Lesemuffel

Mutter liest Kindern vor
Mit gemeinsamem Lesen kriegt man auch Lesemuffel zum Bücher lesen - Foto: © JenkoAtaman

Erfahren Sie in diesem Artikel wie man Kinder zum Lesen bringen kann. So macht auch einem Lesemuffel das Bücher lesen Spaß:

So kann man Kinder zum Lesen bringen

In vielen Familien ist regelmäßiges Lesen ein wahres Streitthema. Eltern wissen, dass ihre Kinder zu Büchern greifen müssen, um das Lesen nicht nur besser lernen, sondern auch weitere positive Aspekte daraus ziehen zu können. Was aber, wenn die eigenen Kinder schon beim Gedanken an ein Buch müde abwinken? Mit einigen Kniffen schaffen es Eltern auch in dieser Situation, Büchern einen "cooleren" Anstrich zu verleihen.
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Lesen ist eine wertvolle Freizeitbeschäftigung

Die Gründe für den regelmäßigen Griff zu Büchern sind vielfältig. Nicht nur Erstleser profitieren vom Üben, denn auch später vergrößert Lesen die Fähigkeiten. So verbessert sich durch das Lesen von Büchern die Lesegeschwindigkeit und auch das Vorlesen fällt leichter. Und können Kinder bereits gut lesen, unterstützen Bücher das Allgemeinwissen und helfen dabei, den Wortschaft zu vergrößern. Kinder, die häufiger Bücher entdecken, schreiben im Allgemeinen kreativer und sind auch im alltäglichen Umgang mit anderen Menschen oft wortgewandter.
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Gemeinsam Lesen macht mehr Spaß

Fällt das Lesen alleine schwer, sollten Eltern darüber nachdenken, eine kleine Lese-Gemeinschaft zu gründen. Mit jüngeren Kindern können Eltern beispielsweise ein und dasselbe Buch gleichzeitig lesen und sich beim Vorlesen abwechseln. So erfahren Kinder, dass das Entdecken von geschriebenen Geschichten viel Spaß macht und erleben, wie in Büchern Spannung aufgebaut wird. Durch die direkte Begleitung von Mama und Papa bleiben Kinder motivierter und lernen, dass sogar eine so "langweilige" Beschäftigung sehr viel Spaß machen kann.

Sind die Kinder bereits älter, ist abwechselndes Lesen meist nicht mehr angemessen. Dann hilft es, gemeinsam Bücher auszusuchen, die interessant klingen und diese nacheinander zu lesen. So können Kinder sich mit ihren Eltern über das Buch austauschen und ihre Eindrücke teilen. Das ist nicht nur im Hinblick auf das Lesen an sich motivierend, sondern stärkt auch die Eltern-Kind-Bindung.

Kinder sollten Bücher selbst auswählen dürfen

Die Bereitschaft zum Lesen vergrößert sich, wenn die Inhalte eines Buches interessant für das jeweilige Kind sind. Nur wenige Jungen möchten Ponygeschichten lesen, während Mädchen im Erstlesealter mit Robotern oder Dinosauriern nur wenig anfangen können. Zusammen in ein Büchergeschäft oder auch eine Bücherei zu gehen und dort die Regale zu durchstöbern, ist daher eine gute Idee. So können Kinder vor Ort herausfinden, welche Geschichten sie besonders ansprechen und worauf sie keine Lust haben. Oft kristallisiert sich dabei schnell eine konkrete Richtung heraus, an der sich die künftigen Bücherwünsche orientieren können.

Bewusst nach Lese-Aktionen suchen

Fest steht, dass Lesen nicht mit Zwang in Verbindung stehen sollte. Eltern, die regelmäßig mit ihren Kindern diskutieren und sie mit der Androhung von Konsequenzen zum Aufschlagen eines Buches bringen wollen, vergrößern den Unwillen. Besser ist es, das Lesen entspannt zu betrachten, nach interessanten Inhalten zu suchen und selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. So könnte beispielsweise ein Abend in der Woche zum Familien-Leseabend erklärt werden. Mit kleinen Snacks machen es sich dann alle Familienmitglieder gemütlich und schmökern für einige Zeit in ihren Büchern.

Auch außerhalb der Familie gibt es häufig Aktionen, die zum Lesen anregen sollen. Vorlesezirkel in Büchereien oder auch Buch-Clubs für Kinder und Jugendliche rücken das Lesen in den Mittelpunkt und zeigen, dass das gemeinsame Interesse an Büchern keinesfalls "uncool" ist. Und vielleicht finden sich auch Freunde, die mitkommen möchten. Das wiederum stellt einen zusätzlichen Anreiz dar und sorgt zeitgleich dafür, dass sich Kinder in der kleinen Lesergemeinschaft wohler fühlen.

Lesemuffel mit Ebooks motivieren

In der heutigen modernen Zeit sind Bücher langweilig. Das muss nicht sein! Viele Bücher gibt es auch als Ebook - also elektronisches Buch. Man kann diese oft mit einer App fürs Smartphone oder einem Ebook-Reader lesen. Der E-book-Reader hat in diesem Fall den Vorteil, dass Kinder nicht abgelenkt werden. Sie können sich voll und ganz auf das Buch konzentrieren. In einigen Ebook-Readern gibt es auch spezielle "Kinderprofile". So bekommen die Kleinen beispielsweise Abzeichen oder andere Auszeichnungen, wenn sie ihr Leseziel, das von den Eltern eingestellt werden kann, erreichen. So macht es dem ein oder anderen Lesemuffel dann doch Spaß ein Buch zu lesen.
Text: A. W. + K. F. / Stand: 15.11.2018

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