Verdauungsprobleme bei Senioren

Älteres Paar beim Essen
Eine gesunde Ernährung beugt Verdauungsproblemen bei
Senioren vor - Foto: © Monkey Business

Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel:

So beugen Sie Verdauungsproblemen vor

Erkrankungen der Verdauungsorgane gehören zu den meist beschriebenen Begleiterscheinungen des Alterns. Trotz dieses Umstands werden gerade diese Probleme oft tabuisiert. Wen wundert´s, bei den unangenehmen Symptomen wie Durchfall, Blähungen, Verstopfen und Inkontinenz? Dabei sind die Ursachen einfach nur natürlich: Der Magen arbeitet mit fortschreitendem Alter wesentlich langsamer, der Darm verliert an Elastizität und der Muskelapparat des Beckenbodens erschlafft.

Tipps für eine gute Verdauung

Wer Verdauungsprobleme hat, kann sich mit kleinen Tricks das Leben wesentlich erleichtern. So steht zum Beispiel über allen gesundheitlichen Problemen des Alters die Frage nach der ausreichenden Flüssigkeitszufuhr. Es sollte also besonders darauf geachtet werden, dass über den Tag verteilt genügend getrunken wird. Eine genaue Literzahl an dieser Stelle zu nennen ist schwierig, da der Flüssigkeitsbedarf von Mensch zu Mensch variiert. Deshalb kann angeraten werden, auch ohne spürbaren Durst zucker- und säurefreie Getränke glasweise zu trinken. Hier empfehlen sich in besonderer Weise Mineralwasser mit wenig Kohlensäure, milde Fruchtsäfte und ungesüßte Früchtetees.

Zu jeder Mahlzeit gehört auch mindestens ein Glas Wasser. Was früher durch Knigge verpönt war, ist heute längst medizinisch widerlegt. Wer gerade zu den Mahlzeiten ausreichend trinkt, fördert die unproblematische Verdauung der Nahrung. Außerdem empfiehlt es sich, statt dem bekannten "Verdauungsschläfchen" kurz an die frische Luft zu gehen. Die gleichmäßige Bewegung beim Spazieren regt die natürliche und gewollte Magen-Darmtätigkeit an und vermeidet so Luftansammlungen im Bauch oder Verstopfungen. Tipps zum Thema Seniorensport

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Auch bei Blasenschwäche genügend trinken

Dass vieles Trinken Blasenschwäche fördert, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Vielmehr kann gesagt werden, dass die gefürchtete Inkontinenz auf eine jahrelange Unterversorgung mit Flüssigkeit hinweist. Die Blase, beziehungsweise die Muskeln des Beckenbodens wurden infolgedessen träge und kamen sprichwörtlich "aus der Übung". Allerdings kann man auch im Alter dieser Entwicklung entgegenwirken: Durch fachlich betreute Übungen zur Stärkung des Beckenbodens und durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr lassen sich die Probleme von Blase und Co merklich verbessern.

Falsches Vertrauen: Medikamente

In vielen Fällen zeigt sich, dass gerade Verdauungsprobleme auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein können. Es empfiehlt sich also unbedingt, den behandelnden Arzt oder einen Apotheker des Vertrauens auf eventuelle Nebenwirkungen anzusprechen, die den Verdauungstrakt betreffen. Eine anschließende Umstellung auf andere Präparate hilft oft schnell und unproblematisch, das Bauchgefühl wesentlich zu verbessern.
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Gewohnheiten "bauchfreundlich" ändern

Alte, liebgewonnene Gewohnheiten abzustellen, ist gerade im Alter besonders schwierig. Dennoch sollte man diese bei Problemen mit der Verdauung immer in Betracht ziehen. Treten beispielsweise Durchfälle vermehrt nach dem Frühstück auf, kann das am übermäßigen, morgendlichen Kaffeegenuss liegen. Gleiches gilt, wenn sich der Bauch zu bestimmten Uhrzeiten mit Unwohlsein meldet: So kann das üppige Dessert nach dem Mittagessen, der zu süße Kuchen am Nachmittag oder die Butter beim Abendbrot problematisch für die Verdauung werden.

Fazit zum Thema Verdauungsprobleme bei Senioren

Wer bewusst auf sein "Bauchgefühl" achtet und offen mit eventuellen Unpässlichkeiten bei der Verdauung umgeht, kann sich das Leben wesentlich erleichtern. Neben guten Tipps und Tricks von Freunden und Bekannten, halten vor allem Ärzte, Apotheken und Krankenkassen nützliche und hilfreiche Informationen bereit, die einem den Umgang mit Verdauungsproblemen erleichtern oder diese sogar beheben.
Text: D. D. E. / Stand: 13.12.2018

Bitte beachten Sie: Wir geben hier nur allgemeine Hinweise! Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!

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