So können Babys trinken lernen

Papa sitzt mit Baby auf dem Bett mit einem Trinklernbecher
Ein Trinklernbecher hilft beim Trinken lernen
Foto: © master1305


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Nach dem Stillen trinken lernen

Muttermilch oder künstliche Säuglingsnahrung bestimmen die ersten 6 Monate im Leben eines Kindes dessen Speiseplan. Während dieser Zeit braucht das Baby in der Regel keine weitere Flüssigkeit. Etwa ab dem 6. Lebensmonat kommt die erste Beikost hinzu und nun wird es notwendig, sich über geeignete Getränke und darüber, wie das Baby trinken lernt, Gedanken zu machen.

Ein Trinklernbecher kann helfen

Die meisten Eltern bieten ihrem Baby zuerst einen so genannten Trinklernbecher an. Dieser hat eine kleine "Schnauze", aus der das Baby - ähnlich wie bei einer Flasche - die Flüssigkeit heraussaugen kann. Eine Dichtung verhindert das Auslaufen, so dass diese Trinklernbecher auch für unterwegs eine ideale Lösung sind. Viele Babys begutachten zuerst einmal erstaunt diesen Becher und fragen sich, wie sie daraus wohl trinken sollen. Nach einigen Versuchen klappt dies aber meist problemlos.

Babys sind recht neugierige kleine Persönlichkeiten und eifern mit Vorliebe den Erwachsenen nach. Das ist beim Trinken lernen genauso. Um den 6. Monat herum sind sie bereits in der Lage aus einer Tasse oder einem Becher zu trinken. Natürlich geht am Anfang noch das meiste daneben, denn die Kleinen müssen erst das richtige Gefühl für diese bis dahin unbekannte Tätigkeit erlernen. Sie als Eltern können einiges dafür tun, damit dieser Lernprozess nicht zu Stress und Unbehagen führt. Wichtig ist zunächst einmal die Wahl des richtigen Trinkgefässes. Besonders geeignet sind Kunststoffbecher, welche einen gut abgerundeten Rand haben. Aber auch eine stabile, dickwandige Tasse kann verwendet werden. Dünnwandige Gläser sollten Sie wegen einer möglichen Verletzungsgefahr auf gar keinen Fall Ihrem Kind anbieten. Man glaubt es kaum, aber hier besteht die Gefahr, dass Ihr Baby regelrecht ein Stück davon herausbeißt.

Nehmen Sie sich für die ersten Trinklernversuche Zeit und überstürzen Sie nichts. Halten Sie Ihr Baby beim Trinken aufrecht auf Ihrem Schoß und geben Sie zunächst einmal ganz wenig Wasser oder Tee in den Becher. Ihr Baby wird sicherlich erst einmal seine kleine Finger eintauchen und so die neue Situation erkunden. Lassen Sie es ruhig gewähren. Vielleicht führt es dann ja schon den Becher zum Mund und wagt seine ersten richtigen Trinkversuche.

Welches Getränk ist aber nun für Ihr Baby geeignet?

Nun, am besten ist es, wenn Sie Ihrem Kind Wasser anbieten. Viele Mineralwässer sind für die Babynahrung geeignet und sind auch in der Variante ohne Kohlensäure erhältlich. Wenn Sie Ihr Baby an einfaches Wasser gewöhnen, so wird es dies auch später ohne Probleme trinken. Anders ist es, wenn Sie gleich mit gesüßtem Tee oder gar mit Saft anfangen. Dann kann es nämlich sein, das Ihr Kind Wasser oder Tee verweigert und eine Vorliebe für süße Getränke bekommt. In Hinblick auf die Zahngesundheit wäre das nicht besonders förderlich. Wasser hat zudem noch einen weiteren Vorteil: es klebt nicht und hinterlässt keine Flecken auf der Kleidung oder dem Teppichboden. Das ist besonders in der Anfangszeit wichtig, wenn sich Ihr Kind beim Versuch zu trinken den Becherinhalt über den Kopf gießt.

Manche Eltern bieten ihrem Baby zum Trinken auch jenseits des 6. Lebensmonates eine Flasche mit Sauger an. Das wirkt sich nicht nur ungünstig auf den Kiefer aus, sondern kann, besonders in Kombination mit gesüßten Getränken, auch zu Zahnkaries führen.
Text: K. L. / Stand: 15.11.2018

Wo kann man Trinklernbecher kaufen?

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  • Vital Baby
  • Tommee Tippee
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  • Nuk

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