Teenager und Piercings

Piercings für Teenager?

Dass Teenager nicht immer im Sinne ihrer Eltern Entscheidungen treffen, ist altbekannt.

Kommt das Thema Piercing jedoch auf den Tisch, geht es um mehr als ein zu kurzes Shirt oder die Zeiten, wann der Teenie wieder abends zu Hause erscheinen soll. Piercings sind ein schwieriges und ernstes Thema, mit dem sich Eltern auseinandersetzen müssen, auch wenn ihnen dies nicht gefällt. Was sollten Eltern zum Thema Piercing wissen und wie können sie damit umgehen?

Gehen Sie heute durch die City spazieren, und sehen sich genau um, wird Ihnen auffallen: Piercings gehören momentan zum normalen Körperschmuck dazu, wie auch Ketten und Ringe. Nun muss man selbstverständlich nicht jedem Trend Folge leisten. Doch Menschen haben sich schon immer Schmuck durch Piercings am Körper befestigt, bereits im alten Ägypten gab es ihn. Und trotzdem sehen es Eltern nur ungern, wenn ihre Kinder diesem Trend folgen. Erlebt er doch aktuell einen absoluten Hype.

Piercing nur mit Zustimmung der Eltern?

Stehen Eltern ihren Teenager-Kindern mit einem kategorischen "Nein" gegenüber und sind nicht zu einem vernünftigen Gespräch bereit, könnte dies ungeahnte Folgen für ihr Kind haben. Denn aus Trotz haben Teenies so manchen Blödsinn angestellt und sind auch gegen den Willen ihrer Eltern mit einem Piercing wieder zu Hause aufgetaucht. Jedoch wurde das Piercing womöglich von einem unseriösen und mit nicht kalkulierbarem Risiko behafteten Piercer gestochen. Also bleibt Eltern nur das offene Gespräch mit ihren Kindern. Erörtern Sie Pro und Contra. Finden Sie gemeinsam zu einer Lösung.

Ab welchem Alter dürfen sich Teenager piercen lassen?

Laut Gesetz dürfen Teeanager ab einem Alter von 14 Jahren gepierct werden, dann allerdings nur in Anwesenheit ihrer Eltern. Sind die Teenies 16 Jahre alt geworden, reicht eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern und deren Ausweis als Beleg. Spätestens wenn Ihr Kind 18 Jahre alt ist, darf es tun und lassen was es will. Seriöse Piercing-Studios halten sich an diese Regeln, schwarze Schafe wird es wohl immer geben. Die Kosten für ein Piercing schwanken je nach dem, an welcher Körperstelle sie gestochen werden. Schon ab ca. 20,- € werden Nasen- und Ohrpiercings angeboten, das Stechen der Augenbrauen oder des Bauchnabels gibt es ab ca. 60,- €.

Wo soll das Piercing sein?

Gehen Eltern den Schritt und erlauben ihrem Kind ein Piercing, so schränken sie es meist auf die Nasenwand oder die Ohren ein. Ein weiterer Schritt wären die Augenbrauen und der Bauchnabel. Piercings an der Zunge, der Lippe oder im Intimbereich erlauben nur sehr wenige Eltern ihren Kindern. Ist die Entscheidung für ein Piercing gefallen, gibt es noch viele wichtige weitere Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Eine davon: in welchem Studio sollte sich mein Sohn oder die Tochter piercen lassen?

Finden Sie ein seriöses Piercingstudio

Helfen Sie ihrem Kind, ein seriöses Studio zu finden. Hören Sie sich dafür genau um, besuchen Sie eine Piercingmesse oder fragen Sie andere nach ihren Erfahrungen. In einem guten Piercingstudio herrscht absolute Hygiene. Außerdem werden dort ausführliche Beratungen gegeben, bei denen auch auf die Risiken und die Nachbehandlung genauestens eingegangen wird. Kein Piercing ohne Unterschrift! Lassen Sie sich in verschiedenen Studios beraten. Ein absolutes Tabu sind Piercings auf Events oder Partys. Ein gutes Piercingstudio ist meist etwas preisintensiver, dafür aber auch sicherer, denn dort arbeiten Profis mit entsprechender Ausbildung, die auch von Anatomie und der nötigen Hygiene Ahnung haben. Sie verwenden nur speziellen Piercingschmuck, der aus chirurgischem Stahl, Platin oder Gold besteht und keine Allergien hervorruft.

Welche Risiken bestehen?

Dass Eltern um die Gesundheit ihrer Kinder bei einem Piercing bangen, ist nicht unbegründet und durchaus berechtigt. Nicht nur der Heilungsprozess kann bei einem Piercing langwierig und bei Entzündungen schmerzhaft sein, auch übertragbare Krankheiten wie Hepatitis B und C durch unsterile Instrumente sind gravierend. Die Folgeschäden durch Verletzungen der Nervenbahnen können zudem äußerst ernsthaft werden. Heikel sind dabei zum Beispiel: Kau- und Sprachstörungen bei Zungenpiercings, Lidstörungen bei Piercings am Auge, Nervenstörungen an den Genitalien oder bei Brustwarzenpiercings der Verschluss der Milchgänge durch Narben. Es ist also eine ganz genaue Überlegung wert, wo das Piercing platziert werden soll.

Geben Sie Ihr Einverständnis zu einem Piercing, so setzen Sie Ihrem Kind ruhig eine Frist von einer Woche, in der es die Entscheidung noch einmal genau überschlafen soll. Sind dann immer noch Eltern und Teenie absolut sicher, empfängt das Piercingstudio Ihres Vertrauens Sie und Ihr Kind sicher immer noch gern. Reue im Nachhinein lohnt sich nicht, denn die Narben bleiben für immer erhalten.
Text: C. D. / Stand: 20.04.2019

Arten von Piercingschmuck

  • Labret
  • Microdermal
  • Nostril Stud
  • Ringe
  • Stäbe

Geeignete Materialien für Piercings

  • Stahl
  • Titan
  • Nickelfreies Weißgold
  • Nickelfreies Platin
  • Gold

Kinder & Jugendliche: