile von Ferienjobs

Primär geht es natürlich ums Geld. Doch Ferienjobs sind auch eine hervorragende Möglichkeit für Jugendliche, erste Eindrücke und Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Das beginnt bereits bei der Suche eines Jobs, seriöse Angebote müssen von unseriösen unterschieden werden. Und eine Stelle muss erst einmal gefunden werden. Wie stelle ich mich vor und wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab? Welche Unterlagen verlangt ein potentieller Jobgeber von mir?
Die beliebtesten Ferienjobs

Immer pünktlich auf Arbeit zu erscheinen und die Pflichten ordentlich zu erfüllen, erfordert Disziplin. All diese Erfahrungen werden dem Schüler später nützlich sein. Für die Eltern ist es außerdem ein schönes Gefühl zu sehen, wie ihr Kind selbstständiger wird und Verantwortung übernimmt. Nur zu leicht unterschätzen Jugendliche in der Pubertät wie lang und hart man für Geld arbeiten muss. Schüler lernen dadurch besser mit Geld umzugehen und überlegen zweimal, ob sie ihr schwer verdientes Geld aus dem Fenster werfen.

Welche Regeln gibt es für den Ferienjob?

Mädchen mit Sparschwein
Mit dem Ferienjob das erste Mal eigenes Geld verdient
Foto: © Noam

Doch nicht jeder Schüler kann den Job machen, den er favorisiert. Ferienjobs unterstehen dem Jugendarbeitsschutzgesetz und sind mit einigen wichtigen Einschränkungen verbunden. Sie dienen dem Schutz des Jugendlichen, so dass durch zu frühe schwere Arbeit körperliche und geistige Schäden nicht auftreten können. Voraussetzung für einen Ferienjob ist das Mindestalter von 13 Jahren. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren maximal zwei Stunden täglich arbeiten dürfen und dies nur mit Zustimmung ihrer Eltern und bei leichter Arbeit, wie zum Beispiel dem Austragen von Zeitungen. Ab 15 Jahren werden die Regeln gelockert. Schüler dürfen dann in den Ferien für vier Wochen pro Jahr arbeiten auf Grundlage einer 5-Tage-Woche, also 20 Arbeitstagen, Geld verdienen. Die maximale Arbeitszeit pro Tag ist auf acht Stunden beschränkt. Pro Woche dürfen vierzig Stunden nicht überschritten werden. Ab 18 sind 50 Arbeitstage pro Jahr gestattet, alles was darüber liegt unterliegt nicht mehr den Bedingungen eines Ferienjobs.

Des Weiteren sieht der Gesetzgeber vor, dass Jugendliche im Altern von 15 bis 17 Jahren nur zwischen 6 und 20 Uhr arbeiten dürfen, Ausnahmen gibt es zum Beispiel in der Gastronomie. Zwischen den Arbeitstagen muss der Arbeitgeber eine Ruhezeit von 12 Stunden gewähren. Selbstverständlich stehen auch Ferienjobbern Pausen zu. Mindestens eine halbe Stunde bei einer Arbeitszeit von 4,5 bis 6 Stunden am Tag, ab acht Stunden sogar 60 Minuten Pause.

Wieviel kann man bei einem Ferienjob verdienen?

Dem Verdienst der Schüler stehen keine Grenzen nach oben offen. Doch Vorsicht ist für die Schüler und deren Eltern geboten, wenn Maximalgrenzen überschritten werden. So kann nur ein Euro über dem Jahresmaximum von 8004,- € zu einer Rückforderung des gesamten Kindergeldes pro Jahr führen. Grundsätzlich sind Ferienjobs befreit von der Sozialversicherung, also von Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, sowie der Kirchensteuer. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, für den Schüler eine Unfallversicherung abzuschließen. Dies gilt im Übrigen auch für Privatpersonen, die Schüler zum Beispiel für das Babysitting oder im Haushalt beschäftigen. Nachfragen lohnt sich also. Steuerpflichtig werden Schüler mir einem höheren Einkommen, dies kann aber unter Umständen durch die Steuererklärung rückerstattet werden. So sind viele Details zu beachten, die vorher genau mit der Krankenkasse und eventuell dem Finanzamt geklärt werden sollten, um unfreiwillige Einbußen zu verhindern.

Bei all dem Arbeiten sollten Eltern wie auch Schüler nicht aus den Augen verlieren, dass die Schule immer im Vordergrund steht und dass die Ferien schließlich auch zur Erholung dienen sollen. Permanent Arbeiten müssen die Schüler in ihrem späteren Leben noch genug. Daher macht es Sinn, das Maß nicht zu überreizen.
Text: C. D. / Stand: 10.01.2018

Weitere Infos gibt es auch bei der Arbeitsagentur.

Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Informationen geben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an ein Arbeitsamt oder einen Steuerberater.

[ Zum Seitenanfang ]

Weitere Kinderthemen