Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Kopfschmerzen während der Schwangerschaft

In diesem Artikel erläutern wir die Ursachen für Kopfschmerzen während der Schwangerschaft. Außerdem erfahren Sie, ob man Medikamente einnehmen kann und welche Hausmittel helfen können.

Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft - Ursachen und Linderung

Schwangere hat Kopfschmerzen
Was tun bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft?
Foto: © Antonioguillem
Ein stechender, pochender oder dumpfer Schmerz rund um Schläfen, Stirn und Nacken ist für schwangere Frauen kein unbekanntes Leiden. Schon ganz ohne Schwangerschaft können Kopfschmerzen das Allgemeinbefinden negativ beeinflussen.

Wer zuvor kurzerhand eine Kopfschmerztablette nehmen konnte, sollte während der Schwangerschaft jedoch besonders vorsichtig sein. Schließlich wirken sich Medikamente unter Umständen negativ auf das Baby und den Schwangerschaftsverlauf aus. Betroffene Frauen sollten daher die Ursachen für ihre Kopfschmerzen erforschen und nach sinnvollen und gesunden Lösungen suchen.

Ursachen für Kopfschmerzen während der Schwangerschaft

Grundsätzlich sind Kopfschmerzen in der Schwangerschaft keine außergewöhnliche Nebenerscheinung. Vor allem im ersten Trimester ist der Körper hormonellen Schwankungen ausgesetzt, die für das unangenehme Drücken und Stechen verantwortlich sind. Aus diesem Grund bessern sich Kopfschmerzen genau wie die morgendliche Übelkeit, wenn Mutter und Kind die zwölfte Schwangerschaftswoche erreicht haben.

Weitere Gründe für Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sind jedoch auch Stress, Schlafmangel, eine ungesunde Ernährungsweise und zu wenig Flüssigkeit. Zudem können Erkrankungen der Nasennebenhöhlen und der plötzliche Verzicht auf Koffein für schmerzende Schläfen sorgen. Wer darüber hinaus an Verspannungen des Rückens und des Nackens leidet, kann auch während der Schwangerschaft unter Kopfschmerzen leiden.

Medikamente gegen Kopfschmerzen mit Vorsicht einsetzen

Sind die Kopfschmerzen kaum zu ertragen und fühlt sich die betroffene Schwangere zunehmend unwohl, ist der Griff zu Schmerzmitteln nicht grundsätzlich verboten. Hier jedoch ist die vorherige Absprache der Medikation mit dem behandelnden Frauenarzt unbedingt notwendig, um die richtige Dosierung und die Wahl eines geeigneten Präparates zu gewährleisten.

Grundsätzlich können Schwangere nach Rücksprache mit ihrem Arzt sowohl zu Paracetamol als auch zu Ibuprofen greifen. Ibuprofen jedoch wird im dritten Trimester nicht mehr empfohlen, da sich der Wirkstoff negativ auf die Nieren und das Herz des Babys auswirken kann. Schwangere, die unter Migräne leiden und normalerweise zu Triptanen greifen, sollten dies in der Schwangerschaft nicht selbstverständlich fortführen. Auch hier ist die Einwilligung des Frauenarztes unbedingt zu empfehlen. Lesen Sie auch: Arzneimittelpass für Schwangere und Medikamente in der Schwangerschaft

Hausmittel und vorbeugende Maßnahmen gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Treten Kopfschmerzen in der Schwangerschaft auf, muss nicht immer eine Tablette genommen werden. Auch nützliche Hausmittel wie kalte Stirnkompressen und eine kurze Massage können schnelle Linderung verschaffen. Verdünntes Pfefferminzöl, auf die Schläfen aufgetupft, ist ebenfalls ein gerne genutztes Hausmittel. Hier allerdings sollten Hebamme oder Frauenarzt bei der Auswahl und Anwendung behilflich sein, da manche Öle über die Nabelschnur an das Baby übertragen werden können.

Wer möchte, nutzt auch Akupunktur gegen Kopfschmerzen. Viele Hebammen sind heute spezialisiert auf diese traditionelle Technik und können Schwangere mit kleinen Nadeln bei der Vorbeugung und Linderung von Kopfschmerzen unterstützen. Eine Akupunktur sollte jedoch nur von einer fachkundigen Person durchgeführt werden, die sich mit den besonderem Umständen einer Schwangerschaft auskennt.

Davon abgesehen helfen ausreichend Bewegung, eine gesunde und ausgewogene Ernährung und ausreichend Flüssigkeit gegen Kopfschmerzen. Mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee sollten Schwangere täglich trinken, um sich und das Baby gut versorgen zu können. Kleine Mahlzeiten aus gesunden Zutaten wie Vollkorn, Gemüse und Obst halten den Organismus fit und belasten ihn nicht. Sind Kopfschmerzen im Anmarsch, können Schwangere diese mit einem kurzen Spaziergang an der frischen Luft häufig abwenden.
Lesen Sie auch: Gesunde Lebensweise während der Schwangerschaft

Ernstfall Präeklampsie: Kopfschmerzen als Alarmzeichen

Gesellen sich zu Kopfschmerzen weitere Symptome wie

  • Oberbauchschmerzen
  • Geschwollene Hände oder Füße
  • Sehstörungen
könnte eine sogenannte Präeklampsie vorliegen. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form von Bluthochdruck, die zu Problemen führen kann. In diesem Fall sollten Schwangere sich unverzüglich in die Praxis ihres Gynäkologen begeben, damit er mögliche Behandlungsschritte in die Wege leiten kann.
Text: A. W. / Stand: 22.09.2017

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