Realschulen in Deutschland

Text: St. H. / Letzte Aktualisierung: 06.07.2019

Schüler in einer Realschule
Schüler in einer Realschule / (Foto: © Kzenon - stock.adobe. com)

Was ist eine Realschule?

In der Realschule erwerben Schüler und Schülerinnen eine allgemeine erweiterte Bildung. Ziel ist es, praktische Fähigkeiten auszubauen sowie theoretische Zusammenhänge zu verstehen. In der 6. Klasse wird eine zweite Fremdsprache hinzugenommen, die für eine spätere Ausbildung von großer Bedeutung sein kann. Englisch wird als erste Fremdsprache grundsätzlich an allen Schulen vermittelt, sodass als zweite Fremdsprache Französisch, Spanisch, Niederländisch, Russisch oder andere Sprachen in Frage kommen. Die Angebote an den Schulen sind hier unterschiedlich.

Die Realschule beginnt mit der 5. Klasse und schließt sich an die Grundschule an. Der Besuch der Realschule wird vorab von der Grundschule empfohlen und in Absprache mit Lehrern und Eltern bestätigt. Manchmal kann es vorkommen, dass die Zahl der Kinder die Aufnahmekapazität übersteigt. In diesem Fall werden meist mehrere Jahrgangsstufen gebildet, um die Klassen nicht zu groß werden zu lassen. Bekanntlich erbringen Schüler in kleineren Klassengruppen bessere Leistungen, da sie häufiger gefordert werden und ein besseres Selbstvertrauen aufbauen können.

Welcher Lehrstoff wird vermittelt?

Die Klassen 5 und 6 der Sekundarstufe 1 bilden die sogenannte pädagogische Erprobungsstufe. In diesen zwei Jahren werden die Schüler an die neuen Unterrichtsmethoden der Oberstufe herangeführt und knüpfen an die gesammelten Erfahrungen und Fertigkeiten der Grundstufe an. Die Schule beobachtet und fördert die Schüler in dieser Zeit besonders stark. Es sollen besondere Kenntnisse und Fähigkeiten herauskristallisiert werden, um die anschließende Schulform für jeden Schüler individuell festzulegen. Am Ende der 6. Klasse entscheidet eine Versetzungskonferenz der Schule anhand der erbrachten Leistungen sowohl über die Versetzung in die siebte Klasse der Realschule als auch über die Eignung, eine andere Schulform, wie die Hauptschule oder das Gymnasium, zu besuchen. In einem Beratungsgespräch mit den Eltern der Schüler wird über eine entsprechende Versetzung diskutiert. Bis zum Beginn der neunten Klasse sind eine Versetzung oder ein Schulwechsel möglich.

In der Realschule sind im Rahmen des Pflichtbereiches folgende Fächer vorgeschrieben:

  • Deutsch
  • Erdkunde
  • Geschichte
  • Politik
  • Mathematik
  • Biologie
  • Physik
  • Chemie
  • Englisch
  • Musik
  • Kunst
  • Textilgestaltung
  • Religionslehre
  • und Sport

Zu den normalen Unterrichtsfächern werden Ergänzungsunterrichtsstunden und Wahlpflichtunterricht angeboten, z. B. in den Fächern Mathematik, Physik, Informatik, Deutsch, Englisch, den Natur- und Sozialwissenschaften sowie dem musisch-künstlerischen Bereich. Optional können Schüler auch eine zweite Fremdsprache oder das Fach Hauswirtschaft ab Klasse 9 wählen. Damit kommen die Schulen den Interessengebieten der Schüler entgegen und fördern zugleich besondere Fähigkeiten.

Abschlüsse in der Realschule

In der Realschule werden alle Abschlüsse der Sekundarstufe 1 erworben. Dies kann zum einen der mittlere Schulabschluss (mit Fachoberschulreife) nach der 10. Klasse sein - der bei guten Leistungen zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt, ein dem Hauptschulabschluss nach 10 Klassenstufen ähnlicher Abschluss sowie ein, dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Abschluss.
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Schulformen:

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