Schwangerschaftsstreifen - Unliebsame Spuren der SS

Schwangerschaftsstreifen durch eincremen vorbeugen
Cremes können helfen Schwangerschaftsstreifen
vorzubeugen - Foto: © Kaarsten


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Was sind Schwangerschaftsstreifen und wie entstehen sie?

Sehen Frauen ihren Mutterfreuden entgegen, haben auch sie mit den unterschiedlichsten Schwangerschaftssymptomen und Beschwerden umzugehen. Eine unschöne und lästige Begleiterscheinung in einer Schwangerschaft sind die Dehnungsstreifen auf der Haut der werdenden Mutter. Sie machen vor mehr als der Hälfte der Schwangeren nicht Halt. Obwohl sie gesundheitlich unbedenklich sind, wirken sie für eine Vielzahl an Frauen psychisch belastend. In erster Linie treten Schwangerschaftsstreifen an Körperstellen auf, die besonders schnell an Gewicht zulegen, wie dem Bauch, den Brüsten, den Oberarmen und Oberschenkeln und dem Gesäß.

Schwangerschaftsstreifen sind Dehnungsstreifen auf der Haut. Sie entstehen durch eine starke Dehnung - genauer genommen eine Überdehnung - der Unterhaut. Aufgrund der Blutgefäße werden sie als blaurötliche Linien sichtbar. Ungefähr ab dem fünftem bis sechsten Monat kommen sie vermehrt zum Vorschein. Durch die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft wird die Elastizität der Haut eingeschränkt, obwohl sie sich besonders während des stetigen Wachstums des Fötus immer weiter dehnen muss. Die Folge sind Risse in dem Geflecht aus kollagenen Fasern in der Unterhaut. Sie sind letztendlich nichts anderes als Narben. Lesen Sie auch: Hautprobleme in der Schwangerschaft

Verschwinden Schwangerschaftsstreifen wieder?

Nein. Es sind irreversible Narben, sie werden jedoch stark verblassen und als helle und fast hautfarbene feine Linien auf der Haut sichtbar bleiben. Lediglich Laserbehandlungen können das Erscheinungsbild verbessern, aber Schwangerschaftsstreifen werden einen immer als ein sichtbares Zeichen einer Schwangerschaft im Leben begleiten. Warum sich nur ein Teil der Frauen mit der Problematik der Schwangerschaftsstreifen auseinandersetzten muss, ist noch unklar. Fakt ist, dass bestimmte Faktoren die Veranlagung dazu begünstigen. Dies sind vor allem hellhäutige Frauen. Auch Frauen mit vornehmlich viel Fruchtwasser oder Mütter von Mehrlingen sind häufiger betroffen. Wurde das Gewebe bereits bei einer Schwangerschaft stark gedehnt, stehen die Chancen gut, dass beim nächsten Kind die Haut reißen wird. Allgemein gilt eine Bindegewebsschwäche als Hauptursache. Die starke Beanspruchung der Haut durch die zügige Gewichtszunahme hat nun mal ihre Folgen.

Kann man Schwangerschaftsstreifen vorbeugen?

Schwangere können versuchen, die Dehnungsstreifen zu minimieren. Haben sie eine Veranlagung dazu, können sie sie jedoch nicht verhindern. Cremes mit Vitamin A und Öle, die ungesättigte Fettsäuren enthalten, wie zum Beispiel in Sonnenblumenöl oder Mandelöl, helfen der Haut an Elastizität zu gewinnen. Durch bestimmte Duftöle erreicht man dazu noch spezielle Nebeneffekte, die einen Einfluss auf die Stimmung bewirken. Zum Beispiel kann ein schönes Lavendelöl wahrlich entspannend für Mutter und Kind sein. Wichtig ist, dass die Öle und Cremes keine Paraffine enthalten, sie "kleistern" die Haut zu und verhindern ein Eindringen der Wirkstoffe in die Haut. Naturkosmetik ist die bessere Wahl, um der Haut etwas Gutes zu tun. Durch das Einreiben entsteht eine Massagefunktion, die die Durchblutung der Haut anregt und die damit auch den Stoffwechsel verbessert. Dies kommt wiederum der Haut zugute, denn sie wird elastischer und kann nicht so schnell reißen. Solche Massagen können auch ein schöner Bestandteil einer Partnerschaft werden. Der Körperkontakt und der Bezug zum Baby stimmen die werdenden Eltern bereits auf das Kind ein. Bereits im dritten Monat sollten Frauen damit beginnen. Und nicht nur der Bauch bedarf besonderer Pflege, sondern auch die Brüste und Oberschenkel, sowie der Po. Neben intensiver Hautpflege ist eine gesunde Ernährung ausschlaggebend. In der Schwangerschaft ist es ohnehin wichtig, viel Obst und Gemüse zu essen, statt für zwei Personen Schokolade zu sich zu nehmen. Reichlich Wasser und Tees erhöhen den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und wirken so in gleichem Maße positiv auf die Haut ein. Auch Wechselduschen und Zupfmassagen verbessern den Stoffwechsel und sind ein wirksames Mittel, um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen bzw. sie zu minimieren. Mit Hilfe von speziellen Bürsten und Schwämmen oder Massagehandschuhen kann die Wirkung nochmals intensiviert werden. Ein Patentrezept gibt es nicht, aber das Vorbeugen war schon immer besser als das Nachsehen zu haben.
Text: C. D. / Stand: 15.11.2017

Wo kann man Cremes und Massageöle für Schwangere kaufen?

  • Apotheken
  • Rossmann
  • dm
  • Supermärkte

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