Kreativität von Kindern fördern

Zwei Kinder beim Malen und Basteln
Kreativität von Kindern fördern - Foto: © frankoppermann


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So werden Kinder kreativ

Früh übt sich! Ob Schokoladenmalereien an der Wand, Farbspuren auf dem Stubentisch oder Mamas Lippenstift verteilt im Gesicht, nach diesem Motto haben schon viele Kinder ihre Kreativität entdeckt.

Ab einem bestimmten Alter kann man diese frühkindlichen "Malereien" ausbauen und fördern. Gibt man einem Kind beispielsweise ein Blatt Papier und ein paar Farben in die Hand, wird man mit Erstaunen feststellen, wie kreativ es sein kann. Anfangs sind es vielleicht wilde Farbstriche ohne große Bedeutung. Aber dem Kind macht es einfach Spaß, den Stift oder den Pinsel frei über das Papier zu schwingen. Das motiviert und darauf kommt es an!
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So können Kinder Kreativität lernen

Ganz verschiedene Gegenstände und Materialien, wie Sand, Holz, Papier, Stoffe etc., sind für den Lernprozess geeignet. Durch eine Kombination verschiedener Farben, Klänge, Formen und Gerüchen, lassen sich die Kreativität und die Fantasie ausbauen. Um schöpferische Ideen des Kindes zu fördern, muss zunächst das Gehirn angeregt werden. Es muss lernen, nicht immer alles so zu tun, wie es andere machen. Ein Kind muss nicht hochintelligent sein, um etwas Kreatives, Ausgefallenes zu schaffen! Kinder sollen und müssen alles ausprobieren, Grenzen testen, Erfolge haben, Niederlagen verschmerzen und wieder von vorne beginnen.

Um das logische Denken und das Erinnerungsvermögen zu fördern, eignen sich beispielsweise Holzbausteine hervorragend. Beim Aufbauen entdeckt das Kind immer neue Varianten. Generell lernt es aus allen Situationen für sich dazu. Es erfährt zudem, dass nicht immer alles ist, wie es scheint und dass es maßgeblich dazu beitragen kann, etwas zu verändern. Kreative Kinder sind auch später kreative Menschen. Sie haben Selbstvertrauen, sind lebendig, haben die Gabe zuzuhören und sind erfinderisch im Leben. Mit der im Spiel erworbenen Fähigkeit, sich auf eine Sache zu konzentrieren, lernen sie oft besser und können sich im späteren Berufsleben leichter in ein Team einfügen.

Eltern können die Kreativität fördern

In erster Linie sind natürlich die Eltern für die Förderung verantwortlich. Leben sie dem Kind eine unkonventionelle Lebensweise vor, ist dies meist ein erster wichtiger Schritt. Darüber hinaus spielen die Begriffe Vertrauen und Zutrauen eine große Rolle. Wenn also ein Kind etwas probieren möchte, so soll es die Gelegenheit dazu erhalten. Geht ein Versuch daneben, so ist es an den Eltern, ihr Kind zu trösten und ihm zu erklären, wie es richtig geht. Es sollte in ganz normale Lebensabläufe einbezogen werden, denn nur so kann es lernen und Selbstvertrauen aufbauen. Wenn es dabei auch noch Spaß macht, bleibt es dem Kind für immer in positiver Erinnerung.

Ein Beispiel: Eine Familie befindet sich in der Vorweihnachtszeit und möchte Plätzchen backen. Die fünfjährige Tochter hat sich eben mal Mutters Schürze übergestülpt und möchte helfen. Papa und der dreijährige Sohnemann gesellen sich auch noch hinzu. Was folgt, wird jeder ahnen. Auf der Arbeitsfläche wird großzügig Mehl ausgebreitet und der Teig darauf ausgerollt. Munter werden mit allerhand Förmchen kleine, große, dicke und dünne Plätzchen ausgestochen. Der Papa flachst nur herum und der Kleine steckt sich den ausgestochenen Teig gleich so in den Mund. Das Mehl fliegt in alle Richtungen und alle sehen irgendwann aus wie kleine Schneemänner. Aber es sind eben genau solche Situationen, die zusammenschweißen, Kindern wertvolle Lernmöglichkeiten bieten und die Kreativität fördern.
Text: St. H. / Stand: 11.10.2017

Kreatives für Kinder

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