Schlafstörungen bei Kindern

Baby schläft
Was tun, wenn das Kind nicht schlafen kann? - Foto: © Lerche & Johnson

Welche Schlafstörungen können bei Kindern auftreten?

Was tun, wenn das Kind nicht schlafen kann?

Es gibt kleine Nachtgespenster, die einfach keine Ruhe finden. Sich wild hin und her wälzen, Albträume haben oder mit den Zähnen knirschen. Viele Eltern finden das bedenklich - schließlich soll der Schlaf doch eine Phase ruhiger Erholung und Regeneration sein. Was geht da vor in den kleinen Köpfen? Muss man etwas unternehmen, und wenn ja - wann? Und was?

Mädchen kann nicht schlafen
Wie kann man Kindern bei Schlafstörungen helfen?
Foto: © Renata Osinska

Buh! Der Nachtschreck!

Manche Kinder wachen regelmäßig weinend oder gar schreiend auf, weil sie einen tiefen Schreck empfinden. Sie fahren förmlich hoch und sind oft verschwitzt. Am nächsten Morgen können sie sich dann aber an rein gar nichts erinnern. Der sogenannte Nachtschreck tritt zumeist am Ende der Tiefschlafphase auf, steht also nicht in Verbindung mit bösen Träumen. Ganz anders verhält es sich mit dem Albtraum.
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Albträume bei Kindern

Hier werden die Kindergehirne nachts einfach von den Dingen eingeholt, die sie tagsüber erlebt oder gesehen haben, ohne sie vielleicht vollständig verarbeitet zu haben. Die Unterscheidung zwischen Realität und Traum fällt gerade den Kleineren besonders schwer, daher sind die Eltern unbedingt als Orientierungshilfe gefragt. Machen Sie deutlich, dass das geträumte Geschehen nicht wirklich passiert ist, lassen Sie das Kind alles in Ruhe berichten - das hilft beim Verarbeiten.
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Zähneknirschen bei Kindern

Innere Anspannung und Stressmomente lösen sich häufig durch nächtliches Zähneknirschen. Daneben kann aber auch eine Fehlstellung des Kiefers ursächlich sein. Hier ist angeraten, den Nachwuchs genau zu beobachten. Macht er einen bedrückten, innerlich verkrampften Eindruck? Eine zusätzliche Konsultation beim Zahnarzt verschafft Sicherheit und hilft, Gebißschäden zu vermeiden.
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Schlafwandeln bei Kindern

Die wenigsten kindlichen Schlafwandler tapsen wirklich durch die Wohnung. Oft sitzen sie einfach nur völlig aufrecht im Bett, sprechen manchmal auch. Gerade in der Tiefschlafphase ist dieses Phänomen zu beobachten. Man sollte das Kind hier jedoch nicht energisch wachrütteln, sondern ihm einfach wieder behutsam in eine bequeme Schlafposition zurückhelfen. Bei regelmäßigen "Spaziergängen" müssen allerdings gewisse Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden: Offene Fenster und Haustüren bergen hier Gefahr. Ein Glöckchen an der Kinderzimmertür hilft ebenfalls als "Alarmanlage".
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Rhythmisches Zappeln

Gerade die kleineren Kinder wackeln in der Einschlafphase gern rhythmisch mit Füßen, Beinchen, Händen oder auch dem Kopf. Experten vermuten dahinter ein Beruhigungsritual, das sich meist nach dem vierten Geburtstag von allein gibt.

Was macht man denn bei Schlafstörungen?

Treten die genannten Anzeichen nur gelegentlich auf, besteht kein Grund zur Besorgnis. Erst, wenn sie sich häufen oder sehr störend wirken, empfiehlt sich der Gang zum Arzt. Er wird eventuell auf Epilepsie hin testen, gegebenenfalls einen Schlafmediziner oder Psychologen zu Rate ziehen. Bei Kindern reichen oft schon kleinste Konflikte oder Veränderungen, um Schlafstörungen hervorzurufen. Eine ruhige, angenehme Einschlafsituation sowie das einfühlsame Verständnis der Eltern beheben das Problem oft ganz ohne ärztliche Hilfe.
Text: C. E. / Stand: 13.12.2018

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