Die 33. Schwangerschaftswoche

Frau in der 33.SSW bei einer Massage
Denken Sie in der 33. Schwangerschaftswoche auch mal an sich! Sammeln Sie Kraft für die Geburt! - Foto: © Africa Studio - stock.adobe. com

Auf der Zielgeraden zur Geburt - die 33. SSW

Der berechnete Geburtstermin steht nun allmählich vor der Tür. Häufiger auftretende und wechselnde Beschwerden führen bei den meisten schwangeren Frauen zu Unsicherheiten und Besorgnis um das ungeborene Kind. In diesem Artikel gibt eine Ärztin einen Überblick über die relevantesten Themen rund um die letzten 7 Wochen Ihrer Schwangerschaft. Erafhren Sie hier auch wie groß und wie schwer Ihr Baby nun schon ist!

Ihr Körper in der 33. Schwangerschaftswoche - Symptome und Beschwerden

Mit dem Einbruch der 33. Schwangerschaftswoche kommt die werdende Mutter nun in den 9. Monat und befindet sich somit inmitten des letzten Trimesters. Der Fötus beginnt sich langsam aber sicher in Richtung Beckenausgang abzusenken und in die Kopflage zu drehen. Um die richtige Positionierung des Babys zu unterstützen, kommt es häufig zu sogenannten Senkwehen, die sich meist als Hartwerden des Bauches äußern, aber unbedenklich sind. Das Verlagern des Ungeborenen entlastet zwar die Atemwege der werdenden Mutter, erhöht aber den Druck auf die Harnblase, weshalb es besonders in den letzten Wochen zunehmend zu Harndrang oder gar Inkontinenz kommen kann. Durch das Fortschreiten der Schwangerschaft kann es zudem zu wechselhaften Schwangerschaftsbeschwerden wie Rückenschmerzen, Sodbrennen, Schlafstörungen, Ziehen im Unterleib und vermehrten Wassereinlagerungen kommen.

Risiken:
Sollten regelmäßige und lang andauernde Wehen auftreten, kann dies ein Zeichen einer frühzeitigen Geburt sein. In jedem Falle sollte dies von Ihrem behandelnden Arzt schnellstmöglich geklärt werden.
Bis zur Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche sprechen die Ärzte in solch einem Falle von einer Frühgeburt. Eine Frühgeburt in der 33. SSW sollte, aufgrund der unzureichend vollendeten Lungenreife des Fötus, solange wie möglich medikamentös hinausgezögert werden. Kann dies nicht gewährleistet werden, kann jedoch auch die Lungenreife medikamentös unterstützt werden.

Größe & Entwicklung vom Baby in der 33. Schwangerschaftswoche

Das Fruchtwasser erreicht um die 33. Schwangerschaftswoche seinen höchsten Stand und nimmt bis zur Geburt wieder stetig ab.

Wie schwer ist das Baby in der 33.SSW?

Das Baby ist in der 33.SSW ca. 2000 Gramm schwer und ca. 44 cm groß!
Bis zum eigentlichen Geburtstermin wächst das Ungeborene stets weiter und entwickelt zunehmend Fettreserven. Dieser Prozess ist wichtig, da die meisten Neugeborenen in den ersten Tagen, unmittelbar nach der Geburt, vorerst an Gewicht verlieren können. Die Gewichtsreduktion ist auf die Vormilch zurückzuführen, die zwar Reich an Nähr- und Abwehrstoffen, jedoch nur in geringen Mengen vorhanden ist. Erst nach einigen Tagen steht die eigentliche Muttermilch zur Verfügung und das Neugeborene kann gedeihen. Die Gewichtsabnahme ist somit kein Grund zur Sorge, solange das Neugeborene innerhalb von 14 Tagen nach der Geburt das Sollgewicht wieder erreicht.

Vorsorgeuntersuchungen in der 33.Schwangerschaftswoche

Ab der 30. SSW werden die Routineuntersuchungen alle zwei Wochen durchgeführt. ( Wissenswertes über die Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft) So wird der Stand der Gebärmutter untersucht, sowie das Gewicht und der Blutdruck der Mutter kontrolliert, um eine eventuelle Präeklampsie oder Eklampsie nicht zu übersehen. Der Urin wird auf Bakterien sowie Eiweiß- und Zuckergehalt untersucht. Ein eventueller Eisenmangel wird anhand der Hämoglobinwertbestimmung ausgeschlossen. Zudem wird die Lage des Babys mittels Tastuntersuchung und Ultraschall beobachtet. Im Ultraschall werden zudem im Rahmen des 3. Screenings, vor dem Beginn der 33. SSW, die Bewegung und die Herzaktion kontrolliert, sowie Fruchtwassermenge und die biometrischen Daten, zur Beurteilung einer zeitgerechten Entwicklung des Fötus, berechnet. Zuguterletzt wird die Lage und Funktion der Plazenta geprüft.

Was Sie selbst tun können

Folgende Verhaltensweisen können Sie zu Hause selbst durchführen, um in den letzten Wochen vor der Geburt für Entlastung zu sorgen und Sie auf den bevorstehenden Tag bestmöglich vorzubereiten.
Es empfiehlt sich ab der 33. Schwangerschaftswoche regelmäßig eine Dammmassage durchzuführen. Hier unterstützt es, wenn die Region der äußeren Schamlippen bis hin zum After mit einem Öl aus der Apotheke weich und geschmeidig gemacht wird. Anschließend sollte der Daumen tampontief in die Scheide eingeführt und mit einem anderen Finger von außen zum Daumen hin massiert werden, um so einen spürbaren Gegendruck zu erzeugen. Dieses regelmäßige Ritual kann laut Experten, gerade bei Erstgebärenden, das Risiko eines Dammrisses reduzieren.

Aufgrund der vermehrten Wassereinlagerungen raten die Experten die Beine regelmäßig hochzulegen und so den Rückfluss zu unterstützen. Zudem sollten Sie sich ausreichend Ruhe zugestehen, um für die Geburt Kräfte zu sammeln und eventuelle Beschwerden zu lindern.
Und was passiert in der 34. Schwangerschaftswoche?
Text: R.M. Ärztin / Stand: 25.04.2019
[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen der Sie untersucht hat. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt / eine Hebamme Ihres Vertrauens!]

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