Gesund durch den Winter

Landschaft im Winter
Ein Winterspaziergang ist sehr gesund
Foto: © Patrizia Tilly


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Abwehrkräfte im Winter stärken

Kalte Temperaturen freuen diejenigen, die gern im Schnee spazieren gehen, Ski- oder Schlittenfahren, Langlauf machen oder auf dem Eis Schlittschuh laufen. Die Wintersportmöglichkeiten sind vielfältig. Kalte Temperaturen können aber auch gefährlich werden, und das nicht nur für Autofahrer, sodass man sich vor der Kälte richtig schützen sollte, um nicht ernsthaft krank zu werden.

Gefährdete Personen

Vor allem alte und kranke Menschen müssen sich bei eisigen Temperaturen in Acht nehmen. In der kalten Zeit steigt das Risiko von Infektionen, Gefäß- und Atemwegserkrankungen sowie Herz-Kreislauferkrankungen. Gefährdet sind in erster Linie Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die also schon durch eine Krankheit vorbelastet oder altersbedingt eher anfällig sind. Besonders drastisch wirkt sich dabei ein starker Temperatursturz aus, da sich der Körper dann nicht allmählich auf die niedrigen Temperaturen einstellen kann.

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Gesundheitsrisiko im Winter

Bei tiefen Temperaturen verengen sich die Hautgefäße und der Blutdruck steigt. Dadurch verschlechtert sich die Durchblutung des Körpers und das Herz muss mehr als sonst arbeiten. Dazu kommen Stresshormone, die der Körper wegen der Kälte ausschüttet und den Kreislauf zusätzlich belasten. Daher steigt in dieser Jahreszeit die Gefahr eines Herzinfarkts. Menschen mit Herzproblemen sollten sich besonders schonen und sich nicht längere Zeit der Kälte aussetzen. Da die Blutgerinnung durch die Kälte negativ beeinflusst wird, steigt das Risiko, an einer Thrombose zu erkranken. Im Winter ist die Luft sehr trocken. Dadurch verengen sich die Atemwege und können sich entzünden. Die Folge können Erkrankungen wie Asthma oder Bronchitis sein. Bei denjenigen, die ohnehin schon an Asthma leiden, verschlimmern sich meist die Beschwerden. Allgemein bekannt ist, dass sich die Gefahr einer Infektion in der kalten Jahreszeit verschlimmert. Das liegt daran, dass unser Immunsystem im Winter geschwächt ist. Außerdem halten wir uns öfters in geschlossenen Räumen auf, wo die Viren und Bakterien dann geballt auftreten. Die Ansteckungsgefahr ist so natürlich um ein Vielfaches größer als im Freien oder in gut durchgelüfteten Räumen.

Abwehrkräfte stärken - Aber wie?

Bei extremen Minustemperaturen, z.B. in der Nacht, sollte man vermeiden, nach draußen zu gehen. Muss man es dennoch, so sollte man sich wirklich warm anziehen. Wegen der trockenen Luft ist besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Möglichst viel trinken ist daher die Devise, aber kein Alkohol, der nur scheinbar wärmt. Durch den Alkohol erweitern sich die Blutgefäße und der Körper kühlt noch mehr aus. Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, wenig fettem und gehaltvollem Essen wirkt sich positiv auf den Organismus aus. Anstrengende, insbesondere schweißtreibende Aktivitäten im Freien sollte man bei diesem Wetter vermeiden. Schwitzt man, ist man wesentlich anfälliger für Infektionen. Bewegung in frischer Luft ist aber schon empfehlenswert, sofern man warm eingepackt ist. Ca. 30 Minuten normales Spazierengehen oder Walken hilft, fit und gesund zu bleiben. Wenn die Sonne scheint, sollte man die Gelegenheit nutzen und sich ein paar Minuten die Sonnenstrahlen aufs Gesicht scheinen lassen. Das stärkt den Organismus und hilft gegen Winterdepressionen.
Text: A. B. / Stand: 22.06.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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