Ein Geschwisterchen kommt

Eltern mit Kleinkind
Und da soll ein Baby drin sein? - Foto: © runzelkorn


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Ein Baby wirbelt das ganze Leben durcheinander. Schon von dem Zeitpunkt an, an dem der Schwangerschafstest "positiv" zeigt, verändern sich die zukünftigen Eltern. Wie wird das Leben mit einem Baby wohl sein? Welchen Namen soll unser Kind tragen? Wie werden wir mit unserer Verantwortung als Eltern klarkommen? Welche Werte wollen wir (vor)-leben?

Auch Eltern, welche bereits ein Kind oder mehrere Kinder haben, erleben mit der neuen Schwangerschaft wieder eine aufregende Zeit. Denn mit jedem weiteren Kind muss jeder in der Familie wieder seinen Platz finden. Erwachsene wachsen dabei eher in ihre neue Rolle hinein als Kinder. Für sie bedeutet der Familienzuwachs eine ziemliche Umgewöhnung.

Wie können Eltern ihrem Kind sagen, dass es ein Geschwisterchen bekommt?

Nun, Kinder sind in der Regel sehr sensibel und es ist nicht immer damit zu rechnen, dass sie diese eigentlich so positive Nachricht auch freudig auffassen. Manch ein Kind wird begeistert sein, dass bald ein neues Baby Einzug in die Familie hält. Aber manch ein Kind wird vielleicht auch abwartend oder sogar wütend reagieren. Darauf sollten Eltern eingestellt sein, wenn sie ihrem Kind von der Schwangerschaft erzählen. Der richtige Zeitpunkt um diese Neuigkeit loszuwerden ist gar nicht so einfach zu finden. Generell empfiehlt es sich, damit bis zum 3. oder 4. Schwangerschaftsmonat zu warten. Im ersten Trimester der Schwangerschaft sehen Kinder ja noch nichts von dem neuen Baby. Hinzu kommt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt in diesen Wochen noch relativ hoch ist. Ebenfalls ein ungünstiger Zeitpunkt für die Nachricht, dass zur Familie bald ein Baby gehören wird, sind große Veränderungen im Leben des Kindes. Kommt das Kind gerade in den Kindergarten und Mama erzählt ihm, dass sie wieder ein Baby bekommt, so kann es leicht sein, dass es sich "abgeschoben" fühlt. Eifersucht und andere negative Gefühle sind nicht ungewöhnlich: schließlich wird da bald ein kleiner Mensch sein, der Mama und Papa voll und ganz beschäftigt. Natürlich schwingt da die Angst mit, dass nun keine Zeit mehr da sein wird und das Kind macht sich Gedanken, ob es dann wohl noch genauso geliebt wird wie bisher. Wir Erwachsenen sagen: "Das ist doch Quatsch. Natürlich liebe ich mein Kind nach wie vor!". Doch Kinder erleben es anders. Das geht schon in der Schwangerschaft los. Da wird nur noch über Baby-Namen diskutiert, da werden neue Möbel gekauft und Mama rennt in den Geburtsvorbereitungskurs. Bei aller Vorfreude auf das Baby: geben Sie Ihrem Kind jetzt ganz viel Aufmerksamkeit. Hören Sie ihm zu und nehmen Sie seine Bedenken und Ängste ernst.

Kinder auf das Neugeborene vorbereiten

Mit fortschreitender Schwangerschaft kann sich das Kind viel besser vorstellen, dass in Mamas Bauch ein neuer Mensch heranwächst. Sicher werden viele Fragen kommen. Wie ist das Baby da hineingekommen? Wie entwickelt es sich? Und wie kommt es da raus? Je nach Alter des Kindes können Eltern auf diese Fragen mehr oder weniger detailliert eingehen. Gut illustrierte Kinderbücher zu diesem Thema können dabei unterstützend herangezogen werden. Wenn dann das Kind Mamas Bauch streicheln darf und die Bewegungen des Ungeborenen spürt, so kann es schon jetzt eine Beziehung zu seinem Geschwisterchen aufbauen. Wenn Sie mögen, so können Sie Ihr Kind auch mit zur Schwangerschaftsvorsorge nehmen. Beim Ultraschall kann es das zukünftige Familienmitglied deutlich erkennen und beim CTG seinen Herzschlag hören. Und erzählen Sie ihm auch, wie es war, als sie damals mit ihm schwanger waren. Sicher haben Sie aus dieser Zeit noch Fotos, die Sie sich gemeinsam anschauen können. So spürt Ihr Kind, wie sehr Sie sich damals auf es gefreut haben und wie wichtig es ihnen ist.
Text: K. L. / Stand: 16.09.2019

Sollten Sie Ihr Erstgeborenes noch stillen, können Sie nach der Geburt das Tandemstillen praktizieren.

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