Pubertät bei Jungen

Ein Junge hält einen Jungen auf der Hand
Die Pubertät ist keine leichte Zeit für Jungen - Foto: © cult12



Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Vom Jungen zum Mann

Schlagende Türen, schnippische Antworten und seltsame Ansichten - die Pubertät bei Jungen ist eine schwierige Zeit, sowohl für die Heranwachsenden als auch für die Eltern. Während der Pubertät erfolgt die Geschlechtsreife und der Junge verwandelt sich allmählich in einen Mann.
Jungen in der Pubertät können für Eltern schon mal recht anstrengend sein! Jungen durchleben diese Phase meist zwischen dem 12. und dem 20. Lebensjahr und sind somit etwas später dran als die Mädchen, welche in der Regel die ersten Anzeichen der Pubertät mit etwa 10 oder 11 Jahren spüren. Da die Entwicklung eines jeden Menschen unterschiedlich verläuft, so ist auch der Zeitpunkt der körperlichen Veränderungen verschieden. Einige Kinder sind eher "Frühstarter" und andere erleben die Pubertät etwas später als ihre Altersgenossen.
Natürlich haben wir auch einige Tipps für die Aufklärung von Jungen

Pubertät bei Jungen - Alles eine Sache der Hormone

Hormonelle Veränderungen verursachen bei Ihrem Kind während dieser Zeit sehr häufig Stimmungsschwankungen. Die vermehrte Ausschüttung des Hormons Testosteron bewirkt zudem das Wachstum der Geschlechtsorgane als auch die Produktion von Spermien in den Hoden. Der erste Samenerguss lässt nun nicht mehr lange auf sich warten und so mancher Junge wird davon einfach im Schlaf überrascht. Die Körperbehaarung beginnt sich zu entwickelt, zuerst zaghaft und dann immer stärker. Erste Schamhaare wachsen, die Achselbehaarung zeigt sich und auf der Oberlippe erscheint ein erster Flaum - der Vorbote zum richtigen Bartwuchs. Aber nicht nur die ersten Barthaare sprießen, sondern zum Leidwesen aller Jungen auch die Pickel. Mit einer angemessenen Pflege und einer gesunden Ernährung kann man diese unschönen Hautunreinheiten aber recht gut in den Griff bekommen. Neben diesen Veränderungen wandelt sich auch die gesamte Statur des Jungen. Er wirkt insgesamt nicht mehr kindlich, sondern männlicher, was sich vor allem an der Verbreiterung der Schulterpartie und der Veränderung der Gesichtszüge zeigt. Manch ein Junge bemerkt auch eine Veränderung an seiner Brust. Es kann zu einer leichten Schwellung der Brustdrüsen kommen, welche völlig normal ist und im Laufe der Pubertät wieder verschwindet. Gegen Ende der Pubertät erfolgt dann die Phase des Stimmbruchs, welcher durch eine Vergrößerung des Kehlkopfes hervorgerufen wird. Der Jugendliche hat in dieser Zeit seine Stimme manchmal nicht ganz unter Kontrolle und hat Probleme, immer die richtigen Töne zu treffen.

Pubertät - Sprechen Sie mit Ihrem Sohn darüber!

All diese Veränderungen können Angst machen, wenn ein Junge nicht darauf vorbereitet ist. Darum ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren Sohn auf die Pubertät vorbereiten und mit ihm darüber sprechen, wie sich sein Körper während dieser Zeit verändern wird. Der Fachhandel bietet gute Bücher über die Pubertät bei Jungen, so dass sich Ihr Nachwuchs auch hier informieren kann. Natürlich wird sich Ihr Sohn auch mit seinen Klassenkameraden und Freunden unterhalten - doch all dies ersetzt nicht die persönliche Beziehung zu Ihrem Kind. Aber erwarten Sie nicht zuviel: es kann sein, dass sich Ihr Kind während der Pubertät auch von Ihnen zurückzieht und mit Launenhaftigkeit reagiert. Sehen Sie's gelassen und bleiben Sie einfach gesprächsbereit. Manchen Eltern kommt es vielleicht so vor, als sei die Pubertät eine Trotzphase, ähnlich wie sie sie bei kleinen Kindern erlebt haben. In der Tat besteht hier eine gewisse Ähnlichkeit: Ihr Sohn ist jetzt dabei sich von Ihnen abzugrenzen und er bildet sich selbst über viele Dinge eine eigene Meinung. So unangenehm das manchmal auch sein mag - es ist für seine weitere Entwicklung sehr entscheidend. Und zum Trost sei Ihnen gesagt: auch die Phase der Pubertät dauert nicht ewig an. Spätestens mit dem 20. Lebensjahr ist sie abgeschlossen.
Text: K. L. / Stand: 12.10.2019

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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