Sport in der Schwangerschaft

Schwangere im Hallenbad
Sport in der Schwangerschaft ist gut!
Foto: © Andrey Bandurenko


Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel:

Schwimmen in der Schwangerschaft ist durchaus gesund. Körperhaltung und Beweglichkeit werden verbessert, die Muskulatur wird gestärkt. Außerdem bietet das Schwimmen gute Möglichkeiten, neue soziale Kontakte zu finden.

Schwimmen ist ideal für Schwangere

Sport im Allgemeinen erhöht das körperliche Wohlbefinden. Das gilt ganz besonders für schwangere Frauen. Besonders Schwimmen ist für Schwangere eine gute Möglichkeit, sich körperlich zu betätigen, da im Wasser das erhöhte Körpergewicht deutlich weniger stört. Schwimmen hat zusätzlich den großen Vorteil, dass die Verletzungsgefahr ausgesprochen gering ist. Wichtig für das Ungeborene ist der Schutz vor Überhitzung im Wasser, der bei anderen Sportarten nicht gegeben ist.

Was gilt es zu beachten?

Grundsätzlich sollte vor dem Schwimmen eine Unterredung mit dem zuständigen Gynäkologen erfolgen, um mögliche Komplikationen auszuschließen. Aber auch beim Schwimmen selbst muss auf erhöhte Sicherheit geachtet werden. Zum Schutz für Mutter und Kind sollten beispielsweise rutschfeste Schuhe im Schwimmbad getragen und eine bequeme Badekleidung gewählt werden. Für die schwangere Frau ist eine gute Versorgung mit Flüssigkeit besonders wichtig. Daher sollten beim Schwimmen immer ausreichend Getränke wie Mineralwasser oder Obstsäfte zur Verfügung stehen. Schwangeren sei geraten, das Schwimmbad zu Zeiten zu betreten, an denen möglichst wenig andere Badegäste anwesend sind. Besonders Kinder und Jugendliche sind bisweilen unaufmerksam und können durch ungeschickte Bewegungen oder einen ungewollten Tritt unter Wasser die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden. Einige Schwimmhallen bieten auch extra Zeiten für Schwangere an.

Optimal schwimmen

Bevor die schwangere Frau mit ihrer Schwimmeinheit beginnt, sollte sie mindestens 60 Minuten keine Nahrung mehr aufgenommen haben. Die Intensität der sportlichen Betätigung muss zudem der körperlichen Verfassung und dem Fortschritt der Schwangerschaft angepasst sein. Hier ist weniger oft mehr! Die Art, wie geschwommen wird, ist grundsätzlich nicht entscheidend. Brust- und Rückenschwimmen sind allerdings weniger anstrengend, als Kraulen oder das Schmetterlingsschwimmen. Die einfacheren Varianten sollten unbedingt bevorzugt werden, um ein vorzeitige Erschöpfung zu vermeiden. Ein guter Mix aus verschiedenen Schwimmstilen mit unterschiedlichen Anstrengungsgraden hat sich allgemein gut bewährt. Hier werden die unterschiedlichen Muskelpartien ausgewogen angesprochen und das Schwimmen wird weniger schnell monoton. Vor dem Schwimmen sollten immer einige Aufwärmübungen durchgeführt werden. Nach der Schwimmeinheit sind entsprechende Dehn- und Abwärmübungen zu empfehlen. Auf diese Weise wird der gefürchtete Muskelkater weitestgehend vermieden.

Sport ist immer gut! Auch schwangere Frauen sollten davor nicht zurückschrecken. Schwimmen ist die wohl beste Möglichkeit für Schwangere, sich gefahrlos körperlich zu betätigen. Wer es nicht übertreibt, wird auf angenehme Weise das körperliche und auch seelische Wohlbefinden steigern können. Von den durch die Bewegung entstehenden Glückshormonen profitiert nicht nur die Frau, sondern auch das Ungeborene.
Text: D. D. E. / Stand: 15.11.2017

Wer nicht gern schwimmt, sollte wenigstens Schwangerschaftsgymnastik machen.

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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