Wunder Po beim Baby - Was tun?

Wunder Po beim Baby
So ein wunder Po kann sehr schmerzhaft sein
Öfter wickeln kann schon helfen - Foto: © Anja Roesnick


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Ihr Baby quengelt heute ungewöhnlich und Sie haben keine Ahnung warum. Sie legen Ihren kleinen Schatz auf die Wickelkommode, nehmen die Windel ab und jetzt ist Ihnen alles klar: Ihr Sprössling hat einen geröteten, wunden Po! Kein Wunder, dass Ihr Baby schreit, denn Urin und Stuhlgang reizen die angegriffene Haut zusätzlich und führen zu unangenehmen Schmerzen in dieser empfindlichen Region.

Ursachen für einen wunden Po

Ein wunder Po lässt sich nicht immer vermeiden. Viele Babys reagieren mit solchen Hautreizungen, wenn die stillende Mutter Zitrusfrüchte oder scharfe Gewürze zu sich genommen hat. (Verbotene Lebensmittel in der Stillzeit) Babys, welche bereits Beikost erhalten, können manche Obstsorten nicht vertragen und als Folge dessen einen wunden Po bekommen. Ebenso kann das Zahnen Schuld an einer Hautreizung sein. Auch wenn Sie erschrecken, wenn Sie Ihr schreiendes Baby mit seinem roten Hintern sehen - machen Sie sich keine unnötigen Vorwürfe. Ein wunder Po ist nichts Außergewöhnliches bei einem Baby und mit den folgenden Tipps ganz leicht wieder in den Griff zu bekommen.

So pflegen Sie den Babypo richtig

Hat Ihr Baby einen wunden Po, so sollten Sie unbedingt öfters Wickeln als sonst. Vielleicht kann es sogar notwendig sein, vorübergehend auf Stoffwindeln umzusteigen. Gönnen Sie zudem Ihren Nachwuchs immer wieder windelfreie Zeiten und lassen ihn mit nacktem Po in einem gut geheizten Raum strampeln. So kann die Haut besonders gut atmen, was wiederum eine gute Heilung der geröteten Partien fördert.

Die Region rund um den Genitalbereich ist sehr empfindlich, wenn sie gereizt ist. Verzichten Sie beim Säubern des Pos auf Feuchttücher und nehmen Sie stattdessen einen ganz weichen Waschlappen und lauwarmes Wasser. Tupfen Sie damit vorsichtig den Po Ihres Babys ab. Vermeiden Sie es zu reiben oder gar zu rubbeln und gehen Sie wirklich sehr sanft bei dieser Prozedur vor. Zum Abtrocknen verwenden Sie ebenfalls ein weiches Handtuch und tupfen damit die Haut sanft wieder trocken. Früher wurde ein wunder Babypopo mit einer dicken Schicht Puder versehen und wieder in die Windel gepackt. Heute weiß man, dass dieses Vorgehen mehr schadet als nützt. Der Puder kann sich mit der Feuchtigkeit des Urins zu kleinen Klümpchen verbinden, welche den eh schon wunden Po noch zusätzlich reizen und in den Hautfalten scheuern. Viel besser: eine ganz dünn aufgetragene Wundschutzcreme speziell für Babys. Diese enthalten meist Extrakte aus Arnika oder Ringelblume, welche eine schnelle Wundheilung fördern. Ist der Po des Babys allerdings wieder verheilt, so benötigt er in der Regel keinerlei Öle oder Cremes.

Wundschutzcremes für Babys gibt es z.B. von:

  • Bübchen
  • Penaten
  • Babydream
  • Belly Button
  • Weleda
  • Lavera
  • Demeter

Wunder Po - Der Hebammentrick

Und zum Schluss noch ein alter Hebammentrick, der sich schon tausendfach bewährt hat: nehmen Sie einen Haartrockner und föhnen Sie den Po Ihres Babys lauwarm trocken. Jedoch Vorsicht, besonders bei kleinen Jungen! Decken Sie den Penis mit einen Papiertuch ab, damit der Urinstrahl nicht unverhofft den Fön trifft! Noch besser: legen Sie Ihr Baby dazu auf den Bauch, damit es nicht zu einem Stromunfall durch plötzliches urinieren kommt.

Sie sehen: mit ein paar einfachen Handgriffen können Sie Ihrem Baby Erleichterung verschaffen und somit entscheidend dazu beitragen, dass der wunde Po bald wieder der Vergangenheit angehört. Sollte sich nach ein paar Tagen jedoch keine Besserung zeigen, so stellen Sie Ihr Baby der Hebamme oder dem Kinderarzt vor. In manchen Fällen kann es sich um einen Pilzbefall handeln, der mit einer antimykotischen Salbe behandelt werden muss. Auch eine Windeldermatitis benötigt unter Umständen eine vom Arzt verordnete Salbe und kann mit den oben aufgeführten Maßnahmen nur bedingt gelindert werden.
Text: K. L. / Stand: 10.01.2018

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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