Dreitagefieber bei Kindern

Fieberthermometer und Baby
Das Dreitagefieber tritt oft im Alter von 6 - 9 Monaten auf
Foto: © anna

Beinahe jeder Mensch hat das Dreitagefieber bis zum Alter von drei Jahren in seinem frühen Kleinkindalter durchgemacht, manche sogar ohne es zu wissen. Die hochansteckende Kinderkrankheit lässt sich quasi nicht vermeiden und verläuft in der Regel für die Kinder harmlos und ohne schwere Komplikationen, dennoch ist sie vielen Menschen nicht bekannt.

Ursache des Dreitagefiebers:

Verantwortlich für die Erkrankung ist das Herpesvirus Typ 6 oder Typ 7. Es ist weltweit stark verbreitet und hochansteckend.

Übertragung:

Die meisten Kinder stecken sich durch eine Tröpfcheninfektion an, also zum Beispiel durch kleine Speicheltropfen, die beim Niesen oder Husten aber auch beim Sprechen in die Luft geraten. So verbreitet sich der Virus rasend schnell. Häufig geschieht dies in den Herbst- und Frühjahrsmonaten.

Inkubationszeit:

Hat sich ein Kind angesteckt dauert es ungefähr fünf bis vierzehn Tage, bis die Krankheit in Form des hohen Fiebers ausbricht.

Symptome des Dreitagefiebers:

Wie der Name bereits sagt, tritt bei dem Kind relativ plötzlich hohes Fieber auf. Es kann bis auf 40°C steigen. Oft zeigen sich keine weiteren Symptome. Daher wird es häufig nicht erkannt und unter einem einfachen Infekt verbucht. Klar ist die Diagnose Dreitagefieber erst, wenn nach einem Zeitraum von drei bis fünf Tagen das Fieber schlagartig wieder sinkt und durch einen Hautausschlag abgelöst wird. Er besteht aus kleinen roten Flecken, die auch erhaben sein können. Binnen einiger Stunden breitet sich das Exanthem vorrangig auf dem Rumpf und dem Nacken des Kindes aus, fließt zusammen und verblasst nach ungefähr zwei bis drei Tagen. Im Normalfall hat das Kind keine Beschwerden durch den Hautausschlag. Dennoch kommt der Ausschlag nicht bei allen Kindern vor. Hauptsächlich betroffen vom Dreitagefieber sind kleine Kinder im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren. Doch auch Erwachsene können daran erkranken, bei ihnen äußert sich das Dreitagefieber jedoch eher mit grippeähnlichen Symptomen.

Komplikationen:

Das Dreitagefieber verläuft für die meisten kleinen Patienten ohne Komplikationen. Nur ca. eines von zehn Kindern neigt zu Fieberkrämpfen, die aufgrund der hohen Köpertemperatur auftreten können. Gegebenenfalls kann es auch zu Durchfall und Erbrechen kommen, die Augenlider und Halslymphknoten schwellen an und Husten gesellt sich den Symptomen hinzu.

Vorbeugung:

Es ist nicht möglich, sein Kind vor dem Dreitagefieber zu schützen. Eine Impfung gibt es nicht.

Therapie:

Das Dreitagefieber verklingt von allein wieder, es ist nicht behandelbar. Allerdings können die Symptome gelindert werden und so dem Kind Erleichterung verschafft werden. Wadenwickel mit lauwarmem Wasser senken das Fieber. Ein kühler Raum mit einer leichten Decke macht den Kindern das Fieber erträglicher. Um den Flüssigkeitsverlust durch das Fieber zu kompensieren, sollte das Kind viel ungesüßte Tees, Wasser oder stark verdünnte Säfte trinken. Stillkinder dürfen natürlich gern außerhalb ihrer üblichen Trinkzeiten an die Brust.

Kinder, die am Dreitagefieber erkrankt sind, bedürfen viel Liebe und Nähe. Sie sind sehr quengelig und stellen ihre Eltern auf eine harte Geduldsprobe. Nach einer Woche ist es jedoch geschafft. Das einzig Gute am Dreitagefieber ist: Wer einmal daran erkrankte, besitzt eine lebenslange Immunität.
Text: C. D. / Stand: 15.11.2018

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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