Wie Babys laufen lernen

Babys lernen laufen
Wie lernen Babys laufen? - Foto: © inarik

Erfahren Sie in diesem Artikel wie Babys laufen lernen und wie Sie Ihr Kind dabei unterstützen können. Natürlich klären wir auch die Frage: Ab wann können Babys laufen?

Laufen lernen: Wenn aus Krabblern "große" Kinder werden

Die ersten Schritte im Leben eines Kindes sind nicht nur für das Kind selbst ein ganz besonderer Moment. Auch Eltern und Großeltern brechen in wahre Begeisterungsstürme aus, wenn sich die Kleinsten im Laufen lernen üben. Am Ende des ersten Lebensjahres beginnt daher eine Phase, in der der "große Moment" mit Spannung erwartet wird. Und wie überall in der kindlichen Entwicklung heißt es auch hier: Kinder sind individuell. Sie folgen keinem Plan, können jedoch sinnvoll unterstützt werden.

Ab wann können Babys laufen?

Für gewöhnlich geht ein Kind seine ersten freihändigen Schritte, wenn es etwa dreizehn Monate alt ist. Vorher üben sich die Kleinen oft im Stehen und üben an den Händen von Mama oder Papa die ersten Gehbewegungen. Eltern, deren Kind mit dreizehn Monaten noch keine Motivation zum Laufen lernen zeigt, müssen dennoch nicht besorgt sein. Es ist vollkommen normal, dass sich die Meilensteine kindlicher Entwicklung sowohl verzögern als auch verfrüht zeigen können. Ein Kind, das schon mit elf Monaten laufen kann, ist daher genauso normal entwickelt wie eines, das seine ersten Gehübungen mit 15 Monaten macht.

Dennoch lohnt es sich, bei Auffälligkeiten mit dem Kinderarzt zu sprechen. Macht das eigene Kind keinerlei Anstalten, sich hinstellen oder an Gegenständen hochziehen zu wollen und hat es noch lange nach dem ersten Geburtstag sichtlich motorische Schwierigkeiten, sollte der Arzt einen genaueren Blick auf die Situation werfen. Auf diese Weise lassen sich Entwicklungsverzögerungen schnell erkennen und mit den passenden Maßnahmen behandeln. Bei den meisten Kindern ist konkretes Eingreifen jedoch nicht notwendig. Spätestens mit eineinhalb Jahren können sowohl kleine Jungen als auch Mädchen die Welt auf zwei Beinen erkunden.
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Wie Eltern die Kleinsten beim Laufen lernen unterstützen können

Möchten Eltern ihrem Kind in der Phase des Laufen lernens unter die Arme greifen, ist das nur verständlich. Schließlich bedeutet diese Lernaufgabe für viele Kinder besondere Anstrengung, was mit Frust und Tränen verbunden sein kann. Zu viel Unterstützung jedoch ist während dieser Zeit eher kontraproduktiv. Vor allem dann, wenn das gemeinsame Üben zum Zwang wird und das Kind offensichtlich noch nicht bereit ist, sollten Eltern besser Geduld beweisen. Möglicherweise ist das Kind zu dieser Zeit schlichtweg mit anderen Entwicklungsaufgaben beschäftigt und hat "keinen Kopf" für das Laufen lernen.

Zeigen Sohn oder Tochter jedoch Freude am Üben und sind sie selbst sehr daran interessiert, endlich auf beiden Beinen zu stehen, dürfen Eltern gerne ein wenig helfen. Ganz besonders wertvoll ist es dann, wenn Mama und Papa die kleinen Erfolge der Lernphase mit viel Lob und Aufmerksamkeit belohnen. Freuen sich Eltern über die ersten Schritte entlang der Sofakante, wird sich das Kind umso motivierter fühlen, noch mehr zu üben und sich letztlich auch mehr zuzutrauen.

Mögliche Hilfsmittel beim Laufen lernen sind Lauflernwagen. Sie sind so konzipiert, dass sie nicht kippen, wenn sich das Kind auf ihrem breiten Griff abstützt. Während der ersten Zeit allerdings können Lauflernwagen eher kontraproduktiv sein, da sie vergleichsweise schnell rollen und kleine Kinder so möglicherweise überfordern oder gar in Gefahr bringen. An einer verlässlichen Hand macht das Lernen daher mehr Spaß und ist letztlich auch sicherer.

Mit diesen Hilfsmitteln kann Baby laufen lernen :

Sicherheit ist in dieser Phase das A und O

Kinder, die ihre ersten Schritte gehen, sind selbstverständlich noch etwas wackelig auf den Beinen. Sie sollten daher stets unter Beaufsichtigung üben und eine sichere Umgebung genießen. Treppen, Stufen oder auch harte Ecken und Kanten können in der Zeit des Laufen lernens zu großen Gefahrenquellen werden. Am besten geeignet sind aus diesem Grund freie Flächen ohne Hindernisse und Stolperfallen. Bedenken sollten Eltern außerdem, dass ein laufendes Kind seinen Aktionsradius sehr plötzlich vergrößert und die Absicherung der eigenen vier Wände noch einmal genau unter die Lupe nehmen. Steckdosen, Schubladen und Türen müssen spätestens jetzt mit zuverlässigen Sicherungen versehen werden. (Kindersicherer Haushalt)
Text: A. W. / Stand: 15.11.2018

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