Mittagsschlaf für Kinder

Kleiner Junge macht Mittagsschlaf
Bis zu welchem Alter sollten Kinder Mittagsschlaf machen?
Foto: © S.Kobold


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Erholungspause für Kind und Eltern

Dass Babys ihren Schlaf brauchen, wissen Eltern spätestens dann, wenn ihr Kind zu regelmäßigen Zeiten quengelt und weinerlich ist. Neben der nächtlichen Ruhe ist der Mittagsschlaf sehr wichtig, damit der Nachwuchs entspannen kann und die Erlebnisse der vorangegangenen Stunden verarbeitet. Und auch Eltern nutzen, wenn möglich, die kurzen Verschnaufpausen, um neue Kraft für die Betreuung ihres Kindes zu sammeln. Lesen Sie auch: Schlafenszeiten für Kinder

Bis zu welchem Alter ist ein Mittagsschlaf sinnvoll?

Der Schlafbedarf eines Kindes verändert sich mit zunehmendem Alter. Erschwerend für Eltern kommt hinzu, dass Kinder sehr individuell Schlaf benötigen. Während manche Babys und Kleinkinder bis zum Alter von 18 Monaten noch zwei Schläfchen während des Tages benötigen, entscheidet sich ein Viertel aller Kinder mit zwei Jahren gänzlich auf ihren Mittagsschlaf zu verzichten. Solange der Nachwuchs dennoch ausgeglichen ist und auf die 11 - 13 Stunden Schlaf täglich kommt, brauchen sich Eltern keine Sorgen zu machen. Schwieriger wird es, wenn die Kinder aufgrund von Schlafmangel während des Tages an Konzentrationsstörungen leiden. Spätestens dann müssen Lösungen her.

Wie lange sollte der Mittagsschlaf dauern?

Dauert die Einschlafphase eines Kindes länger als 20 Minuten, hat es den Schlaf wahrscheinlich noch nicht nötig und ist schlicht weg zu munter zum Schlafen. Mitunter hat aber auch der Input des Vormittags das Kind überreizt und es findet keine Ruhe. Bei zu viel Programm durch Fernsehen, aufregende Ausflüge oder spannende Erlebnisse fällt Kindern das Einschlafen schwer. Obwohl das Kind dann eindeutige Zeichen für Müdigkeit zeigt, will der Mittagsschlaf nicht gelingen. Teilweise passt der Familienalltag nicht zur inneren Uhr des Nachwuchses. Kommt Mama erst spät von der Arbeit oder muss das Geschwisterkind von der Schule abgeholt werden, hat das kleine Kind den Punkt des Einschlafens völlig überwunden oder durch ein kurzes Nickerchen im Auto bzw. dem Kinderwagen neue Kraft getankt.
Wie lange so ein Mittagsschlaf dauern sollte hängt ganz von den Gewohnheiten der Familie und des Schlafbedürfnisses des Kindes ab. Wie schon beschrieben möchte viele 2-jährige Kinder schon keinen Mittagsschlaf mehr machen. Idealerweise dauert das Nickerchen 1 - 2 Stunden. Es sollte am Mittag, am besten nach dem gemütlichen Mittagessen stattfinden. So ist die Zeit bis es abends wieder ins Bett geht lang genug.

Erholungszeit statt Mittagsschlaf

Häufig schlafen Kinder im Kindergartenalter mittags nicht mehr, nur ein Viertel sehnt sich auch noch mit sechs Jahren nach dem erholsamen Schläfchen im Anschluss an das Mittagessen. Dennoch brauchen die Kleinen etwas Zeit, um körperlich und geistig auszuruhen. Eine Pause mit stiller Beschäftigung ist dabei eine erfolgversprechende Alternative. So könnte der Sohn oder die Tochter ein Buch anschauen, malen oder ein Hörbuch bzw. Entspannungsmusik genießen. In dieser Zeit, die in der Regel eine halbe Stunde beträgt, kommen auch die Eltern ein wenig zur Ruhe.

Liebenswerte Rituale helfen auch beim Mittagsschlaf

Zunächst sei gesagt, dass die mittägliche Ruhe zu einer regelmäßigen Zeit stattfinden sollte. Zwischen dem Nickerchen und dem abendlichen Zubettgehen müssen mehr als vier Stunden liegen, sonst wird zumeist das Einschlafen nach dem Sandmännchen zum Kraftakt für Eltern und Kind. Rituale wie ein Fingerspiel oder ein kleines Lied bringen Sicherheit. Selbst das Anziehen des Schlafanzuges kann für die Kleinen das "Signal" zum Schlafen sein. Um den Tag- und Nachtschlaf zu unterscheiden, hilft es mitunter, das Kind mittags im elterlichen Bett schlafen zu lassen. Auch muss der Raum nicht vollkommen verdunkelt sein. Weitere Schlafrituale bei Kindern

Der Mittagsschlaf nimmt eine tragende Rolle bei der körperlichen und geistigen Entwicklung von Kindern ein. Der Schlafbedarf der Kinder ist jedoch sehr unterschiedlich und verringert sich mit zunehmendem Alter.
Text: C. D. / Stand: 25.04.2019

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