Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Was hilft gegen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft?

In diesem Artikel erklären wir wie man Rückenschmerzen vorbeugen kann und was gegen einen schmerzenden Rücken in der Schwangerschaft hilft.

Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft - Vorbeugung und erste Hilfe

Schwangere hat Rückenschmerzen
Was hilft bei Rückenschmerzen in der Schwangerschaft?
Foto: © Rostislav Sedlacek

Es gibt einige Ursachen, die Rückenschmerzen während der Schwangerschaft auslösen können. Vor allem das wachsende Gewicht des Babys in Kombination mit Plazenta und Fruchtwasser stellt eine Belastung für die empfindsame Muskulatur dar. Doch auch die Lockerung von Sehnen und Bändern durch das Hormon Progesteron wirkt sich destabilisierend auf die Wirbelsäule aus und kann schmerzhafte Verspannungen begünstigen. Drückt das Baby im letzten Trimester auf den Ischiasnerv, entstehen ebenfalls unangenehme Schmerzen. In jedem Fall jedoch können Schwangere einiges gegen das Ziepen und Drücken tun.

Wärme hilft bei Schmerzen

Leiden Schwangere unter Schmerzen im Rücken, kann ein warmes Kirschkernkissen Linderung bieten. Auch eine nicht zu heiße Wärmflasche empfinden viele Frauen als angenehm. Wer möchte, nimmt außerdem ein warmes Bad, das Muskeln und Sehnen zusätzlich entspannt. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn zu heißes Wasser kann wehenfördernd wirken.

Gymnastik schenkt Flexibilität

Vor Rückenschmerzen schützen kann auch regelmäßige Gymnastik. Yogakurse für Schwangere oder auch Gymnastikstunden bei einer Hebamme unterstützen die Stabilität und Flexibilität der Rückenmuskulatur. Sie können sowohl vorbeugend als auch lindernd wirken. In Kursen erfahren Schwangere außerdem viel über spontane Übungen für den Alltag und können sich bei plötzlich auftretendem Schmerz selbst helfen.
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Massagen lockern und entspannen

Verhärtete Muskeln und verspanntes Gewebe lockert eine behutsame Massage. Sowohl die eigene Hebamme als auch der Partner massieren hier die betroffenen Stellen mit sanften Bewegungen und lindern Schmerzen. Es lohnt sich, angewärmtes Massageöl zu verwenden, da die angenehme Temperatur die Entspannung zusätzlich fördert.

Bewegung hält den Rücken fit

Oft sorgt auch ein Mangel an Bewegung für Rückenschmerzen während der Schwangerschaft. Betroffene Frauen sollten sich daher nicht übermäßig schonen, sondern regelmäßig spazieren oder auch schwimmen. Insbesondere Schwimmen ist bei Schwangeren beliebt, da der Auftrieb des Wassers Gelenke und Muskeln schont.
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Hilfsmittel bei Rückenschmerzen

Es gibt Schmerzen, gegen die zunächst kaum etwas zu helfen scheint. Sind Gymnastik, Massagen und Wärme nicht ausreichend, können Schwangere auch zu bestimmten Hilfsmitteln greifen. Ein spezieller Stützgürtel, durch den Gynäkologen verordnet, verringert die Gewichtsbelastung und kann den Alltag erleichtern. Auch ein Stützkissen für die Nacht ist sinnvoll, wenn der Schmerz vor allem am Morgen auftaucht.

Weitere Tipps bei Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Grundsätzlich sollten Schwangere ihren Rücken während der Schwangerschaft nicht überlasten. Schweres Heben und allzu starke Verrenkungen sind daher nicht empfehlenswert und können dem Baby sogar gefährlich werden. Beim Hochheben leichterer Gegenstände wie Wäschekörben lohnt es sich, mit geradem Rücken aus den Knien heraus zu heben. Gehen die Schmerzen nicht weg, verschlimmern sie sich, oder zeigen sie sich schon im ersten Trimester, sollten Schwangere außerdem ihren Arzt um Hilfe bitten. Periodisch wiederkehrende Rückenschmerzen können außerdem für Wehen sprechen, weswegen Schwangere in diesem Fall grundsätzlich ihre Hebamme oder den Frauenarzt benachrichtigen sollten.
Text: A. W. / Stand: 13.07.2017

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