Vorbereitung auf das Studium

Tag der offenen Tür in der Uni
Vorbereitung aufs Studium - z.B. am Tag der offenen Tür
mal die Uni besuchen - Foto: © Eisenhans


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Wie bereite ich mich auf das Studium vor?

Das Abitur steckt in der Tasche und nun steht die große weite Welt offen.

Wer ein Studium beginnen möchte, ist meistens voller Euphorie und freut sich auf einen ganz neuen Lebensabschnitt. Doch allzu blauäugig sollte niemand diesen neuen Lebensabschnitt beginnen. Um böse Überraschungen am ersten Studientag zu vermeiden, sollte sich jeder auf sein Studium vorbereiten. Dabei steht ein ganz gezieltes Wissen einzelner Themen gar nicht so sehr im Vordergrund, sondern vielmehr die organisatorischen Angelegenheiten. Damit der Studienbeginn möglichst reibungslos funktioniert, gibt es hier einige Tipps. Einige lassen sich direkt umsetzen, andere erfordern ein wenig Zeit. Es lohnt sich daher auf jeden Fall, sich nicht erst nach dem Abitur, sondern bereits einige Zeit vorher auf das Studium vorzubereiten.

Tag der offenen Tür

Die meisten deutschen Universitäten und Fachhochschulen bieten ein- oder zweimal im Jahr einen Tag der offenen Tür an, der sich speziell an Oberstufenschüler richtet. An diesem Tag bietet sich den zukünftigen Studenten die Möglichkeit, schon vor Studienbeginn einen Blick auf den Bildungsbetrieb zu werfen. Die einzelnen Fachbereiche stellen sich vor und bieten Interessierten die Möglichkeit, an Vorlesungen oder Seminaren teilzunehmen. Häufig stehen Professoren und Studenten den Schülern auch Rede und Antwort. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, welches Fach er studieren möchte, findet an einem Tag der offenen Tür viele Gelegenheiten offene Fragen zu klären. Dieser Anlass kann gleichzeitig dazu genutzt werden, die Örtlichkeiten und Räumlichkeiten der Bildungseinrichtung genauer zu betrachten.

Schüleruni und Schülerlabor

Inzwischen gibt es an vielen Universitäten in Deutschland sogenannte Schülerunis oder Schülerlabors. Hier haben Schüler unterschiedlicher Altersklassen die Möglichkeit bereits während der Schulzeit einen Blick auf den Universitätsbetrieb zu werfen und gleichzeitig ihr Wissen in verschiedenen Bildungsbereichen zu vertiefen. Die meisten dieser Veranstaltungen finden einmal wöchentlich statt, meistens am Wochenende und können von interessierten Schülern besucht werden. Die Themengebiete dieser Veranstaltungen fallen ganz unterschiedlich aus - von geisteswissenschaftlichen Ringvorlesungen über chemische Experimente bis hin zu vertiefendem mathematischen Wissen. Kinder und Jugendliche, die an diesem Bildungsangebot teilnehmen, erhalten bereits während ihrer Schulzeit einen Einblick in die Abläufe an der Hochschule, können bereits Kontakte zu Dozenten und Studenten knüpfen und finden dadurch einen leichteren Zugang zum Studium.
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Immatrikulationsbedingungen

Ein ganz entscheidender Punkt, den viele Abiturienten übersehen, sind die Immatrikulationsbedingungen der verschiedenen Hochschulen. Es gibt nicht nur den Numerus clausus (NC) als Zulassungsbeschränkung für einzelne Fächer. Für einige Studienfächer gelten an bestimmten Universitäten weitere Zulassungsbeschränkungen. So können zum Beispiel für die Zulassung für ein Studienfach bestimmte Sprachkenntnisse gefordert werden, auch Praktika sind häufig Voraussetzung zur Zulassung. Einige Universitäten fordern auch einen Eignungstest oder ein Bewerbungsgespräch. Über die genauen Immatrikulationsbedingungen informiert jede Universität. Wer sich dort einschreiben möchte, sollte sich dringend nach diesen Modalitäten erkundigen, um sich rechtzeitig darauf vorbereiten zu können. An einigen Hochschulen ist es für Studienanfänger außerdem vorgeschrieben, Studienvorbereitende Kurse zu besuchen. Diese finden in der Regel ein bis zwei Wochen vorSemesterbeginn statt und vermitteln wichtige fachliche Grundlagen, aber auch Führungen über das Universitätsgelände, durch die Bibliothek usw. gehören oft zu diesem Programm.

Die Finanzierung

Ein wesentlicher Punkt ist auch die Finanzierung des Studiums. Besteht die Möglichkeit BAföG zu beantragen oder ist die finanzielle Unterstützung der Eltern gesichert? Zwar geben sich viele Studienanfänger der Illusion hin, dass Ihr Erspartes erstmal ausreicht und sie dann einen Job annehmen, um das Studium zu finanzieren, doch oft gestaltet sich die Situation dann viel schwieriger als gedacht. Wer parallel zum Studium arbeiten muss, um die Miete oder die Studiengebühren zu finanzieren studiert in der Regel länger als seine Kommilitonen. Wer nebenbei arbeitet, um sich ein wenig "Luxus" zu ermöglichen, wie einen Kinobesuch, modische Kleidung oder ein Auto hat es da deutlich leichter. Inzwischen gibt es von Banken und anderen Kreditinstituten spezielle Konditionen für Studenten. Wer sich über die Finanzierung seines Studiums noch nicht im Klaren ist, sollte eine Beratung bei einem dieser Geldinstitute in Anspruch nehmen. Alternativ gibt es auch Stipendien, die sich nicht nur an Hochbegabte richten.
Text: D. S. / Stand: 29.11.2017

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