Laufgitter für Babys

Laufgitter im Wohnzimmer
Ist ein Laufgitter sinnvoll? - Foto: © Jürgen Fälchle

Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Was ist ein Laufgitter?

Bevor ein Baby Einzug hält, begeben sich die meisten werdende Eltern erst einmal auf große Einkaufs-Tour.

Vieles muss angeschafft werden: der Autokindersitz, der Kinderwagen, das Babybettchen. Beim Babyausstatter stolpert man fast unweigerlich auch auf ein weiteres Utensil der Kleinkinderwelt: das Laufgitter. Von vielen Eltern hoch gelobt und von genauso vielen Paaren stark verpönt, steht es irgendwo zwischen den Dingen, die ein Kind braucht und auf die man verzichten kann.

Ein Laufgitter ist ein meist rechteckiges Möbelstück aus Holz oder Kunststoff, welches oben offen und an den Seiten vergittert ist. Daneben gibt es auch runde Laufställchen und solche, welche sich flexibel auf den jeweiligen Raum anpassen lassen. Welch ein Laufgitter in Frage kommt, das hängt entscheidend von den Platzverhältnissen ab. Geht es in der Wohnung recht eng zu, so empfiehlt sich ein klappbares Laufgitter. Wird es einmal nicht benutzt, so lässt es sich mit wenigen Handgriffen zusammenlegen. Bei manchen Exemplaren lassen sich die Seitenteile auch auffalten, so dass eine Art Zaun entsteht, der dann einen bestimmten Bereich der Wohnung abtrennen kann.

Höhenverstellbares oder klappbares Laufgitter?

Kommt ein Baby in die Krabbelphase, so begibt es sich täglich neu auf Entdeckungsreise durch die Wohnung. Nichts ist mehr vor ihm sicher. Aus Blumentöpfen wird die Erde gekostet, am Couchtisch wird sich hochgezogen und in Folge dessen folgt die Tischdecke nebst darauf liegenden Dingen der Erdanziehungskraft. In der Küche und im Bad lauern Gefahren - etwa durch Putz- und Reinigungsmittel oder durch den heißen Backofen. So manche Familie wünscht sich da einen geschützten Raum, in dem das Baby und später das Kleinkind ohne Risiko spielen kann.

Die Gegner der Laufgitter plädieren jedoch dafür, dass sich jedes Kind frei bewegen können sollte und dass ein Laufgitter dem Nachwuchs diese Möglichkeit nimmt. Nun, wer sein Kind die meiste Zeit des Tages in diesem Teil "abparkt", der wird dem Bewegungs- und Entdeckungsdrang seines Kindes sicher nicht gerecht. Ein Laufgitter sollte niemals dazu dienen, um das Baby einfach abzulegen. Genauso wenig ist es dafür gedacht, als eine Art Strafe eingesetzt zu werden, etwa dann, wenn das Kind nicht hört oder schreit.

Viele Kinder lieben ihr Laufgitter und fühlen sich darin rundum wohl. Dafür sorgt unter anderem ein weicher Laufgitter-Boden. Speziell dafür sind auch Decken oder dick gepolsterte Einlagen erhältlich. An den Gitterstäben lassen sich kleinere Dinge, wie etwa eine Spieluhr oder Motorikspielzeug, befestigen. Die Gitterstäbe ermöglichen es dem Baby trotzt des Laufgitters den Blickkontakt zu den Bezugspersonen aufrecht zu erhalten. Und wird das Baby größer, so sind die Stäbe eine gute Hilfe zum hochziehen. Idealerweise lässt sich der Boden des Laufgitters in der Höhe verstellen. Ganz unkompliziert kann es so auf die jeweilige Größe des Kindes und auf dessen Bedürfnisse angepasst werden. So manches Exemplar besitzt herausnehmbare Schlupfsprossen, so dass das Kind mit zunehmendem Alter ganz allein hinein- oder hinaussteigen kann.

Für welches Alter ist ein Laufgitter geeignet?

Nun, bereits Neugeborene können dieses Möbelstück benutzen, wenn die Eltern darin Begrenzungen schaffen, welche dem Baby Sicherheit vermitteln. Das kann zum Beispiel durch den Einsatz eines Stillkissens geschehen. So kann das Baby im Laufgitter sein Mittagsschläfchen halten oder ganz in Ruhe seine Hände und Füße erkunden. Kommt der Postbote oder muss die Mutter schnell einmal den Raum verlassen, so liegt das Baby im Laufstall sicher. Über die gesamte Krabbelphase hinweg kann das Laufgitter gute Dienste leisten, sofern es nicht als Parkmöglichkeit für den Nachwuchs dient. Kann das Kind frei und sicher laufen - was meist mit etwa 1 ½ Jahren der Fall ist, dann hat das Laufgitter ausgedient. Jetzt behindert es das Kind mehr als das es ihm einen geschützten Raum bietet. Die große weite Welt ruft und will entdeckt werden.

Natürlich kann das Leben mit einem Kind auch gänzlich ohne Laufgitter funktionieren. Die Eltern sollten sich jedoch genau der Gefahren bewusst sein, welche lauern, wenn sich der kleine Entdecker auf die Socken macht. Besonders die Küche und das Bad müssen kindersicher gestaltet werden. Daneben gilt es, gefährliche Stellen, wie etwa den Kamin oder Treppenaufgänge so abzugrenzen, das dem Kind hier keine Gefahr droht.
Text: K. L. / Stand: 18.05.2019

Wo kann man ein Laufgitter kaufen?

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  • Roba
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