Grundschule in Deutschland

Schüler in einer Grundschule
In der Grundschule lernen Kinder Lesen, Schreiben
und Rechnen - Foto: © Christian Schwier


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Was ist eine Grundschule?

Die Grundschule schafft eine Bildungsgrundlage für das spätere Lernen und fördert die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern.

In den ersten vier Jahren werden elementares Wissen und grundlegende soziale Fähigkeiten gelehrt. Im Vordergrund stehen Lesen, Schreiben und Rechnen, was gezielt erworben werden muss. Schritt für Schritt werden die Grundschulkinder an ein systematisches Lernen herangeführt. Zusätzliche Fächer im künstlerischen und sportlichen Bereich sollen zudem Interessen und Talente fördern. Neben der Bildung werden auch psychomotorische Fähigkeiten entwickelt. Die Kinder sollen in der Grundschule so gefördert werden, dass sie befähigt sind, in ihrer späteren Laufbahn selbstständig zu denken, zu handeln, zu lernen und zu arbeiten. Sie lernen das menschliche Miteinander und Zusammenwirken. Dies ist insbesondere für spätere Teambildungen in der Ausbildung und im Beruf wichtig. Sie erwerben so eine Basis für ihre weitere Schullaufbahn und das spätere Leben.

Ab welchem Alter besuchen Kinder die Grundschule?

Eingeschult werden Kinder, die jeweils zum Ende des Monats Juni das 6. Lebensjahr vollendet haben. Kinder, die das 5. Lebensjahr vollendet haben sowie körperlich und geistig ausreichend entwickelt sind, können ebenfalls mit Beginn des folgenden Schuljahres eingeschult werden.
[Mehr über die Vorzeitige Einschulung]
Alle schulpflichtigen Kinder werden in die Grundschule aufgenommen. Die Grundschulzeit dauert in der Regel vier Jahre. Je nach Entwicklung und Lernfähigkeit bzw. bei einer entsprechenden Notwendigkeit ist es den Kindern möglich, die erste und zweite Klasse ein- bis dreimal zu wiederholen. Damit soll gewährleistet werden, dass auch lernschwache Kinder das spätere Schulpensum der Oberstufe absolvieren können. In Einzelfällen können auch Sonderschulen im Primarbereich besucht werden. Meist werden bei diesen Kindern bereits im Vorschulalter Defizite oder Lernschwächen festgestellt, sodass der Besuch einer Sonderschule empfohlen wird.

Vorbereitung auf die Grundschule

Welcher Lehrstoff wird vermittelt?

In den ersten beiden Schuljahren führt zumeist ein Lehrer, der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin, den gesamten Unterricht durch. Damit haben die Kinder eine Bezugsperson und fassen schneller Vertrauen bei auftretenden Fragen und zu erledigenden Aufgaben. Ab der dritten Schulklasse unterrichten zunehmend Fachlehrer die jungen Schüler. Hier werden sie nunmehr auf den künftigen Sekundarbereich vorbereitet, in dem es für jedes Fach einen Fachlehrer gibt. Mit jedem Jahr kommen weitere Schulfächer auf den Stundenplan. Generell werden in den Schuljahren 1 bis 4 die Fächer

  • Mathematik
  • Deutsch
  • Heimat- und Sachkunde
  • Werken bzw. textiles Gestalten
  • Musik
  • Kunst
  • Sport
gelehrt. Darüber hinaus gibt es an vielen Schulen die sogenannten Arbeitsgemeinschaften, in denen sich interessierte Kinder mit Wahlthemen beschäftigen können. In der heutigen Zeit gehört selbstverständlich der Englischunterricht ab dem dritten Schuljahrgang zum Pflichtunterricht dazu. Besonderer Wert wird dabei auf die Entwicklung der Sprachfähigkeit sowie den Ausdruck gelegt. Grammatikalische Hintergründe werden erst in der Oberstufe wichtig.
Text: St. H. / Stand: 04.06.2019

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