Berufswahl - So unterstützen Sie Ihr Kind

Jugendlicher denkt über die Berufswahl nach
Welcher Beruf ist der richtige? - Foto: © Coloures-pic


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Welcher Beruf ist der richtige?

Jedes Kind wird schon von klein an regelmäßig gefragt, was es denn mal werden möchte, wenn es groß ist.

Und während die Kleinsten schnell und voller Überzeugung "Polizist" oder "Popstar" erwidern, fällt es den Jugendlichen deutlich schwerer, die passende Antwort zu finden. Die Berufswahl ist eine gewaltige Entscheidung, die das spätere Leben beachtlich beeinflusst. Dessen sind sich die Kinder bewusst - und umso schwerer fällt es ihnen, sich festzulegen. Auch die Eltern beschäftigt diese Frage und sie wollen ihre Kinder gerne unterstützen; ist die Berufswahl doch in der Regel die letzte große Aufgabe, bevor die Kinder flügge werden. Doch wie kann man seinen Kindern gezielt helfen? Wie weit darf man Einfluss nehmen und wann macht es Sinn, Verantwortung abzugeben?

Einen Beruf finden, der zum Kind passt

Die meisten Eltern wünschen sich für Ihre Kinder nur das Beste. Und das bedeutet bei der Berufswahl im Klartext: einen soliden Beruf, der ihnen eine finanziell unabhängige Zukunft verspricht. Doch bevor Sie Ihr Kind von einer Ausbildung zur Bankkauffrau oder von einem Studium zum Betriebswirt überzeugen, sollten Sie sich fragen, ob es wirklich das ist, was Ihr Kind möchte. Denn eine Arbeit soll nicht nur Geld, sondern auch Freude bringen. Deshalb ist es ratsam, dass Ihr Kind seine eigene Entscheidung trifft und so einen Beruf findet, der zu seinem Charakter, seinen Interessen und auch zu seinen Noten passt. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wo seine Stärken liegen, was es gerne macht und wozu es überhaupt keine Lust hat. Versuchen Sie, die Berufswahl immer positiv zu gestalten und Ihrem Kind Mut und Selbstvertrauen zu schenken. Da diese schwierige Entscheidung Zeit braucht, ist es ratsam, das Thema schon 2-3 Jahre vor dem Schulabschluss immer mal wieder anzusprechen, ohne Druck aufzubauen. Auch ein Ferienjob kann bei der Wahl helfen.

Unterstützung bei der Berufswahl

Dabei ist ein Gedanke ganz wichtig: Wie sich Ihr Kind auch entscheidet, es kann keinen "Fehler" machen. Denn die Berufswahl ist mittlerweile keine Entscheidung mehr fürs Leben. Blieb man Mitte des letzten Jahrhunderts meist ein Leben lang einem Beruf treu, so ist heutzutage ein beruflicher Wechsel gang und gäbe. Weiterbildungen, Qualifizierungen und Quereinstiege in völlig neue Berufsfelder bieten viele Möglichkeiten. Dabei gilt allerdings auch: "Wer die Wahl hat, hat die Qual". In Deutschland gibt es knapp 330 anerkannte Ausbildungsberufe sowie 14.500 verschiedene Studiengänge. (Vorbereitung auf das Studium) Informieren Sie sich mit Ihren Kindern über die verschiedenen Alternativen, helfen Sie bei der Berufswahl oder stellen Sie Kontakte zu Freunden und Bekannten her, die in geeigneten Berufsfeldern tätig sind. Vielleicht kann Ihr Kind in den Ferien einen Schnuppertag oder ein Praktikum machen. Weitere Möglichkeiten sind ein Besuch im Berufsinformationszentrum, ein Gespräch mit einem Berufsberater oder ein Coaching, in dem die Kompetenzen und Interessen des Kindes erarbeitet werden.
Weitere Infos und Tipps zur Berufswahl finden Sie auch bei der Bundesagentur für Arbeit

Hilfe beim Bewerbungsschreiben

Hat sich Ihr Kind dann auf einen Beruf festgelegt, geht es ans Schreiben der Bewerbungen. Lassen Sie Ihr Kind mit dieser Aufgabe nicht allein, aber nehmen Sie ihm auch nicht die komplette Verantwortung ab. Viele Kinder sind mit der Aufgabe überfordert und brauchen elterliche Unterstützung. Nachdem Ihr Kind das Bewerbungsschreiben möglichst eigenständig verfasst hat, können Sie noch einmal einen Blick darauf werfen und kleine Fehler korrigieren oder - bei Bedarf - Verbesserungsvorschläge machen. Und wenn Ihr Kind dann doch eine Absage erhalten sollte, seien Sie für es da, machen Sie Mut für einen weiteren Versuch und bleiben Sie selber zuversichtlich! Übrigens lernen die Kinder oft im Unterricht wie man ein Bewerbungsschreiben formuliert und gestaltet.
Text: K. D. / Stand: 19.08.2017

Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Informationen geben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das zuständige Arbeitsamt.

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