Die Krabbelphase - Babys in Action

Ein Baby krabbelt über eine Wiese
In der Krabbelphase sollten Eltern ein Auge auf Ihr Baby haben - Foto: © Jean Kobben


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Irgendwann zwischen dem 6. und dem 10. Lebensmonat ist es soweit: Ihr Baby fängt an zu krabbeln. Sicher haben Sie diesen Entwicklungsschritt schon herbeigesehnt und sich gefragt, wann Ihr Kind nun endlich diese Fortbewegungsmöglichkeit für sich entdeckt. Und auch für Ihr Baby ist dies ein aufregender Zeitpunkt. Zu krabbeln bedeutet, an Orte und Gegenstände zu kommen, die bisher unerreichbar schienen. Und zu krabbeln bedeutet auch, nun endlich in einem ganz schön schnellen Tempo unterwegs zu sein! Danach kommt dann das Laufen lernen.

Wann fangen Babys an zu krabbeln?

Bis es soweit ist müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. In der Regel kommt ein Baby über das selbständige Sitzen hin zum Krabbeln. Das setzt schon mal voraus, dass es seinen Kopf über einen längeren Zeitraum allein halten kann und dass die Wirbelsäule soweit entwickelt ist, dass es allein sitzen kann. Die Muskulatur in den kleinen Armen und Beinen und natürlich auch am Rücken des Kinds muss dementsprechend ausgebildet sein, um den kleinen Körper in der Krabbelposition zu halten. Aber zurück zum Sitzen. Irgendwann kommt Ihr Baby aus der sitzenden Position heraus in den Vier-Füßler-Gang. Das ist natürlich erst einmal eine ganz neue Perspektive die sich da ergibt! Ihr Baby wird sich begeistert umschauen und dann entdecken, dass man in dieser Position herrlich hin und her schaukeln kann. Ganz zaghaft wird es dann irgendwann das Knie anheben und nach vorn aufsetzen. Vielleicht folgt erst einmal derselbe Arm und schiebt sich nach vorn. Das Krabbeln ist ein sehr komplexer Vorgang und das "Über-Kreuz-Krabbeln" - also linker Arm und rechtes Bein und umgekehrt - will erst gelernt sein. Lassen Sie Ihrem Baby Zeit. Es wird täglich weiter trainieren und irgendwann den Dreh heraus haben! Um Ihrem Baby genügend Platz für seine Übungen zu geben ist es wichtig, dass es sich in der Wohnung relativ frei bewegen kann. Das Laufgitter sollte daher nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen und nicht als ständiger Aufbewahrungsort für Ihr Kind dienen. Räumen Sie alle gefährlichen Gegenstände aus der Bahn und sorgen Sie auch dafür, das giftige Pflanzen aus der Wohnung kommen. Denken Sie immer daran: Ihr Baby kommt nun an Dinge, die vorher unerreichbar waren.
Gehen Sie mit Ihrem Baby doch mal zu einer Krabbelgruppe!

Die Krabbelphase überspringen?

Es gibt Babys, welche die Krabbelphase einfach überspringen. Diese Kinder robben vielleicht nur oder erreichen durch geschicktes Rollen jeden erdenklichen Ort. Wieder andere krabbeln zwar, aber nur rückwärts. Ein kurzzeitiges Rückwärts-Krabbeln in der Übungsphase ist nicht bedenklich, solange Ihr Baby danach in die richtige Richtung strebt. Sollten Sie diese Auffälligkeiten bei Ihrem Nachwuchs bemerken, so sprechen Sie bitte den Kinderarzt darauf an. Dieser wird Ihrem Baby unter Umständen einige Stunden Physiotherapie verordnen, bei denen die Koordination von Armen und Beinen geschult und die Muskulatur gestärkt werden soll.
Überspringt das Kind die Krabbelphase kann es ein Anzeichen für Hochbegabung sein.

Die Krabbelphase ist ein sehr wichtiger Entwicklungsschritt im Leben Ihres Babys. Kinder, welche nie gekrabbelt sind, haben später meist mit motorischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das kann soweit gehen, dass es diesen Kindern in der Schule unmöglich erscheint bestimmte Buchstaben oder Zahlen zu schreiben. Und auch bei sportlichen Aktivitäten haben die ehemaligen Krabbelverweigerer Probleme. Das Fangen eines Balles oder die Hampelmann-Übung können dann problematisch sein. Krabbeln ist die Voraussetzung dafür, die Mittellinie des Körpers überkreuzen zu können - eine Fähigkeit, die jeder Mensch im täglichen Leben braucht.
Text: K. L. / Stand: 20.05.2019

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[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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