Ausnahmezustand: wenn Mama und Baby krank sind

Mutter und Baby schlafen
Genießen Sie ein paar gemeinsame Stunden im Bett
Foto: © Alliance


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Ein Baby zu versorgen und gleichzeitig den Haushalt zu schmeißen ist anstrengend genug. Rund um die Uhr muss das Kleine betreut werden und fordert Liebe, Aufmerksamkeit und Zeit, welche man als Mama seinem Kind natürlich gerne gibt. Schwierig wird es dann, wenn Mutter und Baby zusammen krank werden und die ganze Situation aus dem Ruder zu laufen droht.

Ob starke Erkältungen, lästige Magen-Darm-Infekte oder einfach nur Fieber - wer krank ist, der möchte am liebsten nur noch im Bett liegen und seine Ruhe haben. Doch mit einem kleinen Baby ist das natürlich nicht so einfach, vor allem dann, wenn der Nachwuchs selbst krank ist. Erwachsene können sich mit Worten äußern und sagen, wo es ihnen weh tut und was ihnen fehlt. Ein kleines Baby dagegen kann seine Beschwerden nur über das Weinen ausdrücken. Sein Quengeln und Schreien bedeutet: "Mama, hilf mir!"
Fieber messen, Wadenwickel anlegen, das Kleine sanft schaukeln und immer wieder beruhigen - all das wird zum Kraftakt, wenn man als Mama selbst gerade nicht bei bester Gesundheit ist.

Hilfe organisieren

Sie sind krank und Ihr Kleines hat es auch erwischt? Suchen Sie sich jetzt auf jeden Fall Hilfe! Je nach Schwere der Erkrankung kann eventuell der Partner daheim bleiben und für Sie beide sorgen. Ist das nicht möglich, so erklärt sich vielleicht eine Oma oder eine gute Freundin dazu bereit, stundenweise Dienst auf der häuslichen Krankenstation zu schieben. Kranke Babys dürfen meist trotzdem an die frische Luft und schlummern im Kinderwagen friedlich vor sich hin. Vielleicht nimmt Ihnen ja jemand das Baby ab und fährt es eine Stunde aus? Ein fleißiger Helfer könnte auch dafür sorgen, dass im Kühlschrank keine Ebbe herrscht und Sie mit einem selbst gekochten Mittagessen verwöhnen.

Agieren Sie vom Bett oder der Couch aus

Die jährliche Erkältungswelle hat auch Ihre Familie nicht verschont und nun liegen Sie mit einem kranken Baby flach. Wenn man sich selbst nicht gut fühlt, dann werden selbst kleine Arbeiten zur großen Anstrengung. Machen Sie es sich doch so einfach wie möglich! Mit einem kranken Baby daheim zu sein ist wesentlich einfacher als mit einem mobilen 2-jährigen Kleinkind. Legen Sie sich zusammen mit Ihrem kleinen Schatz ins Bett oder auf die Couch und stellen Sie alles bereit, was Sie für die nächsten Stunden brauchen werden: Wasser, eine Thermoskanne mit schönem warmen Tee, etwas leichte Kost, frische Windeln, feuchte Waschtücher, Fieberthermometer und vielleicht auch etwas zu lesen. Wenn Sie Ihr Baby stillen, so brauchen Sie nicht einmal zur Zubereitung der Fläschchennahrung aufzustehen. Säuglinge schlafen in der Regel noch viel und so haben Sie die Möglichkeit auch etwas zu ruhen. Vergessen Sie nicht as Telefon abzustellen, denn nichts ist ärgerlicher als ein aufdringliches Klingeln, wenn Ihr kleiner Schatz oder Sie selbst gerade eingeschlafen sind. Evtl. ist eine Stillpause sinnvoll

Hausarbeit ist jetzt nicht so wichtig

OK, die Wäschebergen im Bad wachsen täglich an und auch die Küche könnte mal wieder gewischt werden. Nicht heute und auch nicht in zwei Tagen! Wer krank ist, der muss sich schonen und die Arbeit ist bekanntlich kein wildes Tier, das Ihnen ausreißt! Jetzt ist es nicht wichtig, dass die Wohnung auf Hochglanz poliert und alle Betten frisch bezogen sind. Wenn Ihnen jemand die Hausarbeit abnimmt, dann freuen Sie sich drüber. Und wenn nicht, dann können Sie sich jetzt einmal in einer Lektion Gelassenheit versuchen. Kümmern Sie sich in erster Linie um sich und um Ihr Baby - alles andere kann warten.

Lassen Sie es langsam angehen!

Sobald es Ihnen besser geht, bringen Sie Ihren Kreislauf durch kurze Spaziergänge an der frischen Luft wieder in Schwung. Doch Vorsicht: übernehmen Sie sich nicht! Gehen Sie es langsam wieder an und versuchen nicht in einem Tag all das nachzuarbeiten, was während Ihrer Krankheit liegen geblieben ist. Stillende Mütter reagieren auf Überarbeitung nicht selten mit einem Milchstau oder einer Brustentzündung, welche grippeähnliche Symptome hervorruft und die Frau wiederum zur Ruhe zwingt. Es ist besser etwas länger die Couch zu hüten als eine Erkrankung nicht richtig auszukurieren und am Ende dadurch länger auszufallen.
Text: K. L. / Stand: 15.01.2019

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