Nabelpflege beim Baby

Nabelpflege beim Baby
Babys Bauchnabel pflegen ist wichtig
Foto: © Vladimir Mucibabic


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Babys Nabel richtig pflegen

Die Nabelschnur verbindet Mutter und Baby während der Zeit der Schwangerschaft. Ist das Baby geboren, möchten immer mehr Väter die Aufgabe des Durchtrennens dieser bis dahin lebenserhaltenden Verbindung übernehmen. Wenn das Baby allein atmet, wird die Nabelschnur überflüssig. Keineswegs überflüssig dagegen ist die Pflege des Nabels, da nach dem Durchtrennen der Nabelschnur an dieser Stelle eine kleine Wunde entsteht. Aber keine Sorge - die Nabelpflege ist nicht so schwierig wie Sie vielleicht denken.

Der Nabelschnurrest wird nach der Geburt mit einer kleinen Klemme beim Neugeborenen abgeklemmt. Meist wird die Hebamme noch etwas Mull darauf legen, damit es an dieser Stelle nicht zu Hautirritationen kommt. So geschützt wird das Scheuern der Nabelklemme auf der zarten Haut vermieden. Bei jedem Wickeln Ihres Babys werden Sie nun mit dem Nabel in Berührung kommen und können feststellen, das der Nabelschnurrest von Tag zu Tag weiter eintrocknet - bis er schließlich ganz abfällt. Wann das sein wird ist ganz unterschiedlich. In der Regel dauert es zwischen 9 und 12 Tagen bis die restliche Nabelschnur vollständig eingetrocknet ist und abfällt. Bei manchen Babys geht das deutlich schneller und bei anderen dagegen braucht es ein paar Tage länger. Ihre Hebamme wird bei Ihren täglichen Besuchen selbstverständlich auch immer nach dem Nabel schauen und Ihnen auch hier mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Tipps zur Nabelpflege beim Baby

Damit der Nabelschnurrest gut eintrocknet, ist es wichtig, den Nabel trocken zu halten. Früher wurde den jungen Eltern geraten Ihr Baby so lange nicht zu baden, bis der Nabel völlig verheilt ist. Heute weiß man, dass ein kurzes Bad nicht schadet. Die Hauptsache ist, das Sie nach dem baden den Bauchnabel Ihres Babys gründlich abtrocknen. Dafür eignet sich am besten ein kleiner weichen Lappen. Den Nabel trocken halten heißt auch, dass kein Urin oder Kot an diesen kommen sollte. Die heutigen Windeln für Neugeborene sind aber meist so konzipiert, dass sie dort, wo der Nabel ist, am oberen Bündchen einen kleinen Ausschnitt haben. So kann auch eine volle Windel dem Nabel nichts anhaben. Verwenden Sie eine Windelmarke die diesen Ausschnitt nicht hat, so können Sie einfach den oberen Windelrand einmal umschlagen und erreichen so denselben Effekt.

Einige Hebammen empfehlen zur täglichen Nabelpflege einen speziellen Nabelpuder. Dieser soll das Austrocknen des Nabels beschleunigen. Verwenden Sie einen solchen Puder, so achten Sie bitte darauf, dass Puderreste täglich einmal gründlich entfernt werden, damit an dieser Stelle nichts scheuert oder drückt. Die Verwendung eines Nabelpuders ist kein Muss - auch ohne dieses heilt der Nabel in der Regel problemlos ab.

Schmiernabel und Nabelentzündung

Manchmal kann es nach dem Abfallen des Nabelschnurstumpfes zu einem so genannten Schmiernabel kommen. Der Nabel sondert dann immer ein wenig Wundsekret ab. Ihre Hebamme wird Sie beruhigen können, denn ein Schmiernabel ist nichts, über das Sie sich Sorgen machen müssen und vergeht meist von allein wieder. Homöopathisch arbeitende Hebammen halten für solche Situationen die passenden Globuli bereit, welche die Wundheilung fördern sollen.

In ganz seltenen Fällen kann es zu einer Nabelentzündung kommen. Anzeichen dafür sind ein roter Nabel, der manchmal sogar eitert. Auch ein blutender Nabel - nicht zu verwechseln mit der normalen Absonderung von Wundsekret, was auch manchmal etwas blutig sei kann - ist ein Grund die Hebamme zu informieren und gegebenenfalls den Kinderarzt aufzusuchen. Hat Ihr Baby zu diesen Symptomen auch noch Fieber, so zögern Sie bitte nicht und stellen Sie Ihr Baby einem Arzt vor. Mit den richtigen Medikamenten heilt der Nabel dann schnell und problemlos ab.
Text: K. L. / Stand: 06.10.2018

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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