Die Babymassage

Um ihrem Baby etwas Gutes zu tun, wollen viele Eltern die Babymassage erlernen. Wir erklären hier unter anderen die Grundsätze der Massage fürs Baby und wann eine Babymassage sinnvoll ist.

Babymassage - Entspannung für die Kleinsten

Baby geniesst eine Massage
Die Babymassage tut Eltern und Kind gut
Foto: © Kristin Gründler

Ein inniges Verhältnis zwischen dem Baby und seinen Eltern zählt zu den zentralen Wünschen jeder jungen Familie. Schon wenige Wochen nach der Geburt bietet sich hier die Möglichkeit, durch gezielte Berührungen und streichelnde Bewegungen auf körperlicher Ebene Kontakt aufzunehmen und dem Baby zu mehr Entspannung zu verhelfen. (Mehr zum Thema Bonding) Babymassage-Kurse gehören inzwischen zu den Standard-Angeboten vieler Hebammen und Geburtskliniken. Es lohnt sich, diese Methode näher zu beleuchten, denn nur dann kann die Massage richtig und sinnvoll angewendet werden.

Die Grundsätze der Babymassage

Die Babymassage hat kaum etwas gemeinsam mit den Massagen, die sich Erwachsene in physiotherapeutischen Praxen und Wellness-Centern gönnen. Hier geht es nicht um das Kneten verhärteter Muskeln. Viel wichtiger ist es, durch Babymassage eine innige Bindung aufzubauen und innere Spannungen mit sanften Bewegungen abzubauen. Insbesondere Babys, die häufig nervös erscheinen oder nur schwer zur Ruhe kommen, können von der Babymassage profitieren. Häufig kommt es vor, dass das Kleine dann schon während der Massagezeit friedlich einschlummert. (Schreibabys beruhigen)

Die Zeit direkt nach der Geburt eignet sich noch nicht für die Babymassage. Zunächst sollten sich Mutter, Vater und Kind ein wenig kennenlernen und sich aufeinander einstellen können. Auch ist es ratsam, erst dann mit der Babymassage zu beginnen, wenn der Bauchnabel des Babys bereits abgeheilt ist.

Die Liste der positiven Auswirkungen der Babymassage ist lang. So soll regelmäßiges Massieren
  • die Gesundheit des Babys
  • die Bindung zwischen Eltern und Kind
  • die Stimmung der Eltern
  • und mögliche Nervosität und Schlafprobleme des Babys
verbessern.

Massiert wird außerdem nicht mit trockenen Händen, sondern stets mit einem geeigneten Öl. Stark parfümierte Kosmetik-Öle und Massageöle mit künstlichen Inhaltsstoffen eignen sich nicht. Besser ist es, natürliches Babyöl zu verwenden. Dieses gibt es inzwischen in zahlreichen Varianten, sodass nicht nur neutraler Duft, sondern auch sehr ansprechende Nuancen verwendet werden können. (Infos über Babypflegemittel)

Wo kann man die Babymassage erlernen?

Bei der Babymassage werden spezielle Handgriffe durchgeführt, die Eltern für gewöhnlich noch nicht kennen. So zum Beispiel der sogenannte "Schmetterlingsgriff" oder auch das Ausstreichen von Spannungen über Kreuz. Diese Handgriffe sollten Eltern im besten Falle von einer ausgebildeten Baby-Massage Trainerin erlernen, um dem Baby kein ungutes Gefühl zuzumuten. Solche Kurse werden zumeist von Geburtskliniken oder Hebammen-Praxen angeboten. Auch in Familienzentren mit speziellem Kursangebot finden sich Möglichkeiten, die Babymassage zu erlernen.

Der früheste Zeitpunkt für einen Babymassage Kurs ist gekommen, wenn das Baby sechs Wochen alt ist. Ist es dann jedoch noch sehr unruhig und beginnt es schnell zu weinen, können Eltern auch zu einem späteren Zeitpunkt beginnen. Schwierig wird das Massieren erst, wenn das Baby sich häufig auf den Bauch dreht und die Welt krabbelnd oder robbend selbst erkunden will. Dies ist in der Regel ab einem Alter von sechs Monaten der Fall. (Die Krabbelphase)

Auch im Alltag eine sinnvolle Hilfe

Für einen Babymassage Kurs und die spätere Anwendung der Babymassage braucht es eine weiche Unterlage und ein Handtuch. Hierauf wird das Baby auf den Rücken gelegt und bis auf die Windel entkleidet. Die Person, die das Baby massieren wird, sollte ihre Hände gründlich waschen und vorwärmen. Auch leicht angewärmtes Öl ist empfehlenswert, um den entspannenden Effekt noch zu vergrößern. Das Öl wird in den Händen verteilt und anschließend mittels sanfter und rhythmischer Bewegungen auf dem Körper des Kindes verrieben.

Haben Eltern erfahren, wie die Babymassage funktioniert, kann diese auch im alltäglichen Leben angewendet werden. Als beruhigende Entspannungsstunde zwischendurch oder auch als Teil eines harmonischen Zubettgeh-Rituals erweist sich die Massage immer dann als richtig, wenn es dem Baby gegenwärtig gut geht. Am besten sollte das Baby daher weder zu satt noch zu hungrig sein, wenn die regelmäßige Massage ansteht. Das Zimmer, in dem das Baby massiert wird, sollte angenehm warm sein, da das Kind für gewöhnlich nackt oder nur mit einer Windel bekleidet ist.
Text: A. W. / Stand: 11.10.2017

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