Schlafrituale bei Kindern und Babys

Mama liest Sohn eine Gute Nacht Geschichte vor
"Mama liest mir jeden Abend eine Gute Nacht Geschichte
vor!" - Foto: © matka_Wariatka


Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel:

Warum Rituale beim Schlafen gehen so wichtig sind

Kinder brauchen Rituale. Sie geben ihnen Sicherheit und schenken Vertrauen. Rituale sind in allen Bereichen des Lebens sinnvoll. Jede Familie hat so ihre eigenen Rituale, doch vor dem Schlafengehen widmen sich eigentlich alle Eltern noch einmal ganz intensiv ihren Kindern. Diese Zu-Bett-Geh-Zeremonie hilft den Kindern, mit dem Tag abzuschließen und in Geborgenheit und Liebe ins Land der Träume zu gleiten.

Sind auf der allabendlichen To-Do-Liste Waschen, Zähne putzen und Toilettengang abgehakt, so geht es ins Bett. Doch wer will schon gleich einschlafen, ohne noch einmal mit Mama oder Papa zu kuscheln, etwas vorgelesen zu bekommen oder zu singen? Selbst größere Kindern schätzen diese Zeit und nehmen sie als Gelegenheit, um über den Tag und eventuelle Sorgen oder Ängste zu sprechen. Die gemütliche abendliche Atmosphäre ist dafür bestens geeignet und in solch einer Situation fällt es leichter, gewisse Dinge anzusprechen. Wichtig sind auch Feste Schlafenszeiten

Die Gute Nacht Geschichte

Auch kleinere Kinder schätzen den Austausch mit den Eltern, doch bei ihnen stehen andere Dinge im Vordergrund. So wird die Gute-Nacht-Geschichte von fast allen Kids mit Spannung erwartet. Der Buchhandel hält wunderschöne Bücher für Kinder bereit, welche neben ansprechenden Texten auch liebevolle Illustrationen bieten. Welches Buch vorgelesen wird, das kann gemeinsam mit dem Kind entschieden werden. Es sollte jedoch nicht zu aufregend sein, denn Sinn und Zweck des Vorlesens ist ja, das sich das Kind beruhigt und nicht das es vor lauter Angst und Spannung nicht einschlafen kann oder schlecht träumt. Was viele nicht wissen: selbst wenn ein Kind schon lesen kann, so ist die Gute Nacht Geschichte dennoch ein schönes Ritual. Die Stimme von Mama oder Papa beruhigt, das Kind muss sich nicht anstrengen und kann einfach nur zuhören.

Das Schlaflied

"Schlaf, Kindlein schlaf, der Vater hüt' die Schaf..." So beginnt ein bekanntes Gute-Nacht-Lied, das Sie sicherlich noch aus Ihrer eigenen Kindheit kennen. Dem Kind vor dem Schlafengehen ein Lied vorzusingen - dieses Ritual haben viele Familien eingeführt. Gesungen werden können nicht nur Schlaflieder; auch alle anderen Lieder, welche eine beruhigende Melodie haben, kommen in Frage. Schnell lernt das Kind ganz nebenbei den Text und bald kann es mitsingen.

Beliebte Gute Nacht Geschichten:

  • Grimms Märchen
  • Der Zauberer von Oz
  • Alice im Wunderland
  • Bambi
  • Lauras Stern
  • Winnie Puuh

Beliebte Schlaflieder:

  • Weißt du wieviel Sternlein stehen?
  • Guten abend, gute Nacht
  • Suse, liebe Suse
  • Der Mond ist aufgegangen
  • Der Sandmann ist da

Schlafrituale bei Babys

Baby schläft
Auch für Babys sind Schlafrituale wichtig
Foto: © Patrizier-Design

Schon kleine Babys brauchen Schlafens-Rituale. Sie helfen entscheidend dabei den Tag-Nacht-Rhythmus zu finden und sind ein schöner Abschluss des Tages. Neben dem Singen von Schlafliedern soll hier kurz auf die Spieluhr eingegangen werden. Eine Spieluhr ist meist in ein kuscheliges Plüschtier integriert und wird durch ziehen an einer kleinen Schnur aktiviert. Die Melodie sollte nicht zu laut sein und einen beruhigenden Touch haben. Jedes mal, wenn das Baby in sein Bettchen gebracht wird, wird die Spieluhr aufgezogen. Bald schon kann das Kind seine Spieluhr selber aufziehen und sich so Beruhigung verschaffen.

Das Gute Nacht Gebet

In christlichen Familien gehört das Gute Nacht Gebet zum Tagesabschluss.

Je nachdem, wie alt der Nachwuchs ist, kann das Kind entweder das Gebet selbst sprechen oder die Eltern beten für ihr Kind. Im Gute Nacht Gebet wird der Dank für den Tag ausgedrückt und es kann für die Familie, Freunde oder Bekannte gebetet werden.

Obwohl ein Ritual eine Handlung ist, die wiederkehrend vorkommt, so sollte man doch von Zeit zu Zeit schauen, ob der Inhalt des Rituals noch dem Alter des Kindes entspricht. Manch 10-jähriger findet es vielleicht langsam albern, wenn Mama an seinem Bett ein Schlaflied singt. Vielleicht mag er stattdessen über die Schule sprechen oder vorgelesen bekommen. Ganz wichtig: bleiben Sie im Gespräch mit ihrem Kind und beobachten Sie sein Verhalten. Sie merken sicher ganz schnell, wenn dem Kind etwas nicht gefällt oder es andere Vorstellungen vom Einschlaf-Ritual hat.
Text: K. L. / Stand: 12.02.2019

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