Insektenstiche - Hilfe für Juckreizgeplagte

Mücke auf der Haut
Den Juckreiz nach so einem Mückenstich kann man mit
Hausmitteln gut selbst behandeln - Foto: © Alexander Zhiltsov

Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel:

Was hilft gegen Insektenstiche?

Es gibt so allerlei kleine Plagegeister, welche uns heimtückisch aus der Luft aus attackieren und uns juckende sowie manchmal auch recht schmerzhafte Stiche bescheren. Die Rede ist von Insekten aller Art, welche erbarmungslos zustechen - manchmal, weil sie sich bedrängt fühlen, und manchmal einfach nur, weil sie heiß auf unser Blut sind.

Was tun beim Mückenstich?

Mücken stechen uns mit Vorliebe in der Nacht oder an lauen Sommerabenden, wenn wir noch gemütlich im Garten oder auf der Terrasse den Tag ausklingen lassen möchten. Ihre Stiche hinterlassen meist nur kleine Knubbel auf der Haut, welche allerdings höllisch jucken können. Noch gemeiner sind die so genannten "Pferdestecher", in manchen Regionen auch unter der Bezeichnung "Bremsen" oder "Schnaken" bekannt. Die Stiche dieser Insekten jucken nicht nur, sondern sie können richtig schmerzhaft sein. Egal ob Mücken oder Schnaken - wer nach dem Einstich schnell reagiert, der hat gute Chancen, dass sich der Juckreiz in Grenzen hält. Als erste Hilfe hat sich ein Brei aus Salz und Speichel bewährt, welcher sofort auf dem Stich gerieben wird. Dieser Tipp stammt übrigens aus der Spreewaldregion - einem Landstrich in der Mark Brandenburg, welcher neben seinen Fließen auch für seine Mückenplagen bekannt ist. Auch Zitronensaft oder das Auflegen einer frisch angeschnittenen Zwiebel soll Erleichterung bringen und das lästige jucken stoppen. Hat man gerade ein Stück frische Hefe zur Hand, so kann man diese zerbröseln und in Wasser auflösen. Diesen Brei trägt man ebenfalls möglichst zeitnah auf die Einstichstelle auf.

Was tun beim Bienenstich?

Neben den blutsaugenden Insekten stechen auch Tiere zu, welche ihr Gift in den menschlichen Körper abgeben. Hierzu zählen unter anderem die Bienen, Wespen und Hornissen. Ihre Stiche sind sehr schmerzhaft und immer mehr Menschen zeigen eine allergische Reaktion darauf. Diese kann bis zum Schock reichen und lebensgefährlich werden. Bei einer nachgewiesenen Allergie darf nicht auf Hausmittel vertraut werden. Diese Personen müssen immer ihr Notfallmedikament parat haben, um im Fall der Fälle sofort reagieren zu können. Ebenso gefährlich kann ein Stich dieser Insekten im Mund- und Rachenraum werden. Durch das Anschwellen des Gewebes kann es zu Atemnot kommen - hier ist ärztliche Hilfe unabdingbar. Als erste Maßnahme jedoch sollte der Betroffene Eiswürfel lutschen, um eine Linderung der Schwellung zu erzielen. Hat eine Biene gestochen, so kommt es darauf an, möglichst schnell den Stachel aus der Haut zu entfernen. Je früher das geschieht, desto weniger Gift gelangt in den Körper und desto milder verläuft die Reaktion. Ist keine Allergie gegen Bienen- oder Wespengift bekannt und sticht das Insekt weder in den Mund noch in den Rachen, so können die Geplagten als erste Hilfe auf natürliche Mittel zurückgreifen. Genau wie beim Mückenstich kann eine angeschnittene Zwiebel hilfreich sein, welche auf den Stich gedrückt wird. Auch Spitzwegerich-Saft oder ein Stück feuchter Würfelzucker leisten gute Dienste.

Mittel gegen Insektenstiche

Neben diesen Hausmitteln sind in jeder Apotheke speziell für Insektenstiche Gele oder Salben erhältlich. Sie wirken juckreizstillend und besitzen kühlende Eigenschaften. Je nach Bedarf können sie mehrmals täglich aufgetragen werden. Für Säuglinge und Kleinkinder stehen spezielle Präparate zur Verfügung, welche in ihrer Wirkdosis den geringeren Körpergewicht angepasst sind.

Hilft Homöopathie gegen Insektenstiche?

Wer lieber homöopathisch gegen Insektenstiche vorgehen möchte, der hat gute Karten. Bei Mücken- oder Schnakenstichen hat sich vor allem das Mittel Ledum bewährt. Sticht dagegen eine Biene oder Wespe zu, so kann Apis - rechtzeitig eingenommen - eine Schwellung und damit verbundene Schmerzen verhindern. Obwohl beide Mittel bei vielen Menschen eine gute Wirkung zeigen, so kann man in der Homöopathie doch keine allgemeingültigen Ratschläge geben. In jeden Fall ist hier ein ausgebildeter Homöopath der richtige Ansprechpartner.

Mückenschutzmittel & Co

In begrenzten Umfang kann man sich vorbeugend gegen die lästigen Plagegeister aus der Luft schützen. Mückenschutzmittel (welche meist auch gegen Zecken wirken) sind als Lotion oder Creme erhältlich und sollten vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen werden. Besonders interessant ist diese Möglichkeit für Wasserwanderer und für Menschen, die sich viel in mückenreichen Gegenden aufhalten. Als natürlicher Schutz haben sich Lotionen auf der Basis von Teebaum oder Zedernholz bewährt. Allerdings riechen diese Mittel doch schon recht streng und es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man diese Begleiterscheinung ertragen möchte oder lieber auf konventionelle Präparate zurückgreift.
Text: K. L. / Stand: 15.02.2018

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