Schule schwänzen

Stühle im Klassenraum
Das Schule schwänzen kann viele Gründe haben
Foto: © laytatius


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Mein Kind ist ein Schulschwänzer!

Warum geht mein Kind nicht in die Schule? Was kann ich dagegen tun und wie sieht die Zukunft aus? Viele Eltern, deren Kinder die Schule schwänzen, stellen sich diese und weitere Fragen.Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden, ob es sich um eine einmalige Angelegenheit handelt oder ob das Kind regelmäßig dem Unterricht fernbleibt. Grundsätzlich haben Eltern die Aufgabe, ihre Kinder regelmäßig zur Schule zu schicken, auch wenn es sich dabei nicht immer um eine einfache Aufgabe handelt. Da Bildung ein hohes Gut ist und die meisten Menschen auf dem Arbeitsmarkt nur eine Chance haben, wenn sie eine gute Schulbildung oder zumindest einen Abschluss vorweisen können, müssen Eltern darauf achten, dass ihre Kinder die Schule besuchen. Auf der anderen Seite können beträchtliche Geldstrafen verhängt werden, wenn Eltern dieser Aufgabe nicht nachkommen.

Gründe für das Schule schwänzen

Die Gründe, dem Unterricht fernzubleiben, sind sehr vielschichtig und variieren von Schüler zu Schüler. Häufig genannte Gründe sind Mobbing oder Angst vor Lehrern, familiäre Probleme oder Angst vor dem Versagen bei Tests. In der Pubertät kann auch die sogenannte Null-Bock-Haltung zum Schule schwänzen führen. Als Eltern können Sie an verschiedenen Anzeichen erkennen, dass Ihr Kind ein so genanntes Schulvermeidendes Verhalten an den Tag legt. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind auf einmal nichts mehr aus dem Schulalltag erzählt und auch auf Nachfrage keine Auskunft gibt. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind morgens häufig über Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen klagt und Sie bittet, es für den Tag in der Schule abzumelden. Gab es in letzter Zeit eine Häufung schlechter Noten oder kam Ihr Kind mit blauen Flecken oder zerrissener Kleidung nach Hause? Sollten Sie eines dieser Anzeichen bemerken, sprechen Sie Ihr Kind darauf an. Äußern Sie Ihre Vermutung anstatt direkt Vorwürfe zu äußern. In vielen Fällen lassen sich Probleme auf diese Weise klären, denn noch befindet sich Ihr Kind im Anfangsstadium und ist noch kein Schulverweigerer. Greifen Sie allerdings nicht ein, sondern verschließen die Augen, erhalten Sie eines Tages einen Brief von der Schule oder die Polizei steht morgens vor der Haustür. Sprechen Sie Probleme unbedingt an, auch wenn es nicht immer leicht ist! Wissen Sie selbst nicht mehr weiter, können Sie auch einen Lehrer um Rat bitten.

Was kann man tun, wenn das Kind zum Schulschwänzer wird?

Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihr Kind direkt ansprechen, sobald Sie den Verdacht haben, es könnte die Schule schwänzen. Oftmals ist die direkte Konfrontation der beste Weg. Ist Ihr Kind erst wenige Male dem Unterricht ferngeblieben, kann meistens eine Lösung gefunden werden und das Problem ist behoben. Verschließen Sie allerdings die Augen vor dem Problem, verschlimmert sich der Zustand über längere Zeit und Ihr Kind, kann im schlimmsten Fall zum Schulschwänzer werden. Wenn Schüler merken, dass keinerlei Konsequenzen auf ihr Handeln folgen, werden sie dazu verleitet, dieses Verhalten fortzusetzen. In vielen Fällen handelt es sich dabei um ein rein provokatives Verhalten, nach dem Motto "Wie weit kann ich gehen?" Gehen Sie ehrlich mit Ihrem Kind um. Geben Sie ruhig zu, dass auch Sie einmal dem Unterricht ferngeblieben sind. Fragen Sie nach dem Grund für das Schwänzen, tolerieren Sie keine faulen Ausreden, aber nehmen Sie die Probleme, die Ihr Kind äußert ernst. Bringen Sie Ihr Kind am nächsten Tag persönlich zur Schule und holen es auch wieder ab. Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Kind nicht nur einen Tag versäumt hat, suchen Sie das Gespräch mit dem Klassenlehrer. Auf diese Weise erfahren Sie, wie es um Ihr Kind steht. Geht Ihr Kind nicht mehr zur Schule, weil es gemobbt wird oder Angst vor Mitschülern oder Lehrern hat, ist ebenfalls ein Gespräch mit dem Klassenlehrer notwendig. Ist keine Lösung zu finden, kann auch ein Schulwechsel in Betracht gezogen werden.
Text: D. S. (Pädagogin) / Stand: 16.09.2019

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