Fieber messen bei Kindern, Kleinkindern und Babys

Ein Fieberthermometer
Ein Fieberthermometer sollte in keinem Haushalt fehlen - Foto: © johannesspreter

Ab wann haben Kinder Fieber?

Die Wangen sind gerötet, die Augen glänzen auffallend. Und irgendwie wirkt der Nachwuchs heute auch ein bisschen schlapp. Als Mutter spürt man es sofort, wenn mit dem eigenen Kind etwas nicht stimmt. Und tatsächlich: die Stirn fühlt sich recht warm an - das Kind hat vermutlich Fieber.

Fiebermessen bei Babys
Fiebermessen bei Kleinkindern ist oft gar nicht so leicht
Foto: © NatUlrich
Die normale Körpertemperatur beim Menschen liegt irgendwo zwischen 36 und 37 Grad Celsius. Von Fieber spricht man dann, wenn die Körpertemperatur über 38 Grad Celsius ansteigt. Den Bereich dazwischen bezeichnet man als erhöhte Temperatur. Fieber ist keine Krankheit an sich, sondern zeigt nur an, dass der Körper im Moment mit Krankheitserregern kämpft.

Verschiedene Erkrankungen gehen mit mehr oder weniger hohem Fieber einher. Ein wichtiger Anhaltspunkt für die Eltern und natürlich auch für den behandelnden Kinderarzt ist daher die Höhe der Körpertemperatur. Zwar erkennen erfahrene Eltern schon anhand des "Stirn-Checks", ob der Nachwuchs nur erhöhte Temperatur oder hohes Fieber hat - eine genaue Angabe darüber bekommt man jedoch nur durch das Fiebermessen. Welche Symptome treten beim Dreitagefieber auf?

Tipps zum Fiebermessen bei Babys und Kleinkindern

Um die Höhe der Körpertemperatur festzustellen gibt es verschiedene Möglichkeiten der Messung. Bei Babys und Kleinkindern wird das Fieber im Po gemessen. Diese Methode erzielt generell die genauesten Messergebnisse und wird daher auch in Kinderarztpraxen bevorzugt. Das Fieberthermometer wird dafür etwa 1,5 cm weit in den After des Kindes eingeführt. Ein Einfetten der Spitze des Thermometers erleichtert diesen Vorgang. Größere Kinder wehren sich häufig gegen diese Art des Fiebermessens. Bei ihnen kann die Temperatur alternativ auch im Mund oder unter der Achsel gemessen werden. Bei der Messung im Mund ist zu beachten, dass hier die Temperatur etwa ein halbes Grad unter dem im Po gemessenen Werten liegt. Das Fiebermessen unter dem Arm ist nur bei größeren Kindern zu empfehlen, da es bei kleineren Kids durch Bewegungen zu Ungenauigkeiten bei der Messung kommen kann. Hinzu kommt, dass Kinder oftmals beim Fiebermessen schummeln. Wer will schließlich schon krank sein, wenn draußen die Freunde spielen?

Welches Fieberthermometer?

Besonders in den letzten Jahren haben die so genannten Stirnthermometer sehr an Beliebtheit gewonnen. Sie werden einfach auf die Stirn des Kindes aufgelegt. Ein Infrarotsensor ermittelt binnen weniger Sekunden die Temperatur - schnell, einfach und ohne Unannehmlichkeiten. Auch die Messung im Ohr mittels eines Ohrthermometers findet in vielen Familien Anklang. Beide Methoden lassen sich auch dann anwenden, wenn das Kind schläft. Extra für Babys werden Schnullerthermometer angeboten - allerdings erreicht diese Art der Temperaturmessung häufig nur ungenaue Ergebnisse.

Ein klassisches Fieberthermometer (z.B. ein Digitales Fieberthermometer) sollte in keinem Haushalt fehlen. Digitalthermometer haben gegenüber Quecksilberthermometern den Vorteil, dass sie die Körpertemperatur wesentlich schneller anzeigen. Bereist nach einer Minute wissen Eltern, ob ihr Kind Fieber hat oder nicht. Quecksilberthermometer bergen zudem die Gefahr des Bruchs und einer daraus resultierenden Verletzung in sich. Hinzu kommt, dass es sich bei Quecksilber um einen giftigen Stoff handelt. Wegzuwerfen braucht man das "alte" Thermometer allerdings nicht. Doch steht eine Neuanschaffung ins Haus, so empfiehlt sich der Kauf eines Digitalthermometers. Ob Familien sich neben einem klassischen Fieberthermometer noch für ein Ohr- oder Stirnthermometer entscheiden, das bleibt jedem selbst überlassen. Notwendig ist es nicht - aber Kinder nehmen häufig diese Art des Fiebermessens eher an und wehren sich weniger dagegen.
Text: K. L. / Stand: 13.12.2018

In unserem Verzeichnis finden Sie übrigens auch einige Kinderärzte, die Ihnen sicher weiterhelfen können.

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]