Wickeln will gelernt sein

So wickelt man ein Baby

Wo sollen wir unser Kind wickeln? Welche Windelmarke ist die Beste? Wie oft braucht unser kleiner Schatz eine neue Windel? - Viele Fragen stehen im Raum, meist schon bevor das Baby auf der Welt ist.

Es ist gut, sich über das Thema Wickeln Gedanken zu machen. Im Durchschnitt fünf- bis sechsmal am Tag braucht das Baby eine neue Windel. Damit Eltern und Baby diese Zeit nicht als lästige Pflichtübung sehen, gilt es einige Dinge zu berücksichtigen.

Tipps zum Wickeln

Besondere Aufmerksamkeit gebührt dem Wickelplatz. Im Idealfall steht dafür eine Wickelkommode zur Verfügung, wo alle notwendigen Utensilien zur Babypflege ihren Platz finden. Das ist besonders wichtig, denn nur wenn Sie alles griffbereit haben, ist ein gefahrloses Wickeln möglich. Niemals sollten Sie Ihr Baby beim Wickeln aus den Augen verlieren - denn die Gefahr, dass das Baby von der Wickelkommode stürzt, ist sehr groß. Schon ganz kleine Babys, die sich noch nicht auf die Seite drehen können, schaffen es durch viele kleine Bewegungen vom Wickelplatz zu rutschen.

Ist der Raum, in dem sich der Wickelplatz befindet, nicht beheizt, so kann oberhalb der Wickelkommode ein kleiner Heizstrahler angebracht werden. Wohlige Wärme ist die Grundvoraussetzung dafür, das sich das Baby beim Wickeln nicht erkältet. Eine weiche Wickelunterlage sorgt dafür, dass sich der kleine Erdenbürger wohl fühlt. Apropos wohl fühlen: Babys lieben es, wenn Mama oder Papa das Windeln wechseln nicht stumm erledigen, sondern mit ihnen sprechen oder kleine Spielchen machen. Kleine Fingerspiele bieten sich besonders für ältere Babys an und sorgen für Abwechslung.

Stoffwindeln oder Einwegwindeln?

Ob Sie Ihr Baby mit Stoffwindeln oder mit Einwegwindeln wickeln, das bleibt Ihnen überlassen. Beide Varianten haben Ihre Vor- und Nachteile. Manche Eltern kombinieren auch beide Möglichkeiten miteinander und nehmen so zum Beispiel zu Hause Stoffwindeln und unterwegs die Wegwerf-Variante.
Die meisten Einwegwindeln, die es derzeit auf dem Markt gibt, sind luftdurchlässig. Feuchtigkeit wird schnell aufgesaugt und ins Innere der Windel geleitet. So bleibt der Windelbereich des Babys angenehm trocken.

Was tun, wenn der Po rot wird?

Trotz einer guten Windelmarke kann es bei Ihrem Baby einmal zu Rötungen oder wunden Stellen am Po kommen. Früher bekamen Mütter oft den Ratschlag, Babys Po dick mit Creme einzuschmieren. Heute weiß man, dass die Haut unter einer dicken Cremeschicht schlechter heilt und empfiehlt daher, nur ein wenig Hautschutzcreme auf die Hautirritationen aufzutragen. Stillende Mütter können auch einfach etwas Muttermilch auf den wunden Baby-Po geben, da Muttermilch heilungsfördernde Bestandteile enthält.
Wunder Po beim Baby

Pflegeprodukte zum Wickeln

Rund um das Thema Wickeln haben Eltern eine reiche Auswahl an allen möglichen Pflegeprodukten. Die Palette reicht von Feuchttüchern über Babypuder bis hin zum Babyöl. Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass bei der Babypflege weniger mehr ist. So reicht eine Schüssel mit handwarmen Wasser und ein weicher Waschlappen völlig aus, um Babys Windelbereich optimal zu reinigen. Feuchte Reinigungstücher enthalten oftmals Zusatzstoffe, die Babys Po reizen können. Daher sollte diese Variante dem "Außer-Haus-Wickeln" vorbehalten werden. Hautpflege beim Baby

Wie oft sollte man nun ein Baby wickeln?

Auf jeden Fall immer dann, wenn das Baby sein großes Geschäft erledigt hat. Ansonsten reicht es, wenn Sie aller 3-4 Stunden die Windel wechseln. Nachts müssen Sie nur dann Ihren Nachwuchs wickeln, wenn er sein großes Geschäft gemacht hat. Eine nasse Windel dagegen stört den Nachtschlaf nicht.

Die richtige Windelgröße

Noch ein paar Worte zur Windelgröße. Achten Sie darauf, dass Sie immer die richtige Größe an Windeln vorrätig haben. Eine zu kleine Windel fasst einerseits nicht genügend Flüssigkeit und kann andererseits Ihr Baby unangenehm einengen. Die Gefahr bei einer zu großen Windel dagegen liegt darin, dass diese auslaufen kann. Und weil wir gerade beim Auslaufen sind: Wenn Sie einen kleinen Jungen haben, so passen Sie auf, das beim Anlegen der Windel der Penis immer nach unten zeigt. Denn schon so mancher kleiner Mann pullerte oben aus der Windel heraus...

Sehr praktisch - Windelhöschen

Ist Ihr Kind dann schließlich in dem Alter, wo es nach und nach selbständiger wird, so bieten sich die so genannten Windelhöschen an. Diese können vom Kind selbst wie ein Slip ganz einfach hoch und runter gezogen werden, was das Sauberwerden erheblich vereinfacht.
Text: K. L. / Stand: 15.11.2018

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